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Erste virtuelle Open Access Week in Berlin und Brandenburg

Quelle: Quo vadis offene Wissenschaft. Eine Virtuelle Open-Access-Woche für Berlin-Brandenburg – Open Access Blog Berlin (fu-berlin.de)

Open Access ist seit vielen Jahren eine Herzensangelegenheit der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg und bestimmt den Diskurs über Einzeldisziplinen hinaus. Beide Bundesländer setzen sich seit Jahren durch die Schaffung von strategischen Rahmenbedingungen und die zusätzliche Finanzierung dafür notwendiger Ressourcen aktiv für die Open-Access-Transformation ein.

Gerade vor dem Hintergrund der tiefgreifenden Veränderungen des wissenschaftlichen Publikationswesens durch das „Projekt DEAL“ scheint die Zeit reif für eine erste Bilanz und für Reflexionen darüber, was man mit welchem Weg erreicht hat und was man in Zukunft erreichen will. Ebenfalls steht die Frage im Raum, wie sich das Geschäftsfeld und die entsprechenden Arbeitsprozesse der Informationseinrichtungen nicht nur im Zuge der Digitalisierung, sondern insbesondere durch die Open-Access-Transformation und Open Science verändern werden.

Einige dieser Fragen will die erste virtuelle Open Access Week in Berlin und Brandenburg – fünf Veranstaltungen in verschiedenen Formaten an je einem anderen Werktag zwischen November 2021 und März 2022 – aufwerfen und zumindest ansatzweise zu beantworten versuchen. Das Programm will damit Denkanstöße geben und Möglichkeiten des Austausches eröffnen.

Programm: https://blogs.fu-berlin.de/open-access-berlin/2021/09/09/quo-vadis-offene-wissenschaft-eine-virtuelle-open-access-woche-fuer-berlin-brandenburg/

Alle Veranstaltungen finden online statt. Für eine Teilnahme können Sie sich direkt im Webex anmelden, sobald der jeweilige Link zur Veranstaltung freigeschaltet ist. Die Veranstaltungen werden zudem aufgezeichnet und nachnutzbar zur Verfügung gestellt.

Open-Access-Anteil bei Zeitschriften an den Berliner Hochschulen steigt weiter deutlich an

Quelle: Pressemitteilung der FU, Nr. 167/2021

Der Anteil der über das Internet frei zugänglichen Artikel in Fachzeitschriften von Berliner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ist weiter deutlich angestiegen. Wie das Open-Access-Büro Berlin in Zusammenarbeit mit einem Team von Mitarbeitenden verschiedener Hochschulbibliotheken ermittelte, sind rund 51,6 Prozent der von Forscherinnen und Forschern an Universitäten und Fachhochschulen des Landes Berlin im Erhebungszeitraum 2019 veröffentlichten Artikel im Sinne von Open Access verfügbar. Der Anteil der offen zugänglichen Artikel ist damit nochmals deutlich um mehr als zehn Prozentpunkte gegenüber dem Jahr 2018 angestiegen (41,5 Prozent). 24 Prozentpunkte entfallen auf Publikationen, die in Open-Access-Zeitschriften erschienen sind („Goldener Weg“), bei 17,1 Prozent handelt es sich um eine Parallelveröffentlichung im Open Access („Grüner Weg“). 10,5 Prozent der Artikel wurde als Open-Access-Version in sogenannten Closed-Access-Zeitschriften veröffentlicht (hybrider Weg); dabei handelt es sich um subskriptionsbasierte Zeitschriften, die einzelne Artikel gegen Zahlung einer Gebühr Open Access verfügbar machen.

>> mehr: https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2021/fup_21_167-open-access-bueros/index.html

Neue DIN-Norm für Anforderungen an Messverfahren in Archiven, Bibliotheken und Museen

Quelle: dbv-Newsletter Nr. 203 2021, https://bibliotheksportal.de/2021/06/18/

Zum Ausgabedatum Juli 2021 ist der neue Norm-Entwurf „E DIN 31640 – Digital Audience Measurement in Archiven, Bibliotheken und Museen – Anforderungen an Messverfahren“ erschienen.

Dieses Dokument legt Anforderungen an die Vergleichbarkeit von Messergebnissen im Bereich der Online-Nutzung von digitalen Angeboten und Dienstleistungen von Informationseinrichtungen wie Archive, Bibliotheken und Museen fest. Es werden Festlegungen zu Umfang, Inhalt, Durchführung, Qualität, Vergleichbarkeit und zur Dokumentation der Messergebnisse getroffen.

An der Erarbeitung beteiligt waren Expert*innen sowohl aus dem Bibliotheksbereich, als auch aus den Bereichen Archive, Museen sowie Dienstleister zur Nutzungsmessung.

Der Entwurf ist bei DIN nach Registrierung auf dem Norm-Entwurfs-Portal frei einsehbar und kann bis 04. Oktober 2021 öffentlich kommentiert werden.

 

Kommission für Forschungsinformationen in Deutschland (KFiD) übernimmt Verantwortung für den Kerndatensatz Forschung

(nach idw)

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat in ihrer Sitzung am 02.07.2021 die Einrichtung und Förderung einer Kommission für Forschungsinformationen in Deutschland (KFiD) beschlossen. Sie folgt damit einer Empfehlung des Wissenschaftsrats aus dem Jahr 2020. Die KFiD soll die Verantwortung für den Kerndatensatz Forschung – Standard für Forschungsinformationen in Deutschland (KDSF-Standard) übernehmen und seine flächendeckende Implementierung und Nutzung befördern.

Der KDSF-Standard ist ein zwischen zentralen Akteuren des Wissenschaftssystems stetig konsentierter, lebender Standard. Zentrale Aufgabe der KFiD wird es sein, die Pflege und bedarfs-orientierte Weiterentwicklung des KDSF-Standards unter Berücksichtigung aktueller und strategischer Herausforderungen zu übernehmen. Die KFiD wird sich dabei am Interesse des gesamten Wissenschaftssystems ausrichten und deshalb unterschiedliche Interessenlagen von daten-bereitstellenden und datenanfordernden Akteuren angemessen berücksichtigen. Sie wird unter-schiedliche Beratungs-, Informations- und Unterstützungsangebote schaffen, die der Intensivierung der Nutzung des KDSF-Standards dienen werden. Bei ihrer Aufgabenerfüllung wird sie von einer Geschäftsstelle unterstützt werden.
Die KFiD wird sich aus insgesamt 17 ehrenamtlich tätigen Expertinnen und Experten zusammensetzen, wobei die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz in ihrer heutigen Sitzung zunächst neun von der Allianz der Wissenschaftsorganisationen vorgeschlagene und vier von Bund und Ländern benannte Mitglieder berufen hat, darunter Frau Prof. Dr. Vivien Petras, Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der HUB.

>>mehr: Pressemitteilung der GWK (pdf)

NFDI für Datenwissenschaften und Künstliche Intelligenz

(nach idw)

Am 2. Juli hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) beschlossen, den Antrag der Initiative NFDI for Data Science and Artificial Intelligence (NFDI4DataScience) zu fördern. Ziel von NFDI4DataScience ist der Aufbau einer Community-getriebenen Forschungsdateninfrastruktur für Data Science und Artificial Intelligence. Koordiniert wird das Konsortium vom Berliner Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS).

NFDI4DataScience konzentriert sich auf verschiedene Arten von Daten und Artefakten, die sich innerhalb der wissenschaftlichen Community etabliert haben. Dazu zählen Veröffentlichungen, Daten, Modelle und Code.

NFDI4DataScience wird alle Schritte des interdisziplinären Forschungsdatenlebenszyklus unterstützen, einschließlich der Sammlung/ Erstellung, Verarbeitung, Analyse, Veröffentlichung, Archivierung und Wiederverwendung von Ressourcen im Bereich Data Science und Artificial Intelligence. In den letzten Jahren fand ein Paradigmenwechsel statt: Berechnungsmethoden arbeiten zunehmend mit datengetriebenen und oft auf Deep Learning basierten Ansätzen. Das führt zu einer zunehmenden Etablierung und Sichtbarkeit von Data Science als einer Disziplin, die vom technischen Fortschritt auf dem Gebiet der Informatik angetrieben wird und gleichzeitig von großer Relevanz für viele weitere wissenschaftliche Disziplinen ist. Transparenz, Reproduzierbarkeit und Fairness sind aufgrund der Komplexität moderner Data Science-Methoden, die oft auf einer Kombination aus Code, Modellen und Daten für das Training basieren, zu entscheidenden Herausforderungen für Data Science und Artificial Intelligence geworden.

NFDI4DataScience wird von Fraunhofer FOKUS koordiniert, das Konsortium umfasst 15 Partner, darunter die Berliner Konsortialpartner TU und FOKUS

>> mehr: Fraunhofer FOKUS | NFDI für Datenwissenschaften und Künstliche Intelligenz

baureka.online – Forschungsdatenportal für die Historische Bauforschung

(nach idw)

FIZ Karlsruhe baut gemeinsam mit der TU Berlin und der RWTH Aachen  eine bedarfsgerechte digitale Forschungsdateninfrastruktur für die Historische Bauforschung auf.

Karlsruhe, 19.05.2021. Die „Historische Bauforschung“ untersucht Bauwerke und beschäftigt sich dabei intensiv mit dem historischen Objekt: Sie vermisst, zeichnet, analysiert und interpretiert es. Auf diese Weise werden große Mengen an Forschungsdaten erzeugt. Diese Disziplin hat dabei im Laufe der Zeit wichtige Methoden für den wissenschaftlichen, denkmalpflegerischen und planerischen Umgang mit dem historischen Baubestand entwickelt.

Bisher fehlt eine fachspezifische Forschungsdateninfrastruktur für die Historische Bauforschung. Die Plattform baureka.online wird diese Lücke schließen. Sie ist als zentrale Forschungsdatenplattform für die thematisch international aufgestellte Historische Bauforschung im deutschsprachigen Raum konzipiert. Die Fachcommunity umfasst Architekt/innen, Architektur- und Kunsthistoriker/innen sowie Denkmalpfleger/innen aus Behörden, Forschungsinstituten, baukulturellen Stiftungen sowie Architektur- und Ingenieurbüros. Diese Heterogenität erschwert die fachinterne Kommunikation und den Austausch über die Grenzen von Wissenschaft und Praxis hinweg. Die zentrale Online-Plattform baureka.online wird diesen Austausch von Forschungsdaten und Informationen fördern und das vernetzte Arbeiten maßgeblich erleichtern. In Zukunft wird die Plattform auch das Open-Access-Publizieren der Forschungsergebnisse realisieren. Für die historische Bauforschung stellt baureka.online einen wichtigen Schritt ins digitale Zeitalter dar.

Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Neben FIZ Karlsruhe sind die RWTH Aachen und die TU Berlin Projektpartner. baureka.online umfasst zunächst die Module baureka.index als zentrale Anlaufstelle zur Recherche von Forschungsdaten und baureka.storage für die Archivierung, Veröffentlichung und Zitierbarkeit von Forschungsdaten.

>>mehr: baureka.online – Forschungsdatenportal für die Historische Bauforschung | FIZ Karlsruhe (fiz-karlsruhe.de)

Neue „Vernetzungs- und Kompetenzstelle zu Open Access in Brandenburg“ (VuK)

(nach idw)

Startschuss für die neue ‘Vernetzungs- und Kompetenzstelle zu Open Access in Brandenburg‘: Sie unterstützt ab sofort die Hochschulen des Landes bei der Entwicklung des freien, digitalen Zugangs zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen.
Hier können sich Hochschul-Akteure gezielt zu finanziellen, rechtlichen oder organisatorischen Fragen der Umstellung auf Open Access beraten lassen.

Die Einrichtung der ‘Vernetzungs- und Kompetenzstelle zu Open Access in Brandenburg‘ ist eine der wesentlichen Maßnahmen der Open Access-Strategie des Landes. Zu ihren Aufgaben zählt unter anderem, brandenburgische Open Access-Aktivitäten sichtbar zu machen, Akteure zu beraten und zu vernetzen sowie einen Publikationsfonds für Open-Access-Monographien aufzubauen. Das Wissenschaftsministerium finanziert die an der Fachhochschule Potsdam angesiedelte Stelle und den Publikationsfonds mit jährlich 300.000 Euro.

Die Open Access-Strategie des Landes Brandenburg wurde von einer Projektgruppe unter der Leitung von Prof. Ellen Euler von der Fachhochschule Potsdam entwickelt. Die Strategie beschreibt, wie Open Access ausgebaut und der Wandel im wissenschaftlichen Publikationsbereich erfolgreich gestaltet werden kann. An der Erarbeitung waren in einem partizipativen Prozess neben den brandenburgischen Hochschulen auch außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und kulturelle Institutionen sowie externe Expert*innen beteiligt.

>> mehr: Startschuss Open Access | Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (brandenburg.de)

HIIG veröffentlicht neues Platform Governance Archive

(nach idw)

Mit dem Platform Governance Archive (PGA) unternimmt das Berliner Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) einen wegweisenden Schritt in der kollaborativen Forschung zu Online-Plattformen und deren Governance. Das Archiv ist offen für Forschende, Bürger*innen und Journalist*innen aus aller Welt. Es sammelt und ordnet Dokumente der Plattformen Facebook, Instagram, Twitter und YouTube zur Regulierung und Governance und macht sie über Open Access zugänglich.

Wie können Richtlinien für Fehlinformationen oder Hassrede auf Online-Plattformen auf einfache Weise verglichen werden? Was sind die Faktoren, die Plattformen dazu bewegen, im Laufe der Zeit unterschiedliche Richtlinien zu ändern? Mit der Beta-Version des Platform Governance Archivs (PGA) stellen HIIG-Forschende ein neues interaktives Tool vor, das einen vergleichenden Einblick in historische und aktuelle Richtlinien von vier großen Social-Media-Plattformen bietet. Gesammelt durch manuelle und automatisierte Methoden, zielt das PGA darauf ab, das erste benutzungsfreundliche Online-Archiv zu sein, das von Bürger*innen, Journalist*innen und Forschenden gleichermaßen eingesetzt werden kann.

Die einzelnen Dokumente werden zum direkten Vergleich parallel angezeigt und können innerhalb einer Zeitleiste betrachtet werden. Ziel ist, die kritische Auseinandersetzung mit Plattformen und den Firmen, die sie kontrollieren, zu erleichtern. Bislang können Nutzer*innen die Dokumente von Facebook, Instagram, Twitter und YouTube – wie Community-Richtlinien, Datenschutzrichtlinien und Allgemeine Geschäftsbedingungen – einsehen. Die historischen Daten wurden größtenteils über die Wayback Machine des Internet Archive erfasst; Änderungen im Laufe der Zeit wurden teils manuell, teils automatisch markiert.

„Wir möchten mit dem Archiv eine wichtige Ressource für alle bereitstellen, die die oft undurchsichtige Regelsetzungsmacht von Plattformen verstehen und hinterfragen möchten. Bislang mussten Forscher*innen, Journalist*innen, NGOs und politische Entscheidungsträger aufwändig diese Regelungen zusammensuchen“, erläutert Forschungsleiter Christian Katzenbach das Ziel des neuen Archivs. Laut dem leitenden Forscher João Carlos Magalhães sind die „größten Fortschritte des PGA die Kombination aus rechnerischer und manueller Kuratierung und das Werkzeug zum Textvergleich“.

Das Tool wird in den kommenden Monaten erheblich erweitert und verbessert werden. Derzeit ist die Sammlung aufgrund des Fehlens umfangreicher Archive seitens der Plattformen, der Einschränkungen der WayBack Machine sowie möglicher menschlicher Fehler noch nicht vollständig.

Das Archiv wurde auf der ersten Jahreskonferenz des Platform Governance Research Network vorgestellt, einer Zusammenarbeit von Institutionen und Einzelpersonen aus über zehn Ländern. Das Netzwerk hatte seinen Ursprung in einem Workshop des HIIG im Jahr 2020. Finanziert wird das Archiv durch das HIIG und den Horizon2020-Förderrahmen der EU, das Forschungskonsortium reCreating Europe. Wikimedia Deutschland hat das Projekt außerdem mit einem Open-Science-Stipendium unterstützt.

Einbruch mit erheblichem Schaden in der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung in Berlin

Mit Entsetzen hat der Vorstand des BAK Information die Nachricht über den Einbruch in der Berliner Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung am 26./27. Februar 2021 erhalten, bei dem nicht nur die Bibliotheksräume schwer geschädigt wurden, sondern auch viele Bücher.

Die genauen Hintergründe können Sie auf der Webseite des BBF lesen:

https://bbf.dipf.de/de/aktuell/aktuelles-aus-der-bbf/nach-einbruch-erheblicher-schaden-in-der-bibliothek-fuer-bildungsgeschichtliche-forschung

und/oder im Tagesspiegel vom 01.03.2021

Unsere Solidarität gilt den Kolleginnen und Kollegen der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung. Darum möchten wir Sie bitten, dem Spendenaufruf zur Restaurierung der geschädigten Bestände zu folgen:

Spenden zur Restaurierung von Beständen der Bibliothek sind über deren Förderkreis möglich:

https://bbf.dipf.de/de/die-bbf/foerderkreis-der-bbf

Spendenkonto:

Förderkreis Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung e.V.
IBAN: DE80 1203 0000 0000 4465 42
BIC/SWIFT: BYLADEM 1001

Der Vorstand des BAK Information

Nachhaltige Open-Access-Zeitschriftenfinanzierung durch konsortiale Unterstützungsstrukturen

(nach idw)
Im Verbundprojekt arbeiten das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) und Knowledge Unlatched (KU) gemeinsam daran, die Publikationssituation von verlagsunabhängigen, gebührenfreien Open-Access-Zeitschriften durch eine konsortiale Unterstützungsstruktur zu verbessern. Der thematische Fokus liegt auf kleinen, trans- und interdisziplinären Fachzusammenhängen, da hier etablierte Finanzierungsmöglichkeiten nicht greifen und die Zuständigkeiten der Fachcommunities oft unklar sind. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt ab April 2021 für 24 Monate und unterstützt so die Transformation des wissenschaftlichen Publizierens hin zu Open Access.

Das Projekt entwickelt ein nachhaltiges Modell für verlagsunabhängige, qualitätsgesicherte Open-Access-Zeitschriften in kleinen, trans-/interdisziplinären Fachzusammenhängen. Es schließt damit an ein wesentliches Ergebnis des Verbundprojektes „Innovatives Open Access im Bereich Small Sciences“ an (2019-2021, DFG-gefördert). Darüber hinaus verbessert Scholar-led+ die Kommunikation zwischen zentralen Akteur*innen des Open-Access-Ökosystems: Fördernde und forschende Einrichtungen, Fachgesellschaften, Open-Access-Zeitschriften und neue qualitätsgesicherte Publikationsprojekte werden aktiviert und in die Gestaltung einer nachhaltigen Unterstützungsstruktur einbezogen.

>> mehr: https://www.hiig.de/hiig-und-knowledge-unlatched-erhalten-foerderung-durch-bmbf/
Im Überblick: 20 innovative Open Access Projekte – BMBF Digitale Zukunft (bildung-forschung.digital)

EU setzt für die Weiterentwicklung des Europäischen Datenportals auf Datentechnologie von Fraunhofer FOKUS

(nach idw)

Die neue Plattform Data.Europa.EU wird die beiden bestehenden europäischen Datenportale und ihre Bestrebung im Sinne einer Vereinfachung der Veröffentlichung und Wiederverwendung offener Daten in Europa zusammenführen. Das neue Portal basiert auf technologischen Datenlösungen von Fraunhofer FOKUS Berlin.
Data.Europa.EU, das im Frühjahr 2021 eingeführt werden soll, wird das bereits bestehende Europäische Datenportal und das Open Data Portal der Europäischen Union in eine zentrale, kohärente Kernkomponente der Dateninfrastruktur des öffentlichen Sektors integrieren, die von der Europäischen Union, ihren Institutionen und Mitgliedsstaaten entwickelt wurde. Wie bereits seine Vorgänger, wird das neue Portal auf drei Säulen aufbauen:

  • – Zugang zu öffentlichen Datenressourcen in ganz Europa über die zentrale Anlaufstelle, das Portal selbst, das über 1 Million Datensätze aus 36 Ländern, 6 EU-Institutionen und 79 anderen EU-Einrichtungen und -Behörden bereitstellt;
  • – Unterstützung der EU-Institutionen und der Mitgliedstaaten durch die Einrichtung von »Communities of Practice« für nationale Open-Data-Portal-Betreiber und Richtliniengeber, sowie Schulungen und Beratung zur Verbesserung, zum Erhalt und zur Dokumentation von Datenveröffentlichungspraktiken;
  • – Nachweis der sozioökonomischen Vorteile der Wiederverwendung öffentlicher Datenressourcen und verschiedener Anreize zur Förderung und Veranschaulichung von Akzeptanz und Wertschöpfung.

Das Ziel von Data.Europa.EU ist es, diesen Drei-Säulen-Ansatz zu nutzen, um die Schaffung und Verbesserung von Prozessen, Produkten und Dienstleistungen zu unterstützen, die öffentliche Datenressourcen wiederverwenden, um wirtschaftliche, gesellschaftliche, politische und ökologische Effekte und Mehrwerte zu erzielen.
Fraunhofer FOKUS verfügt über langjährige Erfahrung in der Konzeption und Implementierung nationaler und internationaler Datenportale. Als weltweit führender Technologieanbieter setzen wir auf modernste Lösungen, die auf unseren innovativen und vernetzten Datentechnologien basieren und den technologischen Kern des Europäischen Datenportals bilden. Data.Europa.EU ist die neue zentrale Anlaufstelle für hochwertige Daten innerhalb Europas.

>> mehr: Fraunhofer FOKUS | Die Europäische Union setzt für die Weiterentwicklung des Europäischen Datenportals auf Datentechnologie von Fraunhofer FOKUS

Förderprogramm von Digitalisierungsprojekten im Rahmen von NEUSTART KULTUR

Quelle: inetbib.de

die Corona-Pandemie hat auch die Kultur- und Wissenseinrichtungen in Deutschland hart getroffen. Um die Folgen der pandemiebedingten Maßnahmen und Einschränkungen abzufedern, hat die Beauftragte für Kultur und Medien (BKM) das Rettungs- und Zukunftsprogramm NEUSTART KULTUR ins Leben gerufen, in dessen Rahmen auch die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) gefördert wird.

Für Digitalisierungsprojekte von Kultur- und Wissenseinrichtungen aus Deutschland stehen insgesamt mehr als zwei Millionen Euro in Form von Zuwendungen bereit. Um sich auf die Förderung zu bewerben, muss eine Einrichtung bei der DDB registriert sein. Ich möchte Sie einladen, sich an dieser einmaligen Förderung zu beteiligen.
Anträge werden ab dem 25.02.2021, 10:00 Uhr, entgegengenommen und in der Reihenfolge ihres Eingangs zur Förderung ausgewählt.

>> mehr:

Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung des Urheberrechts an die Erfordernisse des digitalen Binnenmarktes erschienen

Quelle: BMJV | Aktuelle Gesetzgebungsverfahren | Gesetz zur Anpassung des Urheberrechts an die Erfordernisse des digitalen Binnenmarktes

Das Bundeskabinett hat heute (03.02.2021) den von der Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz vorgelegten Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung des Urheberrechts an die Erfordernisse des digitalen Binnenmarkts beschlossen.

Der Gesetzentwurf ändert das geltende deutsche Urheberrecht an zahlreichen Stellen. Folgende Regelungen sind besonders hervorzuheben:

  • – Ein eigenständiges neues Gesetz regelt die urheberrechtliche Verantwortlichkeit von Upload-Plattformen. Es enthält außerdem Vorschriften zu Nutzerrechten und zu Vergütungsansprüchen der Kreativen für Nutzungen auf Plattformen (Urheberrechts-Diensteanbieter-Gesetz [UrhDaG-E], Artikel 3 des Entwurfs).
  • – Der Entwurf sieht die Einführung eines Presseverleger-Leistungsschutzrechtes vor. Das neue Presse-Leistungsschutzrecht schützt die wirtschaftlich-organisatorische und technische Leistung der Presseverleger bei der Erstellung von Presseveröffentlichungen (§§ 87f bis 87k UrhG-E).
  • Die bereits bestehenden Vorschriften des Urhebervertragsrechts, also die Regeln für Verträge zwischen Kreativen und Verwertern, werden angepasst (§§ 32 ff. UrhG-E) und der kollektive Rechtsschutz gestärkt (§ 36d UrhG-E). Die europäischen Vorgaben beruhen weithin auf bereits geltendem deutschen Urhebervertragsrecht.
  • – Der Entwurf enthält Regelungen zu gesetzlichen Nutzungserlaubnissen für das Text und Data Mining, einer Schlüsseltechnologie für maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz (§§ 44b, 60d UrhG-E). Darüber hinaus beinhaltet der Entwurf Regelungen für den digitalen und grenzüberschreitenden Unterricht und die Lehre sowie für die Erhaltung des Kulturerbes (§§ 60e, 60f UrhG-E).
  • – Im Interesse der Nutzerinnen und Nutzer ist die Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke zu den Zwecken der Karikatur, der Parodie und des Pastiches erlaubt (§ 51a UrhG-E). Der Entwurf reagiert damit auch auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs im Verfahren „Metall auf Metall“, das Sampling zum Thema hatte.
  • – Künftig können Verwertungsgesellschaften kollektive Lizenzen mit erweiterter Wirkung vergeben. Dies ist ein neues Element im deutschen Urheberrecht (Extended Collective Licences, ECL, siehe § 51 VGG-E). Die Sondervorschriften für die Online-Nutzung von vergriffenen Werken, insbesondere von nicht mehr erhältlichen Büchern, werden reformiert (§ 51b VGG-E).
  • – Auch die Verlegerbeteiligung wird neu geordnet: Verleger werden künftig wieder an der Vergütung für gesetzlich erlaubte Nutzungen (z. B. Privatkopie) beteiligt (§ 63a UrhG-E, §§ 27 bis 27b VGG-E). Dies gewährleistet insbesondere den Fortbestand der VG Wort als gemeinsamer Verwertungsgesellschaft von Autoren und Verlegern.
  • – Vervielfältigungen eines gemeinfreien visuellen Werks, z. B. Fotos alter Gemälde, genießen künftig keinen Leistungsschutz mehr. Dadurch verbessern wir den Zugang zum Kulturerbe (§ 68 UrhG-E).
  • – Neue Bestimmungen regeln die Online-Verbreitung von Fernseh- und Radioprogrammen, z. B. per Livestream und über Mediatheken (§§ 20b bis 20d, 87 UrhG-E).

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung wird nun dem Bundesrat zur Stellungnahme zugeleitet und nach einer Gegenäußerung der Bundesregierung an den Deutschen Bundestag weitergeleitet und dort beraten. Die Richtlinien sind bis zum 7. Juni 2021 in deutsches Recht umzusetzen.

Der Entwurf sowie ein FAQ-Dokument sind hier abrufbar.

Brandenburgisches Hauptarchiv im Open Access

Quelle: Berliner Zeitung, 08.02.2021

Das Brandenburgische Hauptarchiv macht seine Publikationen kostenfrei digital zugänglich. Mehr als 70 Bände stehen im Open Access zum Herunterladen bereit, zunächst die Grundlagenwerke der landesgeschichtlichen Forschung. Weitere Bände folgen. Bereits verfügbar: die Traditionsreihe „Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs“ und die mit der Historischen Kommission zu Berlin herausgegebene Schriftenreihe „Bibliothek der Brandenburgischen und Preußischen Geschichte“.

 

FU Berlin geht Bibliothekspartnerschaft mit „Open Library of Humanties“ ein

Quelle: Pressemitteilung der Freien Universität Berlin, 04.02.2021

Die Freie Universität Berlin ist dem Förderprogramm der „Open Library of Humanities“ (OLH) beigetreten, einer gemeinnützigen Organisation, die als wissenschaftlich geführter Open-Access-Verlag keine Autorengebühren erhebt. Anfänglich durch die Andrew W. Mellon Foundation finanziert, werden die Kosten der Plattform inzwischen durch Zahlungen eines internationalen Bibliothekskonsortiums gedeckt, zu dem seit 2020 auch die Universitätsbibliothek der Freien Universität gehört.

>> mehr: Freie Universität Berlin geht Bibliothekspartnerschaft mit „Open Library of Humanties“ ein • Stabsstelle Presse und Kommunikation • Freie Universität Berlin (fu-berlin.de)

Open Access • Freie Universität Berlin (fu-berlin.de)

Das Datenportal des Museums für Naturkunde Berlin eröffnet erste Einblicke in die Sammlung

(nach idw)
Im neu entwickelten, webbasierten Datenportal des Museums für Naturkunde Berlin warten unter anderem aufbereitete Tonaufnahmen von Tierstimmen darauf, entdeckt zu werden. Mit der Umsetzung des Zukunftsplans wird die für die Forschung und Gesellschaft relevante Sammlung des Museums nachhaltig erschlossen mit dem Ziel, eine offene, digital-analoge Sammlungsinfrastruktur bereitzustellen. Als Komponente der Sammlungserschließung im Zukunftsplan soll das Datenportal wissensbasierte Debatten um die gesellschaftliche Zukunft und das Verhältnis von Mensch und Natur fördern. Das Datenportal wird als Beta-Version veröffentlicht und zukünftig sowohl inhaltlich als auch in seinen Funktionen ausgebaut.

>> mehr: Das Datenportal des Museums für Naturkunde Berlin eröffnet erste Einblicke in die Sammlung | Museum für Naturkunde (museumfuernaturkunde.berlin)

Staatsbibliothek zu Berlin erstmals am digiS-Förderprogramm beteiligt

Quelle: Newsletter Open-Access-Büro Berlin Januar 2021)

Die Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz ist erstmals mit zwei Vorhaben am digiS-Förderprogramm beteiligt. Einmal die Digitalisierung und Präsentation des Briefwechsels der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm als Modul einer digitalen Edition der Einzelbriefe. Diese Sammlung befindet sich im Besitz der Staatsbibliothek zu Berlin. Zum anderen Die Sichtbarmachung des Sichtbaren – Berlins typografisches Kulturerbe im Open Access, zusammen mit der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin.

Für Forschung und Kultur: Haus Unter den Linden der Staatsbibliothek zu Berlin wiedereröffnet

Die Wiedereröffnung des Hauses Unter den Linden der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, wird heute (25.01.2021) von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, der Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, dem Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, und der Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Barbara Schneider-Kempf, feierlich begangen.

Aufgrund der Pandemielage findet diese Feierstunde in sehr kleinem Rahmen statt, online jedoch ist die Teilnahme via Internet unbegrenzt: Eröffnung des Hauses Unter den Linden der Staatsbibliothek zu Berlin – YouTube

Virtueller Rundgang durch das Haus: Rundgang durch das Haus Unter den Linden der Staatsbibliothek – YouTube

>> mehr: Für Forschung und Kultur: Haus Unter den Linden der Staatsbibliothek zu Berlin wiedereröffnet – SBB aktuell

 

Zeitungsmetropole Berlin – DFG fördert die Digitalisierung der historischen Hauptstadtpresse

Quelle: https://blog.sbb.berlin/zeitungsmetropole/
Aufgrund von Umfang und Qualität ihrer historischen Zeitungssammlung sowie als Mitbetreiberin der nationalen Nachweisdatenbank für Periodika engagiert sich die Staatsbibliothek zu Berlin seit vielen Jahren für die Digitalisierung dieser in ihrer spezifischen Materialität so herausfordernden Gattung, z.B. im Rahmen von Europeana Newspapers. Mit dem DFG geförderten Projekt „Die deutschsprachige Presselandschaft im ‚langen‘ 19. Jahrhundert – ein Beitrag zur Digitalisierung überregionaler Tages- und Wochenzeitungen aus Berlin und dem deutschen Osten“ beteiligt sich die Staatsbibliothek zu Berlin an der Entwicklung eines nationalen Masterplans zur Zeitungsdigitalisierung.

>> mehr:  Blog-Netzwerk für Forschung und Kultur der SBPK

Deutsche Nationalbibliothek und Wikimedia Deutschland veröffentlichen WikiLibrary-Manifest

(Quelle: DGI-News)
Die Deutsche Nationalbibliothek veröffentlichte am 17.11.2020 gemeinsam mit der Wikimedia Deutschland e.V. das WikiLibrary-Manifest. Mit diesem Manifest setzen die Partner ein Zeichen für ein zukunftsgewandtes, frei zugängliches und offenes Semantic Web. Die Deutsche Nationalbibliothek unterstützt damit den Aufbau eines Daten-Ökosystems, das vor allem die nachhaltige Nutzung von Kultur- und Forschungsdaten ermöglicht.

Fundament des WikiLibrary-Manifests sind Erkenntnisse einer von der Deutschen Nationalbibliothek durchgeführten Softwareevaluation von Wikibase als alternative und nutzerfreundliche technische Basis für die 8 Millionen Datensätze der Gemeinsamen Normdatei (GND). Die Evaluation fand im engen Austausch mit weiteren europäischen Nationalbibliotheken statt, die ebenfalls Wikibase implementieren wollen. Perspektivisch eröffnet eine GND-Wikibase-Instanz die Chance zu zahlreichen neuen Verknüpfungen und Erweiterungen. Mit Wikibase kann zudem ein Zugang zur GND für Interessengruppen geschaffen werden, für die bibliothekarische Redaktionsoberflächen nicht geeignet erscheinen.

Das Manifest richtet sich an alle Einrichtungen, die an einem umfassenden Daten-Ökosystem nach den FAIR-Data-Prinzipien zum vereinfachten Erfassen, Verknüpfen und Erschließen von Wissen interessiert sind.

Weiterführende Informationen
• WikiLibrary-Manifest auf der Wikibase-Projektseite: https://www.wikimedia.de/projects/wikilibrary-manifest/
• Gemeinsamen Normdatei GND: https://www.dnb.de/gnd
• Projekt „GND meets Wikibase“: https://wiki.dnb.de/pages/viewpage.action?pageId=167019461
• FAIR Data Principles: https://www.forschungsdaten.org/index.php/FAIR_data_principles

Verbundprojekt FDNext fördert spezifisches Forschungsdatenmanagement

(nach idw)

Sechs Universitäten in Berlin und Brandenburg bündeln ihre Forschungsdatenexpertise für neue Verfahren und Maßnahmen.

Wissenschaftliche Einrichtungen generieren viele digitale Forschungsdaten. Die große Herausforderung für wissenschaftliche Einrichtungen ist der systematische Umgang mit diesen Daten – von der Erhebung über die Verarbeitung und Analyse bis hin zur Archivierung und Nachnutzung.

Das Forschungsprojekt FDNext entwickelt in den kommenden drei Jahren zentrale Aspekte des Forschungsdatenmanagements weiter. Neben der Konzeption einer Kontaktstelle zu rechtlichen Fragen im Umgang mit Forschungsdaten (First-Level-Support), geht es um den fachspezifischen Ausbau des Qualifizierungs- und Schulungsangebots für Forschende, die Entwicklung fachspezifischer Strategien und projektbezogener Forschungsdaten-Policies sowie eine Analyse und Zusammenstellung passender Services von Zentraleinrichtungen. Dabei ist die Anschlussfähigkeit an zukünftige Strukturen, wie die im Aufbau befindliche Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI), von grundsätzlicher Bedeutung, ebenso wie die Förderung der Zusammenarbeit auf internationaler Ebene.

Die DFG fördert FDNext in den nächsten drei Jahren.

>> mehr: https://www.forschungsdaten.org/index.php/FDNext

Autor Götz Aly erhält Max-Herrmann-Preis

(Quelle: Berliner Zeitung, 22.10.2020)

Am 21. Oktober 2020 erhielt der Historiker und Journalist Götz Aly den Max-Herrmann-Preis, die wichtigste Auszeichnung, die in Deutschland für Verdienste um das Bibliothekswesen vergeben wird. Die Laudatio hält Norbert Lammert, Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Seit dem Jahr 2000 verleihen die Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e.V. mindestens alle zwei Jahre den Max-Herrmann-Preis an eine Persönlichkeit, die sich in besonderer Weise um das Bibliothekswesen und die Staatsbibliothek zu Berlin verdient gemacht hat.

>> mehr: https://blog.sbb.berlin/max-herrmann-preis-2020-an-goetz-aly/

Wikimedia Deutschland e. V. erhält die Karl-Preusker-Medaille 2020

(Quelle: Pressemitteilung des BID, 09.10.2020)

Der Dachverband der Bibliotheksverbände, Bibliothek & Information Deutschland (BID) e.V., verleiht die Karl-Preusker-Medaille 2020 an den gemeinnützigen Verein Wikimedia Deutschland e. V. Die Bundesvereinigung würdigt damit die jahrzehntelange Partner­schaft, die Bibliotheken und Wikimedia seit der Gründung des Vereins 2004 verbindet.
Wikime­dia und Bibliotheken stehen für ähnliche Werte in der Informati­onsgesellschaft, indem sie sich für einen freien Zugang zu Wissensinhal­ten und für offene Bildungs­angebote einsetzen, so die Begründung der Jury. Wikimedia tritt seit vielen Jahren dafür ein, dass digitalisierte Archiv- und Bibliotheksbestände, öffentlich beauftragte Soft­warelösungen und Inhalte der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten allen Nutzenden grundsätzlich frei zur Verfügung gestellt und die dafür nötigen rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Die­ses Engagement sieht die Jury als wichtigen Beitrag für mehr Bildungs­gerechtigkeit.

Der Verein wird die Karl-Preusker-Medaille am 18. November in Rostock entgegennehmen. Die Veran­staltung wird ab 15:00 Uhr gestreamt, so dass alle Wikipedianerinnen und Wikipe­dianer wie auch die gesamte Bibliothekswelt daran teilnehmen können.

s.a. https://www.bideutschland.de/de_DE/karl-preusker-medaille

Neue Website „bildungsgeschichte.de“

(nach idw)

Die Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung des DIPF stellt mit der Website bildungsgeschichte.de eine zentrale Plattform für digitale Wissensressourcen zur Bildungsgeschichte zur Verfügung. Das Angebot richtet sich vor allem an die mit den Methoden der digitalen Geisteswissenschaften (Digital Humanities) arbeitende Forschungscommunity.

Beiträge für bildungsgeschichte.de können Bildungshistoriker*innen einreichen, die Angebote für die Forschung beschreiben möchten. Solche Angebote wären etwa Datenbanken zu einzelnen Themenbereichen (zum Beispiel zur historischen Kindersachliteratur), Quellensammlungen aus Forschungsprojekten oder Volltextdatenbestände, die sich über Computerschnittstellen automatisch auswerten lassen.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die sich durch wissenschaftliche Qualität und Relevanz auszeichnen. Das für die Plattform verantwortliche BBF-Team begutachtet alle Einreichungen aus bildungshistorischer und informationswissenschaftlicher Perspektive. Alle veröffentlichten Texte stehen frei zugänglich (Open Access) unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung 4.0 International“ (CC BY 4.0) zur Verfügung. Die Lizenz bietet alle Möglichkeiten, das Material zu teilen und zu bearbeiten, und verlangt nur, Angaben zu den Urheber*innen und zu den Rechten zu machen. Jeder Beitrag erhält zudem einen dauerhaften digitalen Identifikator (DOI), worüber die Texte leichter aufzufinden und zu zitieren sind.

 

Landeshauptarchiv Potsdam stellt 8.000 Urkunden hochauflösend ins Netz

Quelle: Brandenburgisches Landeshauptarchiv Potsdam

Das Brandenburgische Landeshauptarchiv (BLHA) hat m 25.08.2020 rund 8.000 Urkunden aus seinen ältesten Beständen online veröffentlicht. Es handelt sich dabei um insgesamt 51.300 Scans in der Archivdatenbank, die es ermöglichen, auch kleinste Details der Urkunden und ihrer Siegel zu erkennen. Weitere Urkunden sollen in den nächsten Monaten folgen.

Das Brandenburgische Landeshauptarchiv (BLHA) hat heute rund 8.000 Urkunden aus seinen ältesten Beständen online veröffentlicht. Es handelt sich dabei um insgesamt 51.300 Scans in der Archivdatenbank, die es ermöglichen, auch kleinste Details der Urkunden und ihrer Siegel zu erkennen. Weitere Urkunden sollen in den nächsten Monaten folgen.

Die Urkunden geben Auskunft zur Gründung und frühen Geschichte zahlreicher brandenburgischer Burgen, Städte und Klöster. Die älteste Urkunde stammt aus dem Jahr 1160, ausgestellt von Albrecht dem Bären. Darin schenkt der erste Markgraf von Brandenburg dem Johanniterorden eine Liegenschaft in Werben an der Elbe. Eine der jüngsten Urkunden ist ein prunkvolles Grafendiplom für Dietrich Ernst Otto Albrecht von der Schulenburg aus dem Jahr 1790.

>> mehr: https://blha.brandenburg.de/index.php/2020/08/25/das-landeshauptarchiv-stellt-8-000-urkunden-hochaufloesend-ins-netz/

Historische Telefonbücher Berlins jetzt online

(mitgeteilt von Claudia Loest, Museum für Kommunikation)

Die Bibliothek des Museums für Kommunikation hat jetzt die ersten Berliner Telefonbücher von 1881 bis 1902  (analog schon seit ca. 10 Jahren aus der Nutzung genommen, weil besorgniserregend vom Zahn der Zeit „benagt“) online gestellt. Sie sind recherchierbar unter https://www.historische-telefonbuecher.de/

Kurzer Exkurs:
Berlins Stadtgebiet war in diesen Jahren sehr viel kleiner (quasi innerhalb der noch vorhandenen Tore :Brandenburger, Oranienburger, Rosenthaler, Frankfurter, Schlesisches, Hallesches…. ) als vor der genau vor 100 Jahren erfolgten Ausweitung zu Groß-Berlin. Umliegend gab es Städte und Gemeinden, die mit der Fusion als Groß-Berlin eingemeindet wurden.

Daraus ergab sich für die Bearbeiter die Schwierigkeit, wie  die immer weiter wachsenden Anhänge der Städte und Gemeinden, die in den Berliner Telefonbüchern dieser Jahre vorhanden sind, leichter recherchierbar und DFG-Viewer-DDB-bibliotheks-Metadaten-konform intergiert werden sollten. In dieser Zeit waren beispielsweise die Potsdamer „Theilnehmer“ mit in den Berliner Telefonbüchern verzeichnet und auch die von Nowawas-Neuendorf (also später Babelsberg, heute Potsdam-Babelsberg) oder auch ein Jahr mal Stettiner. So finden sich auch Magdeburger oder Hallenser darunter.

Der Transfer der Fernsprech-/Telefonbücher-METS/MODS-Dateien in die Deutsche Digitale Bibliothek erfolgt noch. Dann sind sie auch dort zu finden.

Aktueller Datenschutz-Wegweiser für die empirische Forschung veröffentlicht

(nach idw)

Der Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD) hat seine erstmals 2017 erschienene Handreichung Datenschutz grundlegend überarbeitet und an die EU-weit geltende Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und die novellierten deutschen Datenschutzgesetze angepasst. Die Aktualisierung bildet den derzeitigen Stand des juristischen Diskurses ab, der aufgrund des Umfangs und der Aktualität der EU-Datenschutzreform auch weiterhin sehr dynamisch bleiben wird.

Die Publikation bietet eine knappe Übersicht der datenschutzrechtlich relevanten Aspekte in der sozial-, verhaltens- und wirtschaftswissenschaftlichen Forschungspraxis. Hierzu erläutert sie die datenschutzrechtlichen Grundsätze nach der Europäischen Datenschutzgrundverordnung, die wichtigsten anwendbaren rechtlichen Regelungen neben der DSGVO, die Grundbegriffe des Datenschutzes in der Forschung und die Pflichten des Datenverarbeitenden. Am Forschungsalltag orientiert, widmet sich die Handreichung datenschutzrechtlichen Aspekten bei der Akquise, Aufbereitung, Publikation, Archivierung und Nachnutzung von Daten. Weiterführende Literaturhinweise ermöglichen eine Vertiefung der aufgezeigten Aspekte.

Die Handreichung unterstreicht, dass die datenschutzrechtliche Prüfung bei jedem empirischen Forschungsprojekt unabdingbar – und bewältigbar – ist. Ein Ziel der Publikation ist es, den Weg für eine rechtskonforme Datennachnutzung zu öffnen.

>> mehr: Die Handreichung Datenschutz kann kostenfrei über die Webseite des RatSWD bezogen werden: https://www.ratswd.de/publikation/output-series/0806

TU Berlin: Den nationalen Datenschatz heben

(nach idw)

Forschungsdaten sind heute einer der wertvollsten Ressourcen für die Wissenschaft. Insgesamt 30 fachspezifische Konsortien sollen in Deutschland die Etablierung einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) etablieren. Jetzt haben Bund und Länder in der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) die Förderentscheidung für die ersten neun NFDI-Konsortien getroffen. An zwei dieser neun Konsortien ist die Technische Universität Berlin beteiligt: an der „Nationalen Forschungsdateninfrastruktur für Wissenschaften mit Bezug zur Katalyse“ (NFDI4Cat) sowie an der „Nationalen Forschungsdateninfrastruktur für die Ingenieurwissenschaften“ (NFDI4Ing).

Die NFDI ist eine Innovation in der deutschen Wissenschaftslandschaft. Mit ihr sollen die heute oft dezentral, projektzentriert und temporär gelagerten Datenbestände von Wissenschaft und Forschung für das deutsche Wissenschaftssystem systematisch erschlossen werden. Die NFDI wird von verschiedenen Nutzer*innen von Forschungsdaten und von Infrastruktureinrichtungen entwickelt, die dazu innerhalb und zwischen Konsortien zusammenarbeiten. Die NFDI soll Standards im Datenmanagement setzen und als digitaler, regional verteilter und vernetzter Wissensspeicher Forschungsdaten nachhaltig sichern und nutzbar machen.

>> mehr: https://www.tu.berlin/forschen/themenportal-forschen/2020/juli/den-nationalen-datenschatz-heben/

TU Berlin: Ein Manifest für das Web der Zukunft

(nach idw)
Das Web wird von mehr als vier Milliarden Menschen in allen Lebensbereichen genutzt, greift in das Leben aller ein und prägt die globalen Märkte, die Klimawissenschaft, politische Konflikte, Krieg, das soziale Gefüge sowie Ethik und Moral der verschiedensten Gesellschaften.

„Informationsfreiheit versus Informationsqualität, Personalisierung versus Datenschutz und Privatsphäre, Massenbeteiligung versus Manipulation der Massen, Inklusivität und Fairness versus Ausbeutung, Nachhaltigkeit versus Wachstum – diese Ambivalenzen charakterisieren das heutige Web. Künstliche Intelligenz kann diese Ambivalenzen verstärken, zum Guten wie zum Schlechten.
Nun hat ein Team internationaler Wissenschaftler*innen das „2020 Manifesto for Web Science“ veröffentlicht, in dem sie die Frage untersuchen, was getan werden kann, um das Web so zu entwickeln, dass es für die Menschheit seine positiven Potenziale entfaltet und zu den bestmöglichen Ergebnissen führt. Zu den Autor*innen des Manifests gehört Prof. Dr. Bettina Berendt, Leiterin des Fachgebietes „Internet und Gesellschaft“ an der TU Berlin und Direktorin des Weizenbaum-Instituts.
„In unserem Manifest befassen wir uns mit den Zukunftsmöglichkeiten, die sich daraus ergeben. Wir skizzieren Wege, wie das Web weiter entwickelt werden kann, wie Individuen, Gruppen, Organisationen und Staaten lokal und in globaler Kooperation die Ziele für ein ‚gutes‘ Web bestimmen und dazu beitragen können, es zu realisieren“, sagt Prof. Dr. Bettina Berendt.

In ihrem Manifest betonen die Wissenschaftler*innen zudem die Notwendigkeit, Web Science als die Wissenschaft zu erweitern, die sich der Analyse und Entwicklung des Web widmet, um ihre Rolle bei der Gestaltung der Zukunft des Web zu stärken.

Das Manifest für Web Science 2020 ist das Ergebnis des Workshops „10 Years of Web Science“, der im Juni 2018 im Leibniz-Zentrum für Informatik im saarländischen Dagstuhl stattfand.

Link zum Manifest: https://www.webscience.org/2020/07/09/the-2020-manifesto-for-web-science/

Nachruf Prof. Dr. Robert Funk (1942 – 2020)

Mit großer Bestürzung haben wir die traurige Nachricht erhalten, dass unser langjähriges BAK-Mitglied Prof. Dr. Robert Funk am 5. März verstorben ist.
Prof. Funk war einer der wichtigsten Initiatoren für die Aktivitäten vom und im BAK. Er arbeitete jahrelang im Vorstand des BAK und organisierte u.a. viele Exkursionen in externe Bibliotheken und Großbetriebe , aber auch unvergessene Studienreisen im In- und Ausland. Neben seiner Lehrtätigkeit am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität wirkte er u.a. lange Jahre im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Information und Wissen (DGI).
Wir verlieren mit Prof. Funk ein engagiertes BAK-Mitglied, einen Ratgeber und Freund.

Quelle: Tagesspiegel, 15.03.2020

s.a. Nachruf der DGI als PDF-Datei
in: IWP, 71(2020)4-5, S. 258, DOI: https://doi.org/10.1515/iwp-2020-2098

Technologiestiftung Berlin stellt Überichtskarte mit digitalen Bildungsangeboten ins Web

(nach idw)

Am 03.03.2020 ging  edutech.technologiestiftung-berlin.de online. Die neue Seite bietet einen Überblick über digitale Angebote im Bildungsbereich, von der Lernapp für Grundschüler*innen bis zum Managementtool für Bildungseinrichtungen aller Art und dem Hardwareverleih für private Initiativen.

Auf der neuen Seite sind zurzeit 130 Angebote aus der Hauptstadtregion aufgeführt, die in vier Kategorien eingeordnet sind. Da die Interessen am Thema bei Lehrer*innen anders gelagert sein dürften als bei Eltern, wurde viel Sorgfalt auf eine zielgruppengerechte Aufbereitung gelegt. Zu jedem Angebot sind umfassende Informationen aufgeführt. Interessantes kann man sich auf einer Liste merken und wiederfinden. Das Angebot lässt sich auf einer Karte zudem nach Bezirken filtern.

Die Technologiestiftung schafft mit der EduTechMap einen Überblick über eine Szene, die bisher nur Fachleuten umfassend bekannt ist. Da viele digitale Lehr- und Lernmaterialien aus der Praxis heraus entwickelt wurden und keine kommerziellen Interessen verfolgen, sind sie häufig nur lokal bekannt oder nur Fachleuten verständlich. Dabei ist der Einsatz von digitalem Material und digitalen Tools in der Schule heute sinnvoll, um Schüler*innen auf das Leben in der digitalisierten Welt vorzubereiten. Die Seite vermittelt zwischen den beiden Welten der Entwickler*innen und Nutzer*innen.

Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit stellt Lagerdatenbank online

(Quelle: Berliner Zeitung, 17.02.2020)

Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit hat eine  Lagerdatenbank für Berlin und Umgebung auf seiner Website online gestellt. Sie enthält derzeit etwa 1400 verifizierte Standorte von ehemals etwa 3000 Sammelunterkünften für die rund 500 000 NS-Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter im Berliner Stadtraum. Die Datenbank wird kontinuierlich erweitert. Eine Volltextsuche ermöglicht die Recherche nach Straßen, Firmen, Nationalitäten und Bezirken oder nach Art der Zwangsarbeit wie zivile Zwangsarbeit oder Kriegsgefangenschaft.

https://www.ns-zwangsarbeit.de/recherche/lagerdatenbank/

Auftaktworkshop: Auf dem Weg zur Forschungsdatenstrategie für Brandenburg

(Quelle: http://www.fh-potsdam.de)

Forschungsprozesse zu digitalisieren und Daten aus öffentlich geförderter Forschung menschen- und maschinenlesbar zugänglich zu machen, stellen die Wissenschaft vor große Herausforderungen. Brandenburg möchte die wissenschaftlichen Einrichtungen des Landes, insbesondere die Hochschulen, dabei mit einer Forschungsdatenstrategie unterstützen. Daran arbeiten die Universitätsbibliothek der Universität Potsdam und der Fachbereich Informationswissenschaften der Fachhochschule Potsdam gemeinsam in dem vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK) geförderten Projekt „Forschungsdatenmanagement in Brandenburg: Technologien, Kompetenzen, Rahmenbedingungen“ (FDM-BB). Am 21. Februar gibt es bei einem Auftaktworkshop im Bildungsforum eine erste Gelegenheit zum Austausch über den Fortschritt des Projekts.
Die Veranstaltung rückt u. a. das Forschungsdatenmanagement anderer Bundesländer in den Blick, um zu prüfen, inwieweit deren Organisationsmodelle sich für Brandenburgs Wissenschaftslandschaft eignen. Hierfür konnten Vertreterinnen und Vertreter der Landesinitiativen Hessische Forschungsdatenstrategie (HeFDI), Digitale Hochschule NRW (DH-NRW) und des Thüringer Kompetenznetzwerkes Forschungsdatenmanagement (TKFDM) für Impulsbeiträge zur einrichtungsübergreifenden Vernetzung und landesweiten Förderung im Forschungsdatenmanagement gewonnen werden.

Datenstrategie der Bundesregierung – Wissenschaft bringt sich ein

(nach idw)

Bei einer Anhörung des Bundeskanzleramts am 23.01.2020 hat der Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD) vier zentrale Handlungsfelder für die Datenstrategie der Bundesregierung hervorgehoben, in denen die Bedarfe der Wissenschaft berücksichtigt werden sollten:

  1. Datenzugänge zu öffentlichen und kommerziellen Daten schaffen
  2. Technische Möglichkeiten zur Datenauswertung realisieren,
  3. Datenqualität sichern und
  4. Misstrauen gegenüber der Forschung entgegentreten, um das Teilen von Daten zu befördern und Datenverknüpfungen zu ermöglichen.

Mögliche Lösungsansätze führt der RatSWD im veröffentlichten Positionspapier aus. Der RatSWD bietet an, die weitere Ausgestaltung der Datenstrategie aktiv zu begleiten.

>> mehr:
Positionpapier: https://www.ratswd.de/file/200127_RatSWD_Positionspapier-Datenstrategie_BReg
Eckpunkte einer Datenstrategie der Bundesregierung: https://www.bundesregierung.de/resource/blob/997532/1693626/e617eb58f3464ed13b8ded65c7d3d5a1/2019-11-18-pdf-datenstrategie-data.pdf
Videomitschnitt der gesamten Veranstaltung mit Kanzleramtsminister Helge Braun und Digitalstaatssekretärin Dorothee Bär:
https://www.bundesregierung.de/breg-de/mediathek/videos/expertenanhoerung-zur-datenstrategie-im-kanzleramt-1715230

Springer Nature und Projekt DEAL unterzeichnen weltweit umfangreichsten Open Access-Transformationsvertrag

(nach idw)

Springer Nature und die MPDL Services GmbH, im Namen von Projekt DEAL, haben den Vertrag für die bisher weltweit größte Open Access-Vereinbarung unterzeichnet. Bereits seit dem 1. Januar 2020 können Wissenschaftler und Studierende aus Deutschland Open Access (OA) bei Springer Nature veröffentlichen und erhalten umfangreichen Lesezugriff auf die Zeitschriften-Inhalte des Verlags. Nach dem Memorandum of Understanding (MOU), das am 22. August 2019 unterzeichnet wurde, ist der Vertrag der nächste große Schritt auf dem Weg zu Open Access und steht für mehr Sichtbarkeit, Wirkung, Effizienz, Transparenz und Nachhaltigkeit bei der Verbreitung deutscher Forschungsergebnisse zum Nutzen der globalen Wissenschaftswelt.

Durch den Vertrag können Autoren der mehr als 700 teilnahmeberechtigten deutschen Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen ihre Manuskripte im Gold-OA-Standard in Springer Nature Hybrid- oder reinen OA-Zeitschriften veröffentlichen. Im Rahmen der Vereinbarung werden jährlich weit über 13.000 OA-Artikel von deutschen Forschern erwartet. Damit ist der Vertrag aktuell der weltweit größte seiner Art.

Der komplette Vertragstext wird parallel zum Start des Registrierungsprozesses für deutsche Einrichtungen Ende Januar auf der Projekt DEAL-Webseite zur Verfügung stehen.
> mehr: https://www.projekt-deal.de/springer-nature-vertrag/

https://www.coalition-s.org/addendum-to-the-coalition-s-guidance-on-the-implementation-of-plan-s/principles-and-implementation/

Berufsbild Data Scientist: Welche Kompetenzen gefragt sind

(nach idw)

Daten sind ein zentraler Rohstoff der Wirtschaft wie auch der Forschung. Aus ihrer zweckorientierten Analyse entstehen – unter anderem mit Methoden der Künstlichen Intelligenz – neue Erkenntnisse, Entscheidungshilfen und Wettbewerbsvorteile. Zu den Zielen der von der Bundesregierung Ende 2019 beschlossenen Eckpunkte einer Datenstrategie zählt daher, mehr Menschen, Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen und zivilgesellschaftliche Organisationen zu befähigen, Daten effektiv und verantwortungsvoll zu nutzen.

Für die dazu benötigte Expertise gilt es, Data Science und den Umgang mit Daten insbesondere an den Hochschulen und Universitäten, aber auch in der Aus- und Weiterbildung auszubauen. Welche Kompetenzen im Einzelnen zu stärken sind, hat die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) in einer interdisziplinären Arbeitsgruppe unter Mitwirkung der Plattform Lernende Systeme erarbeitet. Das Arbeitspapier liefert Orientierung für die Weiterentwicklung der Lehre an Hochschulen und Universitäten sowie in der Aus- und Weiterbildung.

Originalpublikation: https://www.plattform-lernende-systeme.de/files/Downloads/Publikationen/GI_Arbeitspapier_Data-Science_2019-12_01.pdf

Archiv zum Audio-Nachlass des Journalisten Harald von Troschke an der Viadrina wird eröffnet

(nach idw)

Richard von Weizsäcker, Rainer Werner Fassbinder, Margarete Mitscherlich, Ephraim Kishon – der Journalist Harald von Troschke (1924 – 2009) hat diese und rund 250 weitere Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und Kultur für Radiosendungen ab den 1960er-Jahren interviewt. Entstanden ist eine einmalige Sammlung intellektueller Stimmen des Exils und der Nachkriegszeit. Ein digitales Archiv an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) ermöglicht nun den Zugang zu diesem reichen Audio-Nachlass. Zur feierlichen Eröffnung lädt der Axel Springer-Lehrstuhl für deutsch-jüdische Literatur- und Kulturgeschichte, Exil und Migration am Dienstag, dem 14. Januar 2020, 16.00 Uhr, in den Logensaal der Viadrina, Logenstraße 11 ein.

>> mehr: https://www.europa-uni.de/de/struktur/unileitung/pressestelle/medieninformation/240-2019/index.html

 

Projekt Ökosystem Datenmanagement erfolgreich gestartet

(nach idw)

Wie lassen sich die stetig wachsenden digitalen Datenmengen aus unterschiedlichsten Bereichen systematisch nachhaltig nutzen? Seit 1. Oktober 2019 befasst sich das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 1,7 Millionen Euro geförderte Projekt „Ökosystem Datenmanagement: Analysen – Empfehlungen – FAIRification” (Ecosystem Data Management – EcoDM) mit dieser Frage.

Für einen Förderzeitraum von 30 Monaten gehen die Max-Planck-Gesellschaft vertreten durch

der Fragestellung nach. Das Besondere: EcoDM erforscht, wie die Potenziale des rasanten digitalen Datenwachstums systematisch FAIR (Findable, Accessible, Interoperable, Reusable) gemacht und genutzt werden können.

>> mehr: https://www.ecodm.de/
https://www.dainst.org/-/kick-off-des-projektes-ecodm-ecosystem-data-management-am-dai-berlin?redirect=%2Fdai%2Fmeldungen

Haus der alten Staatsbibliothek nach Grundinstandsetzung an SBPK übergeben

(Quelle: Berliner Zeitung v. 02.11.2019, https://www.berliner-zeitung.de/berlin/unter-den-linden-ein-rundgang-durch-die-modernisierte-staatsbibliothek-33401852 )

Am Montag, dem 04.11.2019,  wird der Bau nach 15 Jahren Grundinstandsetzung durch die Bundesbaubehörden von diesen und dem Architekten HG Merz an die Nutzer, die Staatsbibliothek der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, übergeben werden. Dann wird die alte Staatsbibliothek erst einmal geschlossen, um in einem halben Jahr nach dem Umzug unter anderem der kostbaren Handschriftensammlung wieder für das Publikum offen zu stehen.

>>mehr: https://www.berliner-zeitung.de/berlin/unter-den-linden-ein-rundgang-durch-die-modernisierte-staatsbibliothek-33401852

ZBW spendet umfangreiche Open-Data-Sammlung an Wikidata

(nach idw)
Die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft macht sich stark für Open Science. In diesem Kontext hat sie die Metadaten ihrer historischen Pressearchive unter die freie CC0-Lizenz gestellt. Anlässlich des 7. Geburtstags der freien Wissensdatenbank Wikidata, zugehörig zur Wikimedia Foundation, präsentierte die ZBW bei der WikidataCon in Berlin die über 5.000 Personendossiers des ZBW-Pressearchivs als ersten Teil einer umfangreichen „Data Donation“. Die Daten zu historischen Dossiers aus nationalen und internationalen Medien stehen künftig zur Verknüpfung und Nachnutzung kostenfrei zur Verfügung.

Bei der „Pressemappe“ (http://webopac.hwwa.de/pressemappe20/) handelt es sich um eine digitale Ausschnittsammlung aus insgesamt 1.500 deutschen und internationalen Zeitungen und Zeitschriften. Die Kollektion umfasst Presseartikel, Geschäftsberichte, Festschriften und sonstige Materialien zu einzelnen Personen, Waren, Produktgruppen und Firmen sowie zu Sachthemen aus dem Bereich der einzelnen Länder und der gesamten Weltwirtschaft aus der Zeit vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zur Währungsreform 1948 bzw. zur Gründung der Bundesrepublik 1949. Die „Pressemappe“ ist organisiert in rund 25.000 thematischen Dossiers mit über zwei Millionen Seiten.

>>mehr: https://www.zbw.eu/de/ueber-uns/aktuelles/meldung/news/zbw-spendet-umfangreiche-open-data-sammlung-an-wikidata/

GERMAN SALES – eine neue Dimension der Transparenz

(nach idw)

Die Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin, die Universitätsbibliothek Heidelberg und das Getty Research Institute stellen 9000 historische Auktionskataloge online – ein Gewinn für Provenienzforschung und Kunstmarktforschung

Rund 9000 zwischen 1901 und 1945 von mehr als 390 Auktionshäusern in Deutschland, Österreich und der Schweiz herausgegebene Kataloge wurden seit 2010 in zwei von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekten vollständig erfasst, digitalisiert und erschlossen. Teilprojekt 1 (neben der DFG gefördert vom National Endowment for the Humanities sowie der VolkswagenStiftung) umfasste die Jahre 1930-1945 und Teilprojekt 2 die Kataloge aus den Jahren 1901-1929. Damit sind die für die Provenienz- und Kunstmarktforschung unverzichtbaren Quellenressourcen erstmals open access verfügbar. Die insgesamt rund 650000 Seiten sind im Volltext katalogübergreifend zu recherchieren. Bislang wurden bereits 10,6 Mio. Seitenzugriffe auf die digitalisierten Auktionskataloge gezählt.

>> mehr: https://www.arthistoricum.net/themen/portale/german-sales/auktionskataloge/
https://blog.smb.museum/datenbank-german-sales-den-kunstgeschichten-auf-der-spur/

Alles auf einen Klick – per Smartphone-Guide durchs Museum

(nach idw)

Das HU-Start-up shoutr labs entwickelte einen Smartphone-Guide für die Dauerausstellung im Tieranatomischen Theater der HU.

Per Handy mit Museumsobjekten interagieren und dabei überraschende Zusammenhänge aufdecken – das ist das Konzept der neuen Dauerausstellung „Flechtwerk der Dinge“ im Tieranatomischen Theater der Humboldt-Universität zu Berlin (HU). Nach Ausstellungstafeln suchen Besucherinnen und Besucher hier vergeblich. Sie können stattdessen per Smartphone gezielt Informationen zu Objekten abrufen und Ausstellungsgegenstände digital zueinander in Beziehung setzen. Möglich gemacht hat das die Firma shoutr labs, eine Ausgründung der HU.

>> mehr: https://www.kulturtechnik.hu-berlin.de/de/hzk/tieranatomisches-theater/

György-Konrád-Archiv an der Akademie der Künste

(Berliner Zeitung, 09.10.2019)

Nach dem Tod des ungarischen Schriftstellers György Konrád (1933-2019) übernimmt die Akademie der Künste in Berlin das Archiv ihres ehemaligen Präsidenten. Konrád habe den Bestand wenige Monate vor seinem Tod am 13. September 2019 der Akademie zugesprochen, damit er in Berlin für Forschung und Öffentlichkeit erschlossen wird, teilte die Akademie mit. Das György-Konrád-Archiv enthält Manuskripte und Typoskripte seiner erzählerischen und essayistischen Arbeiten, ebenso Arbeitsmaterialien, biografische Unterlagen, Tage- und Notizbücher, Fotografien sowie zahlreiche Preise und Auszeichnungen.

>> mehr: https://www.adk.de/de/news/

Digitalwerkstatt Museum – Impulse für Vermittlung, Forschung & Entwicklung

(nach idw)

Im digital erweiterten Museum ist nicht nur Expertise in der Kerndisziplin des zu vermittelnden Themas gefragt. Genauso wichtig ist es, Grundlagen der Konzeption digitaler Anwendungen zu kennen, die Zusammenarbeit mit externen Entwickler*Innen zielgerichtet zu steuern sowie den Betrieb digitaler Angebote in die Arbeitsprozesse des Museums nachhaltig zu integrieren.

Das Verbundprojekt museum4punkt0 rückt daher vom 14.-16. Oktober 2019 im Symposium „Digitalwerkstatt Museum“ die Methoden, Abläufe und Anforderungen digitaler Entwicklung in den Fokus. In einem Mix aus Impuls- und Fachvorträgen, Hands-on-Workshops und Werkstattberichten blickt es auf
• Modelle des Ausstellens und Vermittelns mit digitalen Technologien
• Rahmenbedingungen für die museumsinterne Entwicklung digitaler Angebote
• Anforderungen an Teamstrukturen und Kompetenzen sowie auf
• Bedingungen für den Betrieb im Museumsalltag.

Veranstaltungsorte:
14. 10. 2019: Kulturforum (Matthäikirchplatz, 10785 Berlin)
15./16.10.2019: ufaFabrik (Viktoriastraße 10-18, 12105 Berlin)

„Digitalwerkstatt Museum“ ist eine Veranstaltung des Verbundprojekts „museum4punkt0 – Digitale Strategien für das Museum der Zukunft“. Es wird organisiert durch die Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit ihren Staatlichen Museen zu Berlin, in Kooperation mit dem Deutschen Auswandererhaus Bremerhaven, dem Deutschen Museum, dem Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz, den Fastnachtsmuseen Schloss Langenstein und Narrenschopf Bad Dürrheim und der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss.

>> mehr: https://www.museum4punkt0.de/events/digitalwerkstatt-museum/

Kulturgeschichtlich bedeutendste Sammlung von Pilzbüchern kommt zum Botanischen Museum Berlin

(nach idw)

Die Bibliothek des Botanischen Gartens und Botanischen Museums Berlin hat 2551 Pilzbücher aus der Zeit von 1822 bis 1959 aus der Privatsammlung des Journalisten und Antiquars Christian Volbracht aus Hamburg erworben. Damit wird die bedeutendste Sammlung von Büchern zum Thema Pilze aus diesem Zeitraum öffentlich zugänglich. Die kulturhistorisch wichtigen Werke ergänzen den Bestand der Berliner Bibliotheken und bereichern das Land Berlin.

Diese Anschaffung wurde ermöglicht durch eine Förderung der LOTTO-Stiftung Berlin und der Kulturstiftung der Länder sowie durch einen Eigenanteil des Botanischen Gartens und Botanischen Museums der Freien Universität Berlin im Gesamtumfang von 270.000 Euro.

Die erworbene Sammlung umfasst weltweit die Literatur zum Thema Pilze in seiner ganzen Breite, von Speise- und Giftpilzen über psychoaktive zu parasitischen und holzzerstörenden Pilzen. Vertreten ist vom wissenschaftlichen Werk zur Systematik der Pilze oder zum Pilzbestand einer speziellen geographischen Region über populäre Pilzführer alles bis zu Pilzkochbüchern und Kinderbüchern. Naturgetreue und wissenschaftlich einwandfreie Abbildungen sind ein wesentliches Element der meisten Werke, die damit auch die Entwicklung vom kolorierten Kupferstich über die Chromolithografie zum Vierfarb-Offsetdruck spiegeln.

Online-Archiv „Open Memory Box“: DDR-Alltag auf Schmalfilm

(nach idw)

Bei einer Pressevorführung am 23. September um 11 Uhr in der Botschaft von Kanada in Berlin wird das Online-Archiv „Open Memory Box“ erstmalig der weltweiten Öffentlichkeit kostenlos zugängig gemacht. In sechsjähriger Arbeit hat ein internationales Team das innovative Online-Archiv „Open Memory Box“ entwickelt. Die Sammlung umfasst über 415 Stunden privater Filmsequenzen – von Kindergeburtstagen bis zu Begräbnissen, von 1. Mai Kundgebungen bis zur Republikflucht -, die zwischen 1947 und 1990 von 150 Familien in der DDR gedreht wurden. Das Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam hat das Projekt „Open Memory Box“ unterstützt.

Das Projekt wurde 2013 vom schwedisch-argentinischen Filmproduzenten Alberto Herskovits und dem kanadischen Politikwissenschaftler Professor Laurence McFalls ins Leben gerufen. „Unsere Absicht ist, Stereotypen – sowohl schönfärberische als auch schwarzmalerische – bei der Bewertung der DDR-Vergangenheit mit einer anderen Sichtweise – wie der des intuitiven ‚Anti-Archiv’-Bereichs auf der Webseite – aufzubrechen. Wir wollen sehen, wie alte Home Movies aus der DDR und neue Medienformen deutsch-deutsche Erinnerungsdebatten bereichern können“, erklärt McFalls, der seit 30 Jahren die Wiedervereinigungsgeschichte von jenseits des Atlantiks beobachtet. „Der spielerische Umgang mit dem Quellenmaterial und die Emanzipation des Zufalls hinterfragen tradierte Archivansätze. Der private Blick wird öffentlich, der Schmalfilm zum Spiegel in dem wir uns selbst wiedererkennen,“ ergänzt Herskovits, der 1990 bereits seinen ersten Dokumentarfilm in der noch-DDR gedreht hat.

Das Projekt „Open Memory Box“ entstand mit Unterstützung des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD), der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, des Social Sciences and Humanities Research Council of Canada, des Centre canadien d’études allemandes et européennes, der Université de Montréal, des Internationalen Graduiertenkollegs IRTG „Diversity“, des Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam sowie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Rahmen des Projekts „Das mediale Erbe der DDR“.

>> mehr: https://zzf-potsdam.de/sites/default/files/veranstaltung/files/omb_info_09_19.pdf
https://zzf-potsdam.de/sites/default/files/veranstaltung/files/2019_09_19_zzf_pm_open_memory_box.pdf

Förderprogramm „Digitalisierung des kulturellen Erbes 2020“ in Brandenburg

(nach idw)

Der 3. Informationstag Brandenburg.digital wurde vom Arbeitskreis Brandenburg.digital in Zusammenarbeit mit der Koordinierungsstelle Brandenburg-Digital und der FH Potsdam vorbereitet. Schwerpunkt war das Thema „Kooperationen“. Der Informationstag soll 2-jährlich einen aktuellen Einblick in die Digitalisierungsprojekte und Online-Angebote im Bereich „Kulturelles Erbe“ der Archive, Bibliotheken, Museen, Gedenkstätten, Denkmalpflege und Forschungseinrichtungen im Land Brandenburg geben.
Wissenschafts- und Kulturstaatssekretärin Ulrike Gutheil kündigte hier  das Förderprogramm „Digitalisierung des kulturellen Erbes 2020“ an.
Im Rahmen dieses Förderprogramms  werden im kommenden Jahr 100.000 Euro bereitgestellt. Bis zum 15. November 2019 können sich Einrichtungen wie etwa Archive, Bibliotheken, Museen, Denkmalpflege-Vereine, Gedenkstätten oder Forschungseinrichtungen, die kulturelles Erbe bewahren und ihre Bestände digitalisieren wollen, bewerben. Voraussetzungen für die Förderung sind unter anderem der Brandenburg-Bezug, der kulturhistorische Wert, die Kooperation möglichst mehrerer Einrichtungen, die Erbringung eines Eigenanteils sowie die Beratung durch die ‘Koordinierungsstelle Brandenburg-digital‘. Eine Jury prüft die Anträge.

>> mehr: https://www.fh-potsdam.de/informieren/aktuelles/news-detailansicht/artikel/3-informationstag-brandenburgdigital-an-der-fachhochschule-potsdam/


Wer ist Datenliterat? – Neue Studie definiert Kompetenzrahmen

(nach idw)

Durch die wachsende Bedeutung von Data Literacy wird es immer wichtiger, Studierenden Kompetenzen im Umgang mit Daten zu vermitteln. Der vom Hochschulforum Digitalisierung neu veröffentlichte Data-Literacy-Kompetenzrahmen bietet Unterstützung zur Entwicklung des  Vermögens, Daten zu verstehen und aus ihnen Informationen und (Handlungs-)Wissen abzuleiten.

Das erste Papier Data Literacy: Ein Systematic Review bietet eine Analyse bestehender Testverfahren für Data Literacy und verwandte Kompetenzen in Bezug auf Informationsbeschaffung (Information Literacy), Statistische Kenntnisse (Statistical Literacy) und Kompetenz im Umgang mit Medien (Media Literacy). Dies bildet die Grundlage für die zweite Studie Future Skills: Ein Framework für Data Literacy. Analog zu Bewertungskriterien für Sprachkenntnisse unterscheidet der hier entwickelte Kompetenzrahmen zwischen Verstehen und Sprechen der Daten-Sprache, also zwischen Kodierungs- und Dekodierungsprozessen.

>> mehr: https://hochschulforumdigitalisierung.de/de/news/data-literacy-kompetenzrahmen
Dossier: https://hochschulforumdigitalisierung.de/de/dossiers/data-literacy

Projekt DEAL und SPRINGER NATURE vereinbaren Rahmen für weltweit umfangreichsten Open Access-Transformationsvertrag

(nach idw)

MPDL Services, im Auftrag von Projekt DEAL, und Springer Nature haben am 22.08.2019 in Berlin ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, das den Rahmen für die umfassendste Open Access-Vereinbarung weltweit definiert. Die finale Vereinbarung soll noch in diesem Jahr besiegelt werden. Das gemeinsame Engagement beider Parteien, sich für das Prinzip einer offenen Wissenschaft einzusetzen, hat diese Einigung möglich gemacht.

Die Vereinbarung wird allen Einrichtungen von Projekt DEAL (mehr als 700 öffentlich und privat geförderte wissenschaftliche Einrichtungen in Deutschland) die Teilnahme ermöglichen und somit den Zugang zu Springer Nature-Inhalten für die gesamte deutsche Forschungslandschaft substantiell dauerhaft verbessern.

Im Rahmen des finalen Vertrages werden pro Jahr voraussichtlich mehr als 13.000 Artikel deutscher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Open Access (OA) veröffentlicht werden. Diese Artikel werden somit ab Veröffentlichung weltweit frei verfügbar sein und die Sichtbarkeit und globale Nutzung der bei Springer Nature erscheinenden deutschen Forschungsergebnisse erhöhen.
Eckpunkte des Memorandum of Understanding mit Springer Nature

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