Zum Hauptinhalt springen

Grenzenloser Zugang zu Wissen: Deutsche Universitätsbibliothek setzt auf Diamond Open-Access-Zeitschrift

(nach idw)

Das Internet Policy Review Journal kooperiert ab sofort mit der Universitätsbibliothek der Universität der Künste Berlin, um den barrierefreien Zugang zu wissenschaftlichen Erkenntnissen zu fördern. Die Internet Policy Review bietet als wissenschaftliche Zeitschrift fundierte und unabhängige Analysen zu den Veränderungen in der weltweiten Digitalpolitik. Als Diamond-Open-Access-Journal erhebt sie keine Gebühren von ihren Leser*innen. Zusätzlich entlastet sie auch Wissenschaftler*innen, da sie keine Kosten für die Veröffentlichung ihrer Forschungsergebnisse entrichten müssen. Die IPR wird seit 2012 vom Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft herausgegeben.

Die Kooperation zwischen dem HIIG und der UdK Berlin markiert einen wichtigen Meilenstein für die deutsche Forschungslandschaft: Sie übernehmen aktiv die Verantwortung für den kostenfreien Zugang zu wissenschaftlichen Erkenntnissen in Deutschland. „Diese Unterstützung stabilisiert nicht nur unser Journal finanziell, sondern sendet auch ein wichtiges Signal an alle Universitätsbibliotheken, dass Diamond Open-Access-Zeitschriften durch direktes Engagement gefördert werden können”, betont Prof. Dr. Frédéric Dubois, leitender Redakteur des Internet Policy Review. Ihm zufolge ist das Publikationsmodell essentiell für eine faire und gerechte Zukunft einer offenen Wissenschaft.

Originalpublikation: German university library embraces Diamond Open Access journal (hiig.de)

Berlin liest ein Buch 2024

Auch 2024 findet wieder die Aktionswoche „Berlin liest ein Buch“ statt. Vom 26. Mai bis 9. Juni 2024 wird die Stadt ein großer Lesekreis mit vielen Lesungen in allen 12 Berliner Bezirken sowie in der Zentral- und Landesbibliothek (ZLB).

Ausgewählt wurde das Buch „Arbeit“ von Thorsten Nagelschmidt. Zum Auftakt der Aktionswoche ist Thorsten Nagelschmidt am 26. Mai 2024 um 18.00 Uhr im Haus des Rundfunks (Masurenallee 8 – 14, 14057 Berlin) zu Gast. Anja Herzog (rbbKultur) und Thomas Böhm (radioeins) moderieren die Veranstaltung.

Im Vorfeld konnten die Berliner Bürger*innen verschiedene Bücher vorschlagen, die 2024 im Rahmen der Aktionswoche gemeinsam mit der ganzen Stadt gelesen werden sollen.

Weitere Informationen rund um den Aktionszeitraum von „Berlin liest ein Buch“ können auf radio.de und auf rbbKultur nachgelesen werden.

Organisiert wird die Aktion vom dbv-Landesverband Berlin gemeinsam mit den Radiowellen radioeins und rbbKultur vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb).

>> mehr: www.berlin-liest-ein-buch.de 

Forschung im Dialog IN_CONTEXT: Colonial Histories and Digital Collections

(nach idw)

Gesellschaftliche Debatten über den Umgang mit der kolonialen Vergangenheit gewinnen zunehmend an Dringlichkeit. Neben Diskussionen über die Rückgabe von Museumsobjekten berühren sie öffentliche Erinnerungsräume, wie Initiativen zur Umbenennung von Institutionen oder Straßen zeigen. Vor diesem Hintergrund reflektieren Bibliotheken zunehmend ihre Verflechtungen mit der Geschichte des Kolonialismus und der europäischen Expansion des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Fragen zum historischen Sammlungsaufbau, Praktiken der Organisation und Klassifikation von Wissen und dessen Vermittlung stehen dabei im Zentrum. Im Rahmen dieser Debatten wirbt das Projekt IN_CONTEXT: Colonial Histories and Digital Collections Mittel für die Digitalisierung von Bibliotheksbeständen aus kolonialen Kontexten und für den Aufbau eines vernetzten Forschungsportals zur Geschichte des Kolonialismus ein. Das Forschungsportal soll mittelfristig als eine zentrale Plattform zur Erforschung historischer Quellen dienen, indem es Bestände aus kolonialen Kontexten in Deutschland und von internationalen Partnern präsentiert und zugänglich macht. Das Projekt ist an der Staatsbibliothek zu Berlin angesiedelt und wird von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz gefördert.

Studie empfiehlt vollständige Erschließung und verstärkte Digitalisierung von Beständen aus SBZ/DDR-Provenienz in Berlin

In Berlin lagern in mehr als 80 Archiven schriftliche, fotografische und audiovisuelle Überlieferungen aus der Zeit der DDR und der Sowjetischen Besatzungszone. Einige dieser Bestände sind jedoch bisher kaum erschlossen. Das betroffene Archivgut ist damit nicht oder nur eingeschränkt für Forschungszwecke oder für Verfahren zur Rehabilitierung und Entschädigung von Verfolgten der SED-Diktatur nutzbar. Das geht aus der empirischen Studie zur Archivierung und Dokumentation von Beständen mit SBZ/DDR-Provenienz im Land Berlin im Zeitraum von 1990 bis 2022 hervor, die Facts & Files Historisches Forschungsinstitut Berlin im Auftrag des Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (BAB) erstellt hat.

Der Studie zufolge verfügen 32 der untersuchten Archive über Bestände mit SBZ/DDR-Provenienz, die nicht oder nur unzureichend erschlossen sind. Zu den Handlungsempfehlungen, die Facts & Files erarbeitet hat, gehört daher, die vollständige Erschließung der Bestände voranzutreiben. Dringender Handlungsbedarf besteht auch bei der Digitalisierung von Archivgut, sowohl im Hinblick auf die Bestandserhaltung, als auch im Hinblick darauf, das Archivgut dauerhaft der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Damit die Archive diese Empfehlungen umsetzen können, benötigen sie die entsprechenden personellen, finanziellen und räumlich-technischen Ressourcen. Das Forschungsinstitut regt an, dass das Land Berlin Förderprogramme für die Erschließung, die Digitalisierung und den Erhalt von Archivgut mit dem Schwerpunkt auf SBZ/DDR-Bestände auflegt.

Quelle: DDR-Archivgut teilweise nicht nutzbar – Berlin.de

Big Data für Biodiversität

Am 16. April 2024 haben sich sechs der größten deutschen naturkundlichen Sammlungen zusammengeschlossen. Sie wollen ihre über 140 Millionen Sammlungsobjekte zukünftig für die Wissenschaft digital vernetzen und frei zugänglich machen. Dies soll im Rahmen der Forschungsinfrastruktur Distributed System of Scientific Collections (DiSSCo) erfolgen, die heute bereits über 170 Naturkundemuseen, Botanische Gärten und universitäre Sammlungen aus ganz Europa vernetzt.

Der Botanische Garten Berlin an der Freien Universität Berlin, das Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels in Bonn und Hamburg, das Museum für Naturkunde Berlin, die Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung, das Staatliche Museum für Naturkunde Stuttgart sowie die Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns bilden ab sofort einen „DiSSCo-Knoten“ für Deutschland. Gemeinsam haben sie es sich zum Ziel gesetzt, ihre Sammlungen als Forschungsressource zur Lösung gesellschaftlicher Aufgaben verfügbar zu machen. Sie alle sind Mitglieder der Deutschen Naturwissenschaftlichen Forschungssammlungen e. V. (DNFS). Über die DNFS soll der Knoten in Zukunft auch über den Kreis der sechs Gründungsmitglieder hinaus erweitert werden.

>> mehr: Big Data für Biodiversität | Botanischer Garten Berlin (bgbm.org)

Über die Herkunft der Bücher: FU Berlin bietet Weiterbildung zu Provenienzforschung in Bibliotheken an

Die FU Berlin bietet in Kooperation mit der Kommission Provenienzforschung und Provenienzerschließung des Deutschen Bibliotheksverbands e.V. ab 25.04.2024 einen Zertifikatskurs zur bibliothekarischen Provenienzforschung an.

Damit soll ein Beitrag dazu geleistet werden, möglichst viele Fragen rund um die Herkunft von Bibliotheksbeständen in Deutschland zu beantworten und ggf. eine faire und gerechte Lösung für mögliche Rückgaben finden zu können.

Für den Kurs konnten Kooperationspartner mit ganz unterschiedlichen Sammlungsprofilen gewonnen werden, darunter die Staatsbibliothek zu Berlin, die Zentral- und Landesbibliothek Berlin, die Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin, die Akademie der Künste und eine Vielzahl weiterer fachkundiger Expert*innen. Ermöglicht wird die Weiterbildung durch die finanzielle Förderung des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste (Stiftung bürgerlichen Rechts), Magdeburg.

Die Auswertung von Spuren bis hin zur Rekonstruktion der Exemplarbiografie oder einer gesamten Sammlungstektonik – all das ist Aufgabe der bibliothekarischen Provenienzforschung und ihrer spezifischen Methoden. Es gilt Provenienzen zu erforschen, zu erfassen, die dazu notwendigen Kompetenzen in Bibliotheken zu schaffen und somit der „Gemeinsamen Erklärung“ , einer Erklärung der Bundesregierung, der Länder und der kommunalen Spitzenverbände zur Auffindung und zur Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturgutes, insbesondere aus jüdischem Besitz, nachzukommen. Neben NS-verfolgungsbedingt entzogenem Bibliotheksgut geht es im Kurs auch um Bibliotheksgut mit Entziehungskontexten in der SBZ/DDR und mit Bezug auf die Kolonialzeit.

>> mehr: Provenienzforschung • Weiterbildungszentrum • Freie Universität Berlin (fu-berlin.de)

Tag der Archive 2. – 3. März 2024

Alle zwei Jahre wird am bundesweiten TAG DER ARCHIVE die öffentliche Aufmerksamkeit ganz besonders auf die vielfältigen gesellschaftlichen Funktionen der Archive gelenkt.

Viele hundert Archive unterschiedlichster Archivsparten öffnen an den Aktionstagen für die Bürgerinnen und Bürger ihre Türen und präsentieren sich mit interessanten Programmen der Öffentlichkeit als moderne Dienstleister.

Eröffnet wird der Tag im Berliner Landesarchiv: Programm

Weitere Veranstaltungen in Berliner Archiven finden Sie hier.

Wiedereröffnung des Historischen Archivs zum Tourismus der TU Berlin

(nach idw)

Berlin ist nicht nur ein wichtiger Ort für den (inter)nationalen Tourismus, eines der wichtigsten Gewerbe der Stadt, sondern beherbergt auch die größte tourismusgeschichtliche Sammlung Deutschlands: das Historische Archiv zum Tourismus (HAT) der Technischen Universität Berlin.
Neben unzähligen Reiseprospekten, Zeugnisse des Massentourismus, vor allem in der Wirtschaftswunderzeit der Bundesrepublik produzierte Flyer und Kataloge gibt es über 13.000 Buch- und Zeitschriftentitel, 5000 Reiseführer, 1000 geschichtswissenschaftliche Arbeiten, 1300 tourismuswissenschaftliche Studien, 1000 Reiseberichte sowie Länderkunden, schöngeistige Literatur, Verkehrswissenschaftliches, 1100 Bildbände und 1300 Statistiken. Die umfangreiche Zeitschriftensammlung umfasst über 250 Titel (ca. 5000 Bände). Hinzu kommen Sammelablagen: neben den Prospekten auch Konvolute mit meist noch unerschlossenen Materialien, wie private Fotoalben, Tagebücher, Tonbänder, Videos und Akten. Der zeitliche Schwerpunkt liegt im 19. und 20. Jahrhundert; es findet sich aber auch Reiseliteratur seit dem 17. Jahrhundert. Der räumliche Schwerpunkt liegt im deutschsprachigen Mitteleuropa, die Sammlung umfasst jedoch alle Kontinente; für einige Bereiche kann sie auch der Regionalgeschichte dienlich sein.

Das Archiv ist Teil des neuen Mittelstand-Digital Zentrum Tourismus, das an der TU Berlin angesiedelt ist und wurde nach einer notwendig gewordenen Neuorientierung am 15.02.2024 wiedereröffnet.

>> mehr: https://www.tu.berlin/ueber-die-tu-berlin/profil/pressemitteilungen-nachrichten/groesste-tourismusgeschichtliche-sammlung-deutschlands 

Love Data Week 13.-15.02.2024

Die Love Data Week (LDW) ist eine internationale Aktionswoche rund um die Themen Forschungsdaten und Forschungsdatenmanagement. Unter dem Motto „My Kind of Data“ wird die Datenliebe 2024 weltweit vom 12. – 16. Februar mit zahlreichen Veranstaltungen zu unterschiedlichsten Themen zelebriert. Die FDM-Initiativen im deutschsprachigen Raum möchten mit einer breiten Beteiligung an der Love Data Week mehr Aufmerksamkeit für das Thema Forschungsdatenmanagement erregen.

Auch in diesem Jahr haben sich Institutionen und Initiativen aus Berlin und Brandenburg zusammengeschlossen, um gemeinsam mit Forschenden, Studierenden, FDM-Mitarbeitenden und FDM-Enthusiast*innen über Best Practices im Umgang mit Forschungsdaten nachzudenken und sich darüber auszutauschen.

Programm: Love Data Week 2024 – FDM-BB

Neue Forschungsprofessur für digitale Bildungsgeschichte

(nach idw)

Mit einer gemeinsamen Berufung stärken das DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation und die Humboldt-Universität zu Berlin die Forschung zur digitalen Bildungsgeschichte. Die neue Professur für „Historische Bildungsforschung mit Schwerpunkt Digital Humanities“ wurde mit PD Dr. Katharina Vogel besetzt. Angesiedelt ist die Forschungsprofessur in der DIPF-Abteilung „BBF | Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung“ in Berlin. Ihr Ziel ist es, mit digitalen Methoden und Tools zu neuen Erkenntnissen in der Historischen Bildungsforschung zu gelangen und jene zugleich auch kritisch zu reflektieren.

Die BBF | Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung bietet ein fruchtbares Umfeld für die Professur. Die Abteilung des DIPF vereint große Forschungserfahrung in der Bildungsgeschichte und eine hohe Expertise im Bereitstellen von Infrastrukturangeboten. Genau an dieser Schnittstelle wird Vogel ansetzen. An der Humboldt-Universität zu Berlin ist ihre Professur im Lehrbereich „Historische Bildungsforschung“ des Instituts für Erziehungswissenschaften verortet.

Die BBF setzt sich als Teil der geistes- und kulturwissenschaftlichen Datenzentren und Forschungsinfrastrukturen konsequent für die Prinzipien von „Open Science“ und die Förderung digitaler Strategien in der Forschung ein

>> mehr: https://www.dipf.de/de/dipf-aktuell/pressemitteilungen/neue-forschungsprofessur-fuer-digitale-bildungsgeschichte.

Fachinformationsdienst Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung erweitert Angebote für eine „offene Wissenschaft“

(nach idw)

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den Fachinformationsdienst (FID) Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung für weitere drei Jahre. Im Rahmen dieser vierten Förderperiode wird der im Fachportal Pädagogik angesiedelte Dienst zur weiteren Öffnung der Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung im Sinne von Open Science beitragen. Ein Fokus wird darauf liegen, den Nutzer*innen Literatur- und Fachinformationen über den Ausbau eines fachlichen Wissensgraphs noch besser zugänglich zu machen. Auch andere Angebote des FID werden ausgebaut. Zudem soll die Fachcommunity noch stärker dabei unterstützt werden, kollaborativ zusammenzuarbeiten und sich auszutauschen.

Übergreifendes Ziel der Weiterentwicklung des FID ist es, unter dem Leitbegriff Open Science eine transparente Forschung mit nachvollziehbaren Prozessen und offen zugänglichen Ergebnissen zu unterstützen – für die Forschungsfelder Bildungsforschung, Erziehungswissenschaft und Fachdidaktik.

Dem verantwortlichen Konsortium gehören u.a. folgende kooperierenden Einrichtungen an:

>> mehr: Fachinformationsdienst Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung erweitert Angebote für eine „offene Wissenschaft“ — DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation

Datenkompetenzzentrum „QUADRIGA“ unter Potsdamer Leitung gestartet

(nach idw)

In einer zunehmend digitalisierten Welt souverän mit Daten umzugehen, diesem Ziel widmet sich QUADRIGA, das neue Berlin-Brandenburgische Datenkompetenzzentrum für Digital Humanities, Verwaltungswissenschaft, Informatik und Informationswissenschaft. In dem vom Bundesforschungsministerium mit rund drei Millionen Euro geförderten Verbundprojekt hat die Universität Potsdam die Leitung übernommen. Partner sind die Fachhochschule Potsdam, die Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, Fraunhofer FOKUS, die Freie Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin, die Technische Universität Berlin und die Gesellschaft für Informatik.

Das zunächst über drei Jahre laufende Projekt führt Forschungs-, Lern-, und Vernetzungsorte über datenbasierte Fallstudien und Bildungsangebote zusammen. Es vereint die vier Disziplinen Digital Humanities, Verwaltungswissenschaft, Informatik und Informationswissenschaft entlang der Datentypen Text, Tabelle und bewegtes Bild am Wissenschaftsstandort Berlin-Brandenburg. QUADRIGA schafft für Gesellschaft, Politik und Verwaltung Begegnungsorte zur Erfassung, Aufbereitung, Nutzung und Analyse von Daten in einer zunehmend digitalisierten Welt, während Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aller Karrierestufen Ressourcen für den souveränen Umgang mit Daten zur Verfügung gestellt werden.

>> mehr: Projekte – Über uns – Potsdam Graduate School – Universität Potsdam (uni-potsdam.de)

DEAL Consortium and Wiley Sign New 5-Year Open Access Agreement

(nach idw)

The DEAL Consortium and scholarly publisher Wiley today announced the signing of a new five-year agreement which will allow scientists from German academic institutions to publish their research open access (OA) within Wiley’s portfolio of scientific journals. Instituted by the Alliance of German Science Organizations the DEAL Consortium is open to more than 900 mostly publicly funded academic institutions in Germany. Signed by Wiley and MPDL Services gGmbH as the DEAL Operating Entity, the new agreement will begin in January 2024, offering further support for the needs of the scholarly community and accelerate the open access transformation.

The new agreement continues the successful collaboration that started in 2019 and through which by now over 38,000 articles have been published open access. It will provide authors at participating German institutions with open access publishing options across Wiley’s portfolio alongside read access to all Wiley journal content.

>> mehr: Wiley – DEAL Konsortium (deal-konsortium.de)

Berliner Friedrichstraße: Ja zur Zentralbibliothek im Q207! Gegen Verödung und Verblödung!

Quelle: Berliner Zeitung, 23.11.2023, S. 12
Ein Plädoyer für den Umzug beider Teilbibliotheken der Zentral- und Landesbibliothek Berlin in das Gebäude des bisherigen Kaufhauses Lafayette in der Fredrichstraße.
https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/debatte/gastbeitrag-jonas-fansa-berlin-friedrichstrasse-ja-zur-zentralbibliothek-im-q207-gegen-veroedung-und-verbloedung-li.2159888

Wissenssuche im Schnellvorlauf: Forscherteam entwickelt mit DECENT ein Modell zur schnellen Information

(nach idw)

In einem gemeinsamen Forschungsprojekt des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) Potsdam und der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft und haben Forscher ein Computermodell namens „DECENT“ entwickelt, das Texte nach wichtigen Informationen durchsuchen kann. Dazu werden Erwähnungen von Entitäten in Texten erkannt, wie beispielsweise Personen, Orte oder Organisationen. Diese Entitäten werden in sehr feingranulare Klassen klassifiziert.  Mit diesem Modell können potenziell bessere Suchmaschinen und Wissensdatenbanken erstellt werden, indem nützliche Informationen aus großen Textmengen extrahiert werden.
Im Vergleich zu herkömmlichen Methoden bietet die ultrafeine Klassifizierung eine weit größere Vielfalt an potenziellen Klassen, die in die Zehntausende gehen können. Dies steigert natürlich den Aufwand für die Erkennung und Klassifizierung erheblich. An dieser Stelle setzt DECENT an: Das Modell verwendet maschinelles Lernen und lernt aus Daten, bei denen zuvor die vorkommenden Entitäten von Menschen manuell gekennzeichnet wurden. Dank einer geschickten Verarbeitung dieser Daten ist es deutlich effizienter als bestehende Modelle.

>> mehr: https://www.zbw.eu/de/

Digitale Geisteswissenschaften: Launch Open Database „Islam West Africa Collection“, ZMO Berlin, hybrid

(nach idw)

Die von Dr. Frédérick Madore, Leibniz-Zentrum Moderner Orient (ZMO) Berlin, geleitete ‚Islam West Africa Collection‘ ist eine frei zugängliche digitale Datenbank, die aktuell mehr als 5.000 Archivdokumente, Zeitungsartikel, islamische Publikationen, Audio- und Videoaufzeichnungen, Fotografien und Referenzen zum Islam und zu Muslimen in Burkina Faso, Benin, Niger, Nigeria, Togo und Côte d’Ivoire enthält. Das von der Berliner Senatsverwaltung finanzierte Projekt ist eine Fortsetzung der preisgekrönten Sammlung ‚Islam Burkina Faso‘, die 2021 zusammen mit der Univ. of Florida (USA) erstellt wurde.

>> mehr: https://islam.zmo.de/s/westafrica/page/home

Berlin Science Week, 01. – 10. 11. 2023

Die Berliner Science Week, die vom 1. bis 10. November 2023 stattfindet, versteht sich zum einen als Plattform, die Wissen, wissenschaftliche Exzellenz und Entdeckungen feiert und innovativen Austausch fördert, zum anderen als Experimentierfeld für Wissenschaftskommunikation mit dem Ziel, Wege zu finden, Wissenschaft und Technologie zugänglich, unterhaltsam und attraktiv zu machen.

Zwei Vorträge der Staatsbibliothek vermitteln neue Erkenntnisse beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz:

07.11.2023, 10:30 – 12:00, Referent: Clemens Neudecker

MENSCH.MASCHINE.KULTUR – EIN PROJEKT DER STAATSBIBLIOTHEK ZUM EINSATZ VON KÜNSTLICHER INTELLIGENZ IN DER VERARBEITUNG VON KULTURDATEN

09.11.2023, 16:00 –  18:00, Referentin: Carolin Hahn

CHATGPT & CO. – KÜNSTLICHE INTELLIGENZ IM SCHREIBPROZESS

Quo vadis offene Wissenschaft in Berlin und Brandenburg 2023/24

Open Access ist seit vielen Jahren eine Herzensangelegenheit der Wissenschaftsregion Berlin-Brandenburg. Beide Bundesländer setzen sich seit Jahren aktiv für die Open-Access-Transformation ein, indem sie strategische Rahmenbedingungen schaffen (Open-Access-Strategie des Landes Berlin 2015, Open-Access-Strategie des Landes Brandenburg 2019) und Ressourcen für die Transformation bereitstellen, insbesondere das Open-Access-Büro Berlin, die Vernetzungs- und Kompetenzstelle Open Access Brandenburg, aber auch durch lokales Engagement, vor allem an den Bibliotheken der Wissenschaftseinrichtungen in den beiden Bundesländern.

Ausgehend von einer Auftaktveranstaltung im Rahmen der International Open Access Week am 24.10.2023 werden in der Veranstaltungsreihe “Quo vadis offene Wissenschaft in Berlin und Brandenburg 2023/24“ verschiedene Aspekte der offenen Wissenschaft diskutiert. Das Programm setzt die Veranstaltungsreihen „Quo vadis offene Wissenschaft in Berlin und Brandenburg“ aus den Jahren 2021 und 2022 fort.

Eine Übersicht aller Veranstaltungen und der beteiligten Organisationen finden Sie unter:
Quo vadis offene Wissenschaft in Berlin und Brandenburg: Open Access Week 2023/24 (#OAWeekBBB) – Open Access Blog Berlin (fu-berlin.de)

Weitere Veranstaltungen der Reihe sind:

2. Januar 2024: Virtuelle Podiumsdiskussion „Wo stehen Verlage sowie Intermediäre auf dem Weg der Open-Access-Transformation?“
Veranstaltende: Kooperativer Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg und GeSIG e.V.
Webseite:
Virtuelle Podiumsdiskussion „Wo stehen Verlage sowie Intermediäre auf dem Weg der Open-Access-Transformation?“ – Open Access Blog Berlin (fu-berlin.de)

19. Februar 2024: Virtuelle Podiumsdiskussion „Offene Infrastrukturen für Open Science“
Veranstaltende: Lehrstuhl Information Management am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft (IBI) der Humboldt-Universität zu Berlin und Helmholtz Open Science Office der Helmholtz-Gemeinschaft.

Webseite:
Virtuelle Podiumsdiskussion „Offene Infrastrukturen für Open Science“ – Open Access Blog Berlin (fu-berlin.de)

Finanzierung von Open Access in der Bildungsforschung wird zukunftsfähig angegangen.

(nach idw)
Ein am DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation koordiniertes Projekt soll nachhaltige Strukturen zur Förderung von Open Access entwickeln und kostenfrei zugängliche Monographien und wissenschaftliche Zeitschriften finanzieren. Unter dem Dach des Fachinformationsdiensts (FID) Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung sind neben dem DIPF auch die Universitätsbibliotheken Erlangen-Nürnberg und der Humboldt-Universität zu Berlin beteiligt. Erstmals ist auch eine Teilnahme von Wissenschaftler*innen aus Österreich und der Schweiz geplant.

Die Projektpartner erhalten für das „Verbundprojekt Open Access-Konsortium Bildung für E-Books und Zeitschriften (edu_consort_oa)“ in den nächsten drei Jahren Mittel aus dem Programm “Digitaler Wandel in Bildung, Wissenschaft und Forschung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Das Programm finanziert Vorhaben zur Entwicklung, Erprobung und Etablierung von wissenschaftsgetragenen Finanzierungsmodellen von Open Access.
Im Rahmen des Projekts fördert das BMBF mit knapp 130.000 Euro die Publikation von Open Access-Monographien und die Überführung von relevanten erziehungswissenschaftlichen Zeitschriften in Open Access. Die Publikationen werden zuvor durch ein wissenschaftliches Gremium unter Einbeziehung der Fachgesellschaften ausgewählt. Die für die Realisierung zusätzlich erforderlichen Mittel in Höhe von 270.000 Euro sollen durch ein Crowdfunding interessierter Bibliotheken erbracht werden. Fachverlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz können Publikationen für diese Open-Access-Finanzierung einreichen.

>> mehr: „Finanzierung von Open Access in der Bildungsforschung wird zukunftsfähig angegangen“ — DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation

Toolbox Datenkompetenz – Die Plattform für Data Literacy geht live

(nach idw)

Mit einem kraftvollen Aufbruch in die digitale Zukunft startete am 19.09.2023 das ambitionierte Forschungsprojekt „Toolbox Datenkompetenz“ (TBDK) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in einer Beta-Version. Mit insgesamt 8,79 Millionen Euro Förderung bringt die TBDK eine innovative Plattform hervor, die uneingeschränkten Zugang zur Data Literacy für die breite deutsche Öffentlichkeit ermöglicht.

Das ehrgeizige Ziel des Projekts ist es, Menschen deutschlandweit mithilfe einer umfassenden Weiterbildungs- und Tool-Plattform für grundlegende Datenkompetenzen zu befähigen. So wird die Datenstrategie der Bundesregierung lebendig und erlebbar, während wir gemeinsam in eine digitalisierte Zukunft voranschreiten.

Mit dem Beta-Launch ist eine erste Version der Weiterbildungs- und Tool-Plattform offiziell für alle zugänglich. Die TBDK begeistert mit einer Fülle an Funktionen und Kursinhalten, um das eigene Wissen und die Fähigkeiten rund um Daten und künstliche Intelligenz zu erweitern. 

Für die Umsetzung sind die Projektpartner, das Institut für Angewandte Informatik (InfAI) e.V. aus Leipzig und die StackFuel GmbH aus Berlin, zuständig, deren Fokus auf der Entwicklung einer Infrastruktur liegt, die es Nutzer:innen erlaubt, Daten- und Tool-Kompetenzen aufzubauen, um gut vorbereitet in die Zukunft blicken zu können.

>> mehr: Pressemitteilung StackFuel

FU: Open-Access-Tage 2023 „Visionen gestalten“

(nach idw)

Die Freie Universität Berlin ist Gastgeberin der Open-Access-Tage 2023 – der wichtigsten jährlichen Konferenz der Wissenschaftsgemeinschaft im deutschsprachigen Raum zu den Themen Open Access und Open Science. Im Mittelpunkt der Tagung mit dem Titel „Visionen gestalten“ steht der offene und kostenfreie Zugang zu Forschungsergebnissen, wissenschaftlicher Literatur und anderen Materialien im Internet. Organisiert werden die internationalen Open-Access-Tage 2023 gemeinsam von 14 Berliner Universitäten und Hochschulen inklusive der Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Die Koordination übernimmt das Open-Access-Büro Berlin, das an der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin angesiedelt ist.
Die Eröffnung kann am 27. September ab 10.30 Uhr auch per Livestream verfolgt werden ( https://www.cedis.fu-berlin.de/services/medien/av-medien/public/open-access).

>> Mehr zur Konferenz und zum vollständigen Programm: https://open-access-tage.de

Zeitzeugen-Interviews als Forschungsdaten

(nach idw)

Am 25. September 2023 präsentiert die Freie Universität Berlin die Online-Plattform „Oral-History.Digital“ (oh.d). Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Interviewportal gibt Forschenden und historisch Interessierten Zugang zu bisher schwer zugänglichen Zeitzeugen-Interviews aus unterschiedlichen Institutionen und Projekten. „Oral-History.Digital“ umfasst über 2.000 Interviews unter anderem von Verfolgten des Nationalsozialismus, aber auch Berliner Museumsmitarbeiter*innen, Bergarbeitern im Ruhrgebiet, Professor*innen und Punks, DDR-Bausoldaten oder Geflüchteten aus Syrien und der Ukraine. 

Museen, Universitäten und Stiftungen können in dieser Erschließungs-Plattform ihre Audio- und Video-Interviews mit Transkripten und Begleitmaterialien hochladen, mit Werkzeugen für Transkription oder Verschlagwortung bearbeiten und für Bildung und Wissenschaft bereitstellen. Interessierte aus Forschung, Bildung und Öffentlichkeit können die Interviews über Filter- und Volltextsuche sammlungsübergreifend durchsuchen, mit Untertiteln ansehen, annotieren und zitieren.
Sechs Partnerinstitutionen arbeiten in oh.d zusammen. Mit der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin, dem Archiv „Deutsches Gedächtnis“ der FernUniversität Hagen und der Werkstatt der Erinnerung an der Forschungsstelle für Zeitgeschichte Hamburg bringen die größten Oral History-Einrichtungen in Deutschland ihre Sammlungsbestände ein. An der Universität Erlangen wird das Portal für eine Studie zur Migrationsgeschichte erprobt. Das Bayerische Archiv für Sprachsignale an der Universität München bietet Langzeitarchivierung und Spracherkennung, der Lehrstuhl für Medieninformatik der Universität Bamberg unterstützt die Schnittstellen zu Normdaten.

>> mehr: Zeitzeugen-Interviews als Forschungsdaten

ABI-Technikpreis für nachhaltigen Archiv- und Bibliotheksbau

(Quelle: dini.de)

Der Berliner Verlag de Gruyter und die Zeitschrift ABI Technik und verleihen in diesem Jahr zum ersten Mal den „ABI Technik-Preis für nachhaltigen Archiv- und Bibliotheksbau“. Damit sollen vorbildlich gestaltete Bauten mit nachhaltiger Architektur und Gebäudetechnik sowie interessantem und innovativem Innendesign ausgezeichnet werden. Der Preis ist mit 1.000 Euro und einem hochwertigen Buchpaket dotiert. Einreichungen sind bis zum 30.09.2023 möglich.

>> mehr: Orte des Austauschs (degruyter.com)

KOBV Jahresbericht 2021-2022 erschienen

(Quelle: Mail v. Wolfgang Peters-Kottig)

Der KOBV-Jahresbericht 2021-2022 ist jetzt digital erschienen.

Neben Zahlen, Fakten und Updates zu den KOBV-Services finden Sie einen
kurzweiligen Überblick über die Ereignisse der letzten zwei Jahre in der
Bibliotheksregion Berlin-Brandenburg. Auch Neuigkeiten von unseren engen
Kooperationspartnern, dem Friedrich-Althoff-Konsortium und dem
Forschungs- und Kompetenzzentrum Digitalisierung Berlin digiS, fehlen nicht.

Im Special „Veränderung tut gut!“ lesen Sie über Change Management,
Babyboomer, Überraschungen, Diversity und das gefeierte Bibliotheksduo
des Jahres, die TU-Berlin und die UdK. Schließlich wagen wir einen Blick
in die (nahe) Zukunft und sprechen über Künstliche Intelligenz für
Bibliotheken und probieren sie bei der Text- und Bildgenerierung schon
mal ein bisschen aus.

Bericht online: https://doi.org/10.12752/9116

Programm der Open-Access-Tage 2023 „Visionen gestalten“ ist veröffentlicht

(nach idw)
Gemeinsame Konferenz der Berliner Hochschulen findet vom 27. –29. September 2023 an der Freien Universität Berlin statt.
Der offene und kostenfreie Zugang zu Forschungsergebnissen, wissenschaftlicher Literatur und anderen Materialen im Internet steht im Mittelpunkt der Open-Access-Tage, die in diesem Jahr unter dem Motto „Visionen gestalten“ in Berlin stattfinden.
Vor 20 Jahren ist die Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen erschienen. Seitdem ist Open Access immer mehr zu einem integralen Bestandteil wissenschaftlicher Praxis und forschungsunterstützender Arbeit geworden. Damit einher ging die Entstehung neuer Berufsbilder, Technologien, Infrastrukturen und Geschäftsfelder. Der Prozess der Transformation des wissenschaftlichen Publizierens ist aber noch lange nicht abgeschlossen und die Vision eines besseren, effizienteren, gerechteren und inklusiven wissenschaftlichen Publikationswesens immer noch aktuell. Die diesjährige Tagung widmet sich daher dem Motto „Visionen gestalten“.
> mehr: https://open-access-tage.de/open-access-tage-2023-berlin

Anforderungen an die Ausgestaltung eines Forschungsdatengesetzes und eines Dateninstituts

Der Der Rat für Informationsinfrastrukturen (RfII) verfolgt mit großem Interesse die Planungen der Bundesregierung zur Einführung eines Forschungsdatengesetzes und den Aufbau eines Dateninstituts.
Er weist darauf hin, dass das Forschungsdatengesetz und das Dateninstitut in Bezug aufeinander konzipiert werden sollten und auch mit den laufenden Gesetzesvorhaben auf nationaler (z.B. Gesundheitsdatennutzungsgesetz) und europäischer Ebene (v.a. Data Act) abgestimmt werden müssen. Übergreifend warnt er v.a. vor zu enggefassten Regulierungen, auch mit Blick auf sich stetig wandelnde Anforderungen und Bedarfe der Wissenschaft insbesondere hinsichtlich Datenzugang und Datenqualität.

Der RfII greift seine bisherigen Empfehlungen zur Verbesserung des Datenteilens auf und setzt sich für eine Harmonisierung der bislang sehr unterschiedlichen gesetzlichen Ausgestaltungen des Datenzugangs für wissenschaftliche Akteure ein. Des Weiteren weist er auf wichtige Rahmenbedingungen eines gelingenden und wissenschaftskonformen Datenteilens hin, wie etwa die Gewährleistung von Qualitätssicherung und die faire Ausgestaltung von Datenzugängen − z.B. durch den Einsatz von Datentreuhändern. Mit Blick auf einen erfolgreichen Aufbau des Dateninstituts sieht der Rat u.a. die Mitwirkung der Wissenschaft bei der Entwicklung von Aufgabenfeldern und Koordinationsleistungen als notwendig an.

> mehr: https://rfii.de/download/rfii-diskussionsimpuls-forschungsdatengesetz-2023/

Ethikrat veröffentlicht Stellungnahme „Mensch und Maschine – Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz“

Quelle: https://www.ethikrat.org/pressekonferenzen/veroeffentlichung-der-stellungnahme-mensch-und-maschine/

Am 20. März 2023 veröffentlichte der Deutsche Ethikrat seine Stellungnahme „Mensch und Maschine – Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz“, in der er die Auswirkungen digitaler Technologien auf das menschliche Selbstverständnis und Miteinander umfassend untersucht.

KI-Anwendungen können menschliche Intelligenz, Verantwortung und Bewertung nicht ersetzen“, betont Julian Nida-Rümelin, der stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Ethikrates und stellvertretende Sprecher der zuständigen Arbeitsgruppe. Dieser Schluss ergibt sich in der Stellungnahme aus einer Betrachtung zentraler philosophischer und anthropologischer Begriffe, die für das Verhältnis von Mensch und Maschine bedeutsam sind: Intelligenz, Vernunft, Handlung und Verantwortung.
Für die ethische Bewertung von KI ist das von Bedeutung, denn es genügt nicht, nur die Technologien zu verstehen. Auch die komplexen Wechselwirkungen zwischen Mensch und Technik sowie gesellschaftliche Effekte müssen beachtet werden. Deshalb lautet für den Ethikrat die zentrale Schlüsselfrage
für die ethische Beurteilung: Werden menschliche Autorschaft und die Bedingungen für verantwortliches Handeln durch den Einsatz von KI erweitert oder vermindert?
Mit dieser Frage setzt sich der Deutsche Ethikrat in seiner Stellungnahme exemplarisch in vier Anwendungsbereichen auseinander – Medizin, schulische Bildung, öffentliche Kommunikation und Meinungsbildung sowie öffentliche Verwaltung. Dabei zeigt sich, dass die Beurteilung von KI immer kontext-, anwendungs- und personenspezifisch erfolgen muss. „Wenn menschliche Tätigkeiten an Maschinen delegiert werden, kann dies für verschiedene Personengruppen, Akteure und Betroffene ganz unterschiedliche Auswirkungen haben“, sagt Judith Simon, die Sprecherin der Arbeitsgruppe. „Daher ist es
wichtig, genau hinzuschauen, für wen dies mit erweiterten Handlungsspielräumen verbunden ist und wessen Handlungsmöglichkeiten eher vermindert werden.“

Die komplette Stellungnahme ist unter https://www.ethikrat.org/fileadmin/Publikationen/
Stellungnahmen/deutsch/stellungnahme-mensch-und-maschine.pdf
auf der Website des Deutschen Ethikrates abrufbar.

Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF unterzeichnet Berliner Erklärung

Die Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF bekennt sich mit der Unterzeichnung der Berliner Erklärung über den offenen Zugang und der San Francisco Declaration on Research Assessment (DORA) zu Open Access.

Durch die Unterschrift verpflichten sich die einzige Filmuniversität Deutschlands, Wissenschaftler*innen bei der Publikation in Open Access zu unterstützen und Open-Access-Publikationen bei der Beurteilung wissenschaftlicher Leistungen besonders zu würdigen. Damit wird die Hochschule auch der Open-Access-Strategie des Landes Brandenburg gerecht, die die Hochschulen darin bestärkt, sich Hinblick auf Open Access klar zu positionieren.

https://www.filmuniversitaet.de/artikel/detail/open-access-1

Martin Lee neuer Direktor der UB der HUB

Seit 1. November hat die UB einen neuen Direktor. Martin Lee kommt von der UB der Freien Universität, wo er zuletzt als stellvertretender Bibliotheksdirektor und Leiter der Abteilung „Dienste für Forschung“ tätig war. Thematisch befasste er sich dort unter anderem mit Wissenschaftlichem Publizieren, Open Science/Open Access, Forschungsdatenmanagement, Digital Humanities, Forschungsinfrastrukturen und Organisationsentwicklung.
Als Historiker und Projektleiter hat sich Martin Lee auch im Bereich der Digitalen Geisteswissenschaften verdient gemacht. So hat er neben vielen anderen beispielsweise das Projekt Zwangsarbeit 1939-1945 und das Projekt 1914-1918 online geleitet.
>>mehr: https://www.hu-berlin.de/de/pr/nachrichten/november-2022/nr-221129

Dr. Heinz Pampel neuer Professor und Inhaber des Lehrstuhls Information Management

Dr. Heinz Pampel übernimmt die vom Einstein Centre Digital Future (ECDF)
geförderte Professur. Er ist seit über 15 Jahren in der
informationswissenschaftlichen Fachcommunity tätig und als Experte für
Open Science und Open Access vielen sicherlich aus seiner Arbeit als
stellvertretende Leitung der Helmholtz Open Science Office oder im Zuge
seiner vielen Gremientätigkeiten bekannt. Seine langjährigen Tätigkeiten
in den Bereichen Wissenschaftspolitik, Informationsinfrastruktur und
digitale Wissenschaftskommunikation bereichern den Lehrstuhl Information
Management am IBI sowohl in Forschung und Lehre, als auch im Transfer in
die Infrastrukturen nachhaltig.
>> mehr: Institut für Bibliotheks- und Informations­wissen­schaft (https://www.ibi.hu-berlin.de/de)

Initiative Fortbildung mit der Karl Preusker Medaille ausgezeichnet

Die Initiative Fortbildung für wissenschaftliche Spezialbibliotheken und
verwandte Einrichtungen e.V. ist am 18. November d.J. in der
Staatsbibliothek zu Berlin mit der Karl-Preusker-Medaille ausgezeichnet
worden.

Seit ihrer Gründung 2001 hat die Initiative Fortbildung mehr als 200 Fort­bildungsveranstaltungen für über 6.000 Teilnehmende aus wissenschaft­lichen und öffentlichen Bibliotheken durchgeführt. In ihrer Begründung hebt die Jury die hohe Qualität und thematische Vielfalt der Veranstaltun­gen hervor, die nicht auf spezifische Fragestellungen der Spezialbiblio­theken beschränkt ist, sondern die gesamte Bandbreite des Bibliotheks­wesens abdeckt.

Die Initiative greife dabei stets aktuelle bibliothekarische und gesell­schaftliche Entwicklungen auf und lanciere häufig neue, zukunftswei­sende Themen. Es gelinge ihr auch immer wieder, sehr renommierte Referentinnen und Referenten aus dem In- und Ausland zu verpflichten.
>> mehr: https://bideutschland.de/initiative-fortbildung-erhaelt-karl-preusker-medaille-2022-2/

UB der TUB: Preisverleihung zur Bibliothek des Jahres 2022

(Quelle: Pressemitteilung der TUB)

Am 24. Oktober 2022 wurden die Universitätsbibliotheken der Technischen Universität Berlin (TU Berlin) und der Universität der Künste Berlin (UdK Berlin) feierlich zur „Bibliothek des Jahres 2022“ gekürt. Die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde vom Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv) und der Deutschen Telekom Stiftung vergeben. Sie soll das Image der Bibliotheken in der digitalen Welt stärken.

Die Preisurkunde wurde beim Festakt im gemeinsamen Bibliotheksgebäude in Berlin-Charlottenburg von Volker Heller, dem Bundesvorsitzenden des Deutschen Bibliotheksverbandes, und Dr. Thomas de Maizière, dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Telekom Stiftung, verliehen. Die Laudatio hielten in einem gemeinsamen Gespräch mit der Moderatorin Ninia LaGrande, der Vizepräsident für Forschung und Berufung der TU Berlin Prof. Dr. Stephan Völker und der Präsident der UdK Berlin Prof. Dr. Norbert Palz. Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung von der UdK-Soundkünstlerin Diane Barbé.

Andrea Zeyns, Direktorin der UdK-Bibliothek, und Jürgen Christof, Direktor der TU-Bibliothek, nahmen den Preis gemeinschaftlich entgegen: „Die Auszeichnung verdeutlicht, wie gemeinsame Infrastruktur, Ideen und Ressourcen zum Erfolg führen. Sie bestärkt uns, unsere Zusammenarbeit weiter auszubauen, insbesondere unsere innovativen digitalen Angebote“.

>> Pressemitteilung des dbv und der Deutschen Telekom Stiftung vom 24. Oktober 2022

Berliner Hochschulen übertreffen Zielmarke bei Open-Access-Publikationen

Der Anteil der über das Internet frei zugänglichen Artikel in Fachzeitschriften von Berliner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ist weiter deutlich angestiegen. Wie das Open-Access-Büro Berlin in Zusammenarbeit mit mehreren Berliner Hochschulbibliotheken ermittelte, waren im Jahr 2020 insgesamt 63,6 Prozent der von Forschenden an Universitäten und Fachhochschulen des Landes Berlin veröffentlichten Artikel nach den Prinzipien von Open Access verfügbar. Damit wurde die durch die Berliner Open-Access-Strategie angestrebte Zielmarke von 60 Prozent übertroffen. Anlässlich der International Open Access Week vom 24. Oktober bis zum 30. Oktober 2022 wurde von den beteiligten Berliner Einrichtungen ein umfassender Abschlussbericht vorgelegt. Die Zahlen beziehen sich auf das vorletzte Jahr, weil die Quote der Open-Access-Veröffentlichungen aufgrund der Verfügbarkeit der Publikationszahlen in den konsultierten Datenbanken nur mit einem zeitlichen Verzug ermittelt werden kann.

>>Vollständiger Bericht:  https://doi.org/10.14279/depositonce-15778

RatSWD: Was ein Dateninstitut aus Sicht der Wissenschaft leisten sollte

(nach idw)

Der RatSWD begrüßt das Vorhaben der Bundesregierung, ein Dateninstitut zu schaffen, um so die Dateninfrastruktur in Deutschland zu stärken. Denn Daten und der Zugang zu Daten sind wichtig für Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Die Pläne der Ampel-Koalition bedürfen aus Sicht des RatSWD jedoch der Konkretisierung und die Wissenschaft muss dabei eine zentrale Rolle spielen.

Der RatSWD hat in den vergangenen 20 Jahren den Datenzugang für die Wissenschaft erfolgreich vorangetrieben, etwa durch die Einrichtung von vernetzten Forschungsdatenzentren (FDZ) und die Arbeit in der NFDI. Das Dateninstitut sollte diese Entwicklungen konsequent im Rahmen der Digitalstrategie der Bundesregierung fortführen. Noch offene Fragen des Datenzugangs für die wissenschaftliche Forschung müssen dabei systematisch behandelt werden.

Aus der Perspektive der Wissenschaft sind zwei Aspekte zentral: zum einen soll das Dateninstitut die Interessen der Wissenschaft unterstützen, denn die Wissenschaft ist der Kern einer wissensbasierten Gesellschaft. Hindernisse für eine wissenschaftliche Nutzung von Daten müssen beseitigt werden – unter Einhalt der Anforderungen des Datenschutzes und unter Berücksichtigung legitimer Interessen und Rechten an Daten. Zweitens soll das Dateninstitut ein zentraler Knotenpunkt im Datenökosystem Deutschlands werden. Es soll als technische Plattform Daten aus unterschiedlichen Quellen verknüpfen und bereitstellen und somit auch als Datentreuhänder fungieren. Der RatSWD bietet an, seine Expertise künftig auch strukturell einzubringen, etwa in einem Beirat des Dateninstituts.

>> mehr: https://www.konsortswd.de/aktuelles/pressemitteilungen/was-ein-dateninstitut-aus-sicht-der-wissenschaft-leisten-sollte/

Verabschiedung der Forschungsdatenstrategie für Brandenburg

(nach idw)

Die gemeinsame Forschungsdatenstrategie für das Land Brandenburg wurde am 18. Juli durch das MWFK (Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg) und die BLHP (Brandenburgische Landeskonferenz der Hochschulpräsident*innen) verabschiedet. Die Strategie unterstützt das Ziel, ein institutionalisiertes und nachhaltiges Forschungsdatenmanagement (FDM) an den brandenburgischen Hochschulen zu etablieren.

>> mehr: Forschungsdatenstrategie | Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (brandenburg.de)

publish.UP Handlungs- und Implementierungsempfehlungen zum Forschungsdatenmanagement in Brandenburg (uni-potsdam.de)

Bibliotheken der TU und der UdK als „Bibliothek des Jahres 2022“ ausgezeichnet

(Quelle: Berliner Zeitung, 20.7.2022)

Die Universitätsbibliotheken der Technischen Universität Berlin und der
Universität der Künste Berlin werden gemeinsam „Bibliothek des Jahres“ 2022.

Der mit 20.000 Euro dotierte nationale Bibliothekspreis wird vom Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv) und der Deutsche Telekom Stiftung verliehen.
Die Universitätsbibliotheken, die sich unter anderem ein Gebäude teilen und sich gemeinsam für den Preis beworben haben, erhalten die Auszeichnung für ihr vorbildliches Engagement in den Bereichen digitale Services und Openness sowie für ihre strukturellen Veränderungen bei der Personal- und Organisationsentwicklung. Die Förderung der digitalen Medien- und Informationskompetenz sowie ihre Publikationsdienstleistungen setzen die Bibliotheken in kreativen Formaten um, die sie über verschiedene Kanäle nutzerorientiert kommunizieren.
Zu ihren digitalen Angeboten gehören die „Teaching Library“ mit verschiedenen Lern-Apps, digitale Infotage und Hausrundgänge, regelmäßige „Coffee Lectures“ sowie eTutorials, die Studierenden und weiteren Zielgruppen die Nutzung der Bibliotheksdienstleistungen von zu Hause aus erleichtern sollen.
Zudem leisten sie in den Bereichen Forschungsdatenmanagement und Open Access in den von ihnen vertretenen Wissenschaften und Künsten Pionierarbeit und ermöglichen mit Open-Source-Softwarelösungen für digitalisierte Printbestände und „born digital“-Dokumenten eine nachhaltige Infrastruktur.
Der Preis wird am 24.Oktober, dem bundesweiten Tag der Bibliotheken, verliehen.

>> mehr: 20220719_Bekanntgabe Bibliotheken des Jahres 2022_final.pdf
https://www.tu.berlin/ueber-die-tu-berlin/profil/pressemitteilungen-nachrichten/bibliothek-des-jahres-2022

Historische Handschiften: Nachlass von Christian und Gotthold digital zugänglich und beschrieben

(nach idw)

Mit dem digitalisierten Nachlass von Christian und Gotthold Schwela / Kito und Bogumił Šwjela ist nun ein bedeutender Bestand des sorbischen Kulturerbes online zugänglich, im sorabistischen Wissensportal des Sorbischen Instituts SORABICON ebenso wie im überregionalen Kalliope-Verbund für Nachlässe und Autographen. Die Präsentation aller Dokumente mit Bild, Metadaten und zusätzlichen Informationen ist das Ergebnis eines kürzlich abgeschlossenen Digitalisierungsprojekts am Sorbischen Kulturarchiv, gefördert durch die DFG.
Der Nachlass enthält zumeist handschriftliche Dokumentensammlungen zur staatlichen und kirchlichen Politik gegenüber den Sorben, zur Selbstorganisation sorbischen Kulturlebens, sprachhistorische Sammlungen zu Flurnamen, Familien- und Ortsnamen, Grammatik, eine Wörterbuchsammlung sowie eine ethnologisch-sprachliche Sammlung zu allen Facetten der niedersorbischen Volkskultur. Die Digitalisierung und Erschließung dient einerseits der Dokumentation der akut gefährdeten niedersorbischen Sprache und baut andererseits die sprachliche Barriere für die Benutzung des Materials durch nicht-sprachkundige kulturwissenschaftlich orientierte Forschende oder für die historische Minderheitenforschung in Deutschland ab.

>> mehr: Serbski institut / Sorbisches Institut – DFG-Projekt „Archivische Findmittel und Quellen: Digitalisierung und Tiefenerschließung des Nachlasses von Gotthold Schwela“ (serbski-institut.de)

Projekt zur Archiv-Digitalisierung sucht Berliner, die ihr Wissen über Bauten teilen

(nach idw)
Die Wissenschaftlichen Sammlungen zur Bau- und Planungsgeschichte der DDR am Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) in Erkner sind ein kleines, in ihren Beständen jedoch stetig wachsendes Spezialarchiv, das Bau- und Planungsdokumente überwiegend aus der DDR, zum Teil aber auch aus Westdeutschland und dem wiedervereinigten Deutschland sammelt. Für eine vollständige Digitalisierung, Erschließung und Nutzbarmachung dieser Bestände für die breite Öffentlichkeit fehlen den Sammlungen jedoch die personellen und finanziellen Mittel. Damit stehen sie exemplarisch für unzählige kleine, spezialisierte Archive, die zwar einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung des kulturellen Gedächtnisses leisten, häufig aber auf nur geringe oder unregelmäßige finanzielle Mittel zurückgreifen können. So bleiben viele kulturelle und historische Schätze zwangsläufig ungehoben und unzugänglich für Bildung, Forschung und Öffentlichkeit.

Unter der Leitung von Dr. Rita Gudermann wird nun im Rahmen des Projekts „CitizenArchives“ eine Wissens- und Kommunikationsplattform entwickelt, mit deren Hilfe sich interessierte und fachkundige Bürger*innen und Forschende von außen an der Erschließung von Sammlungsbeständen beteiligen können. Auf diese Weise sollen das Wissen und Engagement interessierter und fachkundiger Personen nutzbar gemacht und bisher unzugängliches Archivmaterial schon in der frühen Phase der Erschließung öffentlich zugänglich gemacht werden.

Auf der diesjährigen Langen Nacht der Wissenschaften am Samstag dem 2. Juli ab 17 Uhr präsentieren sich die Sammlungen im Atrium des Hauses der Leibniz-Gemeinschaft in der Chausseestraße in Berlin-Mitte.

>> mehr: https://leibniz-irs.de/aktuelles/meldungen/06-1/grosswohnsiedlungen-gestern-heute-und-morgen

Publikationsfonds für Open-Access-Monografien des Landes Brandenburg

Das Land Brandenburg hat jetzt einen Monografienfonds für seine acht Hochschulen eingerichtet und ihn für die Jahre 2021 bis 2023 mit jährlich 100.000 Euro ausgestattet. Die Förderkriterien wurden von der Arbeitsgruppe OA-Monografien-Publikationsfonds Brandenburg, in der Vertreter der Hochschulen gemeinsam mit der Vernetzungs- und Kompetenzstelle Open Access Brandenburg arbeiten, entwickelt.
Bereits 2015 wurde an der Universität Potsdam ein DFG-geförderter Publikationsfonds eingerichtet, der bis heute Zuwächse aufweist. Allerdings fördert der Publikationsfonds nur Artikel, keine Monografien, die in einigen Disziplinen tonangebend sind. Mit dem neuen Monografienfons wird die bisher bestehende Finanzierungslücke nun geschlossen.
>> mehr: Neues aus der UP – Universität Potsdam (uni-potsdam.de)

Ein Blick in die Schatzkammern der deutschen Herbarien: www.herbarium.gbif.de geht online

(nach idw)

Mit rund 23 Millionen getrockneten Pflanzen, Pilzen und Algen in über 70 Herbarien verfügt Deutschland über den weltweit drittgrößten Bestand. Das Onlineportal https://herbarium.gbif.de zeigt nun mit einer Million digital vernetzten Belegen, welches Wissen in ihnen schlummert. Die Schätze von 22 bedeutenden deutschen Herbarien können hier erstmals als Gesamtschau eingesehen werden. Kuratiert wird das Virtuelle Herbarium Deutschland vom Botanischen Garten Berlin der Freien Universität Berlin, der gemeinsam mit der internationalen Open Data-Plattform Global Biodiversity Information Facility (GBIF) auch die Software hinter dem Portal entwickelt hat.

Auf www.herbarium.gbif.de können Botanik-Interessierte neben den hochaufgelösten Fotografien von 300.000 historischen Belegen – unter ihnen Originalbelege von Alexander von Humboldt oder Carl Ludwig Willdenow – auch die genauen Fundorte auf einer digitalen Weltkarte entdecken. Das Portal bietet Hobby-Botanikerinnen und Pflanzenliebhabern ebenso wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern erstmals einen anschaulichen Schnelleinstieg in die digitalisierten Belege der deutschen Herbarien. Neben seltenen Typus-Exemplaren (erstmalig botanisch beschriebene Arten) finden sich auch Belege zu Pflanzen, die heute gefährdet oder vom Aussterben bedroht sind: so eine Form des Königsfarns (Osmunda regalis f. crispa Willd), die Humboldt in der Nähe des Humboldt-Schlösschens in Berlin gesammelt hat. Das Virtuelle Herbarium Deutschland präsentiert bisher über zwanzig Sammlungen von Universitäten, Museen und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen – zu den teilnehmenden Partnern gehören unter anderem das Herbarium Senckenbergianum Frankfurt/Main und das Herbarium Haussknecht der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

s.a. Pressefotos | Botanischer Garten Berlin

Berliner Staatsbibliothek jetzt auch sonntags geöffnet

Quelle: https://blog.sbb.berlin/pm_sonntagsoeffnung/

Am 15. Mai 2022 öffnet die Berliner Staatsbibliothek ihre beiden großen Standorte Unter den Linden 8 und Potsdamer Straße 33 erstmals auch sonntags.

Dazu erklärt Achim Bonte, Generaldirektor der Staatsbibliothek: „Es war seit meinem Amtsantritt im September letzten Jahres eines meiner Herzensanliegen, diese großartige Bibliothek so rasch wie möglich auch regelmäßig sonntags zugänglich zu machen. Ich betrachte es als unsere Pflicht, die Öffentlichkeit von den von ihr finanzierten Gütern maximal profitieren zu lassen. Zudem halte ich in einer „Bildungsrepublik“ Deutschland den Bibliotheksbesuch auch am Sonntag für eine höchst sinnvolle Freizeitbeschäftigung.“

Die beiden Häuser sind mit den Allgemeinen Lesesälen und den Freihandbeständen von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Die Nutzung ist kostenfrei möglich. Eine vorherige Registrierung wird empfohlen, um die Angebote der Staatsbibliothek in vollem Umfang nutzen zu können.

Weiter Achim Bonte: „In zentraler Lage Berlins werden alle Interessierten das in den Museen Gesehene vertiefen, ihre Wochenlektüre fortsetzen oder einfach einmal schlicht einen Ort aufsuchen können, an dem man noch unbekannte Wissenswelten entdeckt. Nicht zuletzt in Zusammenarbeit mit Partnereinrichtungen aus Kultur und Wissenschaft soll der Leistungsumfang am Sonntag schrittweise ausgebaut werden. Das Haus Unter den Linden 8 ist Teil der Kultur- und Wissenschaftsmeile, die sich vom Berliner Dom über die Museumsinsel, das Deutsche Historische Museum, die Staatsoper und die Humboldt-Universität erstreckt. Das Haus Potsdamer Straße 33 ist Bestandteil des Kulturforums mit Philharmonie, Gemäldegalerie, Neuer Nationalgalerie und anderen Museen.

Die digitale Transformation des Handschriftenerbes geht weiter

(nach  idw)

Seit 2019 bauen die Staatsbibliotheken in Berlin und München, die Universitätsbibliothek Leipzig und die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel mit Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ein bundesweites Webportal auf, das Informationen zu Handschriften des Mittelalters und der Neuzeit in deutschen Sammlungen zentral bündelt. Nun hat die DFG fast 5 Millionen Euro für die dreijährige Weiterführung dieses innovativen Vorhabens bewilligt. Neu in der Projektgruppe ist das Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin, dessen Begleitung eine optimale Usability des neuentwickelten Portals gewährleistet.

Das Handschriftenportal öffnet mittels modernster Suchmaschinen- und Präsentationstechnologie den Weg zu wissenschaftlichen Erschließungsdaten und digitalen Reproduktionen der unikalen handschriftlichen Kulturzeugnisse Deutschlands. Forscher:innen und interessierte Öffentlichkeit können weltweit ungehindert die kostbaren Manuskripte vergangener Epochen betrachten und den aktuellen Kenntnisstand zu diesen einmaligen Buchobjekten recherchieren. Mit Forschungsdaten zu bereits mehr als 70.000 Handschriften ist das Portal der führende Anbieter im internationalen Vergleich.

Im Sommer 2022 wird das Portal mit den grundlegenden Funktionen von Datenhaltung und -eingabe, Datenverbesserung und Online-Präsentation zum Abschluss der 1. Projektphase live gehen. In der nun bewilligten 2. Förderphase kann sich das innovative Potenzial des Systems breit entfalten. So werden interaktive Elemente es Fachleuten künftig ermöglichen, das digitale Wissen über die historischen Handschriften anzureichern und kooperativ zu bearbeiten. Eine konsequente Nutzung verlinkter Normdaten wird nicht nur neue Suchperspektiven auf das Datenmaterial, sondern auch Nutzungsszenarien für die Digital Humanities eröffnen. Durch die Integration von Informationen aus anderen Portalen des deutschen Sprachraums und mit Beratungs- und Hostingservices für Handschriftensammlungen wird die Rolle des Handschriftenportals als wichtiger Baustein in der digitalen Forschungsinfrastruktur gestärkt.

Das Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft unterstützt die Entwicklung des Portals durch die systematische Einbeziehung von Aspekten der Usability und User Experience. Projektziel ist die intuitive und zufriedenstellende Bedienbarkeit des Portals für Forschende und Personen der interessierten Öffentlichkeit mit sehr unterschiedlichen Bedürfnissen.

Onlineportal „Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten“ gestartet

Quelle: Aktuelle Pressemitteilung & Materialien – Deutsche Digitale Bibliothek (deutsche-digitale-bibliothek.de)

Die Deutsche Digitale Bibliothek hat am 30.11.2021 das Onlineportal „Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten“ unter der Domain ccc.deutsche-digitale-bibliothek.de freigeschaltet. Damit ist Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten von 25 Piloteinrichtungen innerhalb der Deutschen Digitalen Bibliothek online verfügbar. Zunächst als Prototyp entwickelt, soll das Portal künftig zu einer umfassenden zentralen Veröffentlichungsplattform für Informationen über Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten in deutschen Kultur- und Wissenseinrichtungen ausgebaut werden.

Zum Start steht das Portal in deutscher und englischer Sprache mit Informationen zu rund 8.000 Nachweisen zu Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten zur Verfügung, wobei Beschreibungen in der Regel zunächst nur auf Deutsch vorliegen. In einem nächsten Schritt werden relevante Daten, die bereits jetzt in der Deutschen Digitalen Bibliothek enthalten sind, als „Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten“ gekennzeichnet, damit sie künftig ebenfalls im Portal auffindbar sind. Perspektivisch soll das Portal in weiteren Sprachen angeboten sowie mit Daten von weiteren Kultur- und Wissenseinrichtungen bereitgestellt werden.

Die Entwicklung des neuen Portals geht auf die von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden im Oktober 2020 vereinbarte „3 Wege-Strategie zur Erfassung und digitalen Veröffentlichung von Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten in Deutschland“ zurück. Ziel der „3 Wege-Strategie“ ist es, im Hinblick auf Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten größtmögliche Transparenz herzustellen. Die Aufbauphase des heute gestarteten Portals wird von der Bundesregierung aus dem Etat für Kultur und Medien finanziert

Die Deutsche Physikalische Gesellschaft veröffentlicht Positionspapier zur Zukunft des wissenschaftlichen Publikationswesens

Quelle: 2021 — DPG (dpg-physik.de)

Aus Sicht praktizierender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bezieht die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) Stellung zu den Rahmenbedingungen für ein wissenschaftliches Publikationswesen, um den Anliegen ihrer Mitglieder Gehör zu verschaffen. Kurz und bündig werden zentrale Themengebiete behandelt: die allgemeine Zugänglichkeit, die Kosten- und Datentransparenz im Publikationswesen, das Absenken der Eintrittsschwelle für Innovationen und neue Marktteilnehmer sowie die Rolle der wissenschaftlichen Gemeinschaft bei der Zukunftsgestaltung.

Die DPG vertritt das Ziel, innovative und qualitätssichernde Publikationsmodelle zu fördern. Dies ist im gegenwärtigen Transformationsprozess zur allgemeinen Verfügbarkeit von Forschungsergebnissen (Stichwort: Open Access) umso dringlicher, damit die damit einhergehenden neuen Strukturen wissenschaftsorientiert, zukunftsfähig und – nicht zuletzt aus Sicht der Geldgeber – effizient sind.

Dabei sollen die Entscheidungskompetenz und Verantwortung wieder stärker von der wissenschaftlichen Gemeinschaft übernommen werden. Ziel von Reformen muss sein, die Stellung publizierender Forscherinnen und Forschern gegenüber den Verlagen zu stärken. Gleichzeitig erfordert solch ein Wandel auch den Verzicht auf unmittelbare Kenngrössen und Reputationskriterien, wie z. B. des Journal Impact Factors, bei Berufungs- und Evaluationsverfahren. Dies wiederum verlangt von allen Beteiligten, den erforderlichen Aufwand für eine inhaltliche Qualitätsbewertung zu übernehmen.

>> Positionspapier

Die Deutsche Digitale Bibliothek startet das Deutsche Zeitungsportal mit zentralem Zugang zu historischen Zeitungen von 1671 bis 1950

Quelle: Die Deutsche Digitale Bibliothek startet das Deutsche Zeitungsportal mit zentralem Zugang zu historischen Zeitungen von 1671 bis 1950  – Deutsche Digitale Bibliothek (deutsche-digitale-bibliothek.de)

Die Deutsche Digitale Bibliothek schaltet mit dem Deutschen Zeitungsportal einen zentralen Zugang zu digitalisierten historischen Zeitungen aus deutschen Kultur- und Wissenseinrichtungen frei: es führt digitale Zeitungsbestände gebündelt zusammen, macht sie online sichtbar und kostenfrei zugänglich.

Nutzer*innen können Zeitungen über Titel, Verbreitungsort oder Erscheinungsdatum finden und nach verschiedenen Kriterien sortieren. Ein Kalender zeigt an, wann welche Zeitung erschienen ist. Mit beliebigen Stichwörtern kann nach Zeitungen oder in Zeitungen, einzelnen Ausgaben oder Seiten gesucht, die Suchergebnisse nach Erscheinungszeitraum oder Ort, Sprache oder Bibliothek gefiltert werden. Während die stufenlos vergrößerbare Originalabbildung angezeigt wird, ist eine Recherche im Text möglich. Ganze Ausgaben oder einzelne Seiten sind überdies als Download verfügbar. Über eine öffentliche Programmierschnittstelle (API) kann auf Bilder, Volltexte und Metadaten zugegriffen werden. Alle Zeitungsausgaben sind mit einer Lizenz oder einem Rechtehinweis versehen, so dass Nutzer*innen jederzeit wissen, wie die Zeitungen verwendet werden dürfen.

Das Deutsche Zeitungsportal startet mit 247 Zeitungen aus neun Bibliotheken, die einen Zeitraum von fast drei Jahrhunderten umfassen und zu einem Anteil von 84% über eine Volltexterschließung verfügen. Die älteste Zeitung „Il corriere ordinario“ ist 1671 erschienen, die jüngste, die „Badische Neuesten Nachrichten“, am 30. Dezember 1950.

Das Angebot wird fortlaufend ausgebaut, so dass die Anzahl der Zeitungen stetig wächst. Langfristig soll das Deutsche Zeitungsportal alle digitalisierten historischen Zeitungen zugänglich machen, die in deutschen Kultur- und Wissenseinrichtungen aufbewahrt werden.

Das Deutsche Zeitungsportal ist ein Sub-Portal der Deutschen Digitalen Bibliothek und führt wie sie digitale Sammlungen – in diesem Fall historische Zeitungen – aus unterschiedlichen Einrichtungen auf einem Portal zusammen.

Das Zeitungsportal ist ohne Registrierung kostenfrei nutzbar. Kultur- und Wissenseinrichtungen, die sich mit ihren Zeitungsbeständen beteiligen möchten, sind sehr willkommen.

Das Deutsche Zeitungsportal wird von vier Projektpartnern aufgebaut: der Deutschen Nationalbibliothek (Projektleitung), der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB), der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz und dem FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur. Der Aufbau des Deutschen Zeitungsportals wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sowie den vier Projektpartnern finanziert. Nach Freischaltung werden in einer Ausbauphase Inhalte und Funktionen optimiert und ausgebaut.

 

 

 

Erste virtuelle Open Access Week in Berlin und Brandenburg

Quelle: Quo vadis offene Wissenschaft. Eine Virtuelle Open-Access-Woche für Berlin-Brandenburg – Open Access Blog Berlin (fu-berlin.de)

Open Access ist seit vielen Jahren eine Herzensangelegenheit der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg und bestimmt den Diskurs über Einzeldisziplinen hinaus. Beide Bundesländer setzen sich seit Jahren durch die Schaffung von strategischen Rahmenbedingungen und die zusätzliche Finanzierung dafür notwendiger Ressourcen aktiv für die Open-Access-Transformation ein.

Gerade vor dem Hintergrund der tiefgreifenden Veränderungen des wissenschaftlichen Publikationswesens durch das „Projekt DEAL“ scheint die Zeit reif für eine erste Bilanz und für Reflexionen darüber, was man mit welchem Weg erreicht hat und was man in Zukunft erreichen will. Ebenfalls steht die Frage im Raum, wie sich das Geschäftsfeld und die entsprechenden Arbeitsprozesse der Informationseinrichtungen nicht nur im Zuge der Digitalisierung, sondern insbesondere durch die Open-Access-Transformation und Open Science verändern werden.

Einige dieser Fragen will die erste virtuelle Open Access Week in Berlin und Brandenburg – fünf Veranstaltungen in verschiedenen Formaten an je einem anderen Werktag zwischen November 2021 und März 2022 – aufwerfen und zumindest ansatzweise zu beantworten versuchen. Das Programm will damit Denkanstöße geben und Möglichkeiten des Austausches eröffnen.

Programm: https://blogs.fu-berlin.de/open-access-berlin/2021/09/09/quo-vadis-offene-wissenschaft-eine-virtuelle-open-access-woche-fuer-berlin-brandenburg/

Alle Veranstaltungen finden online statt. Für eine Teilnahme können Sie sich direkt im Webex anmelden, sobald der jeweilige Link zur Veranstaltung freigeschaltet ist. Die Veranstaltungen werden zudem aufgezeichnet und nachnutzbar zur Verfügung gestellt.

Open-Access-Anteil bei Zeitschriften an den Berliner Hochschulen steigt weiter deutlich an

Quelle: Pressemitteilung der FU, Nr. 167/2021

Der Anteil der über das Internet frei zugänglichen Artikel in Fachzeitschriften von Berliner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ist weiter deutlich angestiegen. Wie das Open-Access-Büro Berlin in Zusammenarbeit mit einem Team von Mitarbeitenden verschiedener Hochschulbibliotheken ermittelte, sind rund 51,6 Prozent der von Forscherinnen und Forschern an Universitäten und Fachhochschulen des Landes Berlin im Erhebungszeitraum 2019 veröffentlichten Artikel im Sinne von Open Access verfügbar. Der Anteil der offen zugänglichen Artikel ist damit nochmals deutlich um mehr als zehn Prozentpunkte gegenüber dem Jahr 2018 angestiegen (41,5 Prozent). 24 Prozentpunkte entfallen auf Publikationen, die in Open-Access-Zeitschriften erschienen sind („Goldener Weg“), bei 17,1 Prozent handelt es sich um eine Parallelveröffentlichung im Open Access („Grüner Weg“). 10,5 Prozent der Artikel wurde als Open-Access-Version in sogenannten Closed-Access-Zeitschriften veröffentlicht (hybrider Weg); dabei handelt es sich um subskriptionsbasierte Zeitschriften, die einzelne Artikel gegen Zahlung einer Gebühr Open Access verfügbar machen.

>> mehr: https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2021/fup_21_167-open-access-bueros/index.html

Neue DIN-Norm für Anforderungen an Messverfahren in Archiven, Bibliotheken und Museen

Quelle: dbv-Newsletter Nr. 203 2021, https://bibliotheksportal.de/2021/06/18/

Zum Ausgabedatum Juli 2021 ist der neue Norm-Entwurf „E DIN 31640 – Digital Audience Measurement in Archiven, Bibliotheken und Museen – Anforderungen an Messverfahren“ erschienen.

Dieses Dokument legt Anforderungen an die Vergleichbarkeit von Messergebnissen im Bereich der Online-Nutzung von digitalen Angeboten und Dienstleistungen von Informationseinrichtungen wie Archive, Bibliotheken und Museen fest. Es werden Festlegungen zu Umfang, Inhalt, Durchführung, Qualität, Vergleichbarkeit und zur Dokumentation der Messergebnisse getroffen.

An der Erarbeitung beteiligt waren Expert*innen sowohl aus dem Bibliotheksbereich, als auch aus den Bereichen Archive, Museen sowie Dienstleister zur Nutzungsmessung.

Der Entwurf ist bei DIN nach Registrierung auf dem Norm-Entwurfs-Portal frei einsehbar und kann bis 04. Oktober 2021 öffentlich kommentiert werden.

 

TU Berlin unterzeichnet San Francisco Declaration on Research Assessment

(nach idw)

Mit der Unterzeichnung der San Francisco Declaration on Research Assessment (DORA) am 14. Juli 2021 schließt sich die Technische Universität (TU) Berlin einer internationalen Bewegung von Forscher*innen und Institutionen an, die sich für mehr Gleichberechtigung und Transparenz bei der Evaluation wissenschaftlicher Forschungsergebnisse einsetzt. Stand Mitte Juli 2021 haben weltweit 2.251 Organisationen und 17.721 Personen die Erklärung unterzeichnet, darunter die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG).

Dem Journal Impact Factor (JIF) kommt bei der Bewertung wissenschaftlicher Qualität ein zu großes Gewicht zu. Der JIF wurde entwickelt, um die Relevanz einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift in einem bestimmten Themengebiet zu indizieren. Für Aussagen über die Qualität der einzelnen Fachartikel sollte der JIF jedoch nicht herangezogen werden. Das würde zu einer Überbewertung dieses Indikators führen, so dass Forscher*innen die Publikation in Journals mit einem hohen JIF (also Zeitschriften mit durchschnittlich hohen Zitationszahlen) anstrebten. Andere Faktoren, ob der Artikel fei zugänglich, also Open Access, publiziert wird oder ergänzende Forschungsdaten veröffentlicht werden, würden vernachlässigt werden. Das würde die Entwicklung von frei zugänglicher Open Science hemmen.

Dass die Wissenschaft selbst wieder stärker an kooperativen, statt kompetitiven Prozessen ausgerichtet werden muss, hat unter anderem die Europäische Kommission in ihrem Dokument „Evaluation of Research Careers fully acknowledging Open Science Practices“ betont. Auch im Kontext der Berlin University Alliance wird insbesondere unter dem Fokus „Advancing Research Quality and Value“ zur Entwicklung neuer Bewertungsverfahren geforscht.

>> mehr: https://www.tu.berlin/ueber-die-tu-berlin/profil/pressemitteilungen-nachrichten/2021/august/tu-berlin-unterzeichnet-san-francisco-declaration-on-research-assessment/

„DORA’s five design principles“ stehen online zur Verfügung:
https://sfdora.wpengine.com/resource/rethinking-research-assessment/

Kommission für Forschungsinformationen in Deutschland (KFiD) übernimmt Verantwortung für den Kerndatensatz Forschung

(nach idw)

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat in ihrer Sitzung am 02.07.2021 die Einrichtung und Förderung einer Kommission für Forschungsinformationen in Deutschland (KFiD) beschlossen. Sie folgt damit einer Empfehlung des Wissenschaftsrats aus dem Jahr 2020. Die KFiD soll die Verantwortung für den Kerndatensatz Forschung – Standard für Forschungsinformationen in Deutschland (KDSF-Standard) übernehmen und seine flächendeckende Implementierung und Nutzung befördern.

Der KDSF-Standard ist ein zwischen zentralen Akteuren des Wissenschaftssystems stetig konsentierter, lebender Standard. Zentrale Aufgabe der KFiD wird es sein, die Pflege und bedarfs-orientierte Weiterentwicklung des KDSF-Standards unter Berücksichtigung aktueller und strategischer Herausforderungen zu übernehmen. Die KFiD wird sich dabei am Interesse des gesamten Wissenschaftssystems ausrichten und deshalb unterschiedliche Interessenlagen von daten-bereitstellenden und datenanfordernden Akteuren angemessen berücksichtigen. Sie wird unter-schiedliche Beratungs-, Informations- und Unterstützungsangebote schaffen, die der Intensivierung der Nutzung des KDSF-Standards dienen werden. Bei ihrer Aufgabenerfüllung wird sie von einer Geschäftsstelle unterstützt werden.
Die KFiD wird sich aus insgesamt 17 ehrenamtlich tätigen Expertinnen und Experten zusammensetzen, wobei die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz in ihrer heutigen Sitzung zunächst neun von der Allianz der Wissenschaftsorganisationen vorgeschlagene und vier von Bund und Ländern benannte Mitglieder berufen hat, darunter Frau Prof. Dr. Vivien Petras, Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der HUB.

>>mehr: Pressemitteilung der GWK (pdf)