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HU übernimmt den Nachlass der Afrikareisenden, Autorin und Kulturvermittlerin Erica de Bary

(nach idw)

Die Autorin, Weltreisende und Kulturvermittlerin Erica de Bary (1907-2007) war eine gefragte Kennerin afrikanischer Kulturen im Nachkriegsdeutschland. Der umfangreiche Nachlass der außergewöhnlichen Schriftstellerin und Übersetzerin wurde von der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) übernommen und jetzt zur weiteren wissenschaftlichen Forschung katalogisiert. Zum Archiv gehören unveröffentlichte Kurzgeschichten, Reisetagebücher, Gedichte und Übersetzungen sowie die Korrespondenzen mit bedeutenden Intellektuellen, für die Erica de Bary nicht selten als Inspirationsquelle fungierte. Der Nachlass umfasst auch zahlreiche beeindruckende Fotos aus Libyen und Madagaskar, Reisedokumente und Artikelsammlungen.

Als Schriftstellerin erfuhr Erica de Bary nur eine begrenzte Bekanntheit – ihre Reiseberichte und Kenntnisse der afrikanischen Literaturen waren jedoch in Deutschland sehr gefragt. Sie prägte zu ihrer Zeit den Diskurs über Afrika mit. Das Archiv bietet interessante Forschungsmöglichkeiten sowohl für die Germanistik als auch für die Afrikawissenschaften.

https://www.ub.hu-berlin.de/de/standorte/zwbasienafrika

HU: Urkunden von Rudolf Virchow werden restauriert

(nach idw)

Das Universitätsarchiv der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) kann bis Ende 2017 aus dem Nachlass des Mediziners und Politikers Rudolf Virchow 60 Urkunden restaurieren lassen. Dies macht ein erfolgreicher Antrag bei der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) möglich. Unter dem Motto „Das besondere Format“ fördert die Koordinierungsstelle bundesweit 34 Projekte zum Erhalt von Originalen in Archiven und Bibliotheken. Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und die Kulturstiftung der Länder stellen für alle Vorhaben insgesamt rund 450.000 Euro bereit. Für die Wiederherstellung der Virchow-Urkunden erhält das HU-Archiv von der KEK 5.550 Euro Förderung, 2.000 Euro steuert das Archiv selbst bei.

Unter den großformatigen Urkunden, die etwa 20 Prozent des Nachlasses von Rudolf Virchow ausmachen, finden sich beispielsweise Ehrenpräsidentschaften und Ehrenmitgliedschaften sowie Gratulationen und Geburtstagswünsche an ihn. Ein Großteil der Urkunden besteht aus Papier, das sehr behutsam restauriert werden muss. Die Urkunden sind mit zahlreichen Verzierungen und Vergoldungen versehen und enthalten vielfältige Grafiken und Ornamente – so auch die Originalverpackungen der Urkunden, die ebenfalls kalligrafisch beschriftet sind.

Die Dokumente werden bei der Restaurierung plan gelegt, also durch lokales Befeuchten und Beschweren geglättet und gereinigt. Risse und andere Beschädigungen werden ausgebessert. Durch die Maßnahme können die Dokumente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie der interessierten Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich gemacht werden, im Anschluss an das Projekt auch digital.

Die Besonderheit des Nachlasses liegt im einzigartigen Umfang des Nachlasses, der die Biographie Virchows und sein nationales wie internationales Renommee widerspiegelt.

Nachlass Alexander von Humboldts digital + erschlossen für jeden zugänglich

(Quelle: http://blog.sbb.berlin/)

Die Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz und die Universität Potsdam luden am 17. und 18.01.2017 unter dem Titel „Ideen können nur nützen, wenn sie in vielen Köpfen lebendig werden“ zur abschließenden Konferenz ihres BMBF-Verbundprojektes „Alexander von Humboldts amerikanische Reisetagebücher“ ein.
Eine moderne Form der Auseinandersetzung mit Humboldts Werk und Schaffen war der Wissenschafts-Slam am Nachmittag des 17. Januar sein: Eine Kunsthistorikerin, ein Physiker und eine Alt-Amerikanistin referierten je zehn Minuten über Die Maisgöttin, ein 37 x 17 x 16 cm großes, aus Tuffstein geschaffenes und über 6,5 kg schweres Objekt aus dem Bestand des Ethnologischen Museums der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Alexander von Humboldt schenkte diese mexikanische Aztekenfigur dem Preußischen König.
Die Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy beantwortete die mit dem Titel ihrer Rede gestellte Frage „Kultur(gut) besitzen?“. Von der Jagiellonen-Bibliothek in Krakau sprach Monika Jaglarz zu „Ein ungehobener Schatz? Die Berliner Sammlungen in Krakau“. Ottmar Ette von der Universität Potsdam sprach über „Humboldts globale Landschaften“. Julian Drews von der Universität Potsdam und Sandra Ewers von der Staatsbibliothek zu Berlin beleuchteten die Bedeutung und den Verlauf des gesamten BMBF-Verbundprojektes. Am Schluss der Konferenz stellten Jutta Weber und Barbara Schneider-Kempf, beide Staatsbibliothek zu Berlin, weitere Perspektiven von Kooperationen vor.

Konferenzprogramm: http://humboldt.staatsbibliothek-berlin.de/wp-content/uploads/Abschlusskonferenz_Programm.pdf

>>mehr: http://blog.sbb.berlin/humboldt-nachlass_projektabschluss/