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Verabschiedung der Forschungsdatenstrategie für Brandenburg

(nach idw)

Die gemeinsame Forschungsdatenstrategie für das Land Brandenburg wurde am 18. Juli durch das MWFK (Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg) und die BLHP (Brandenburgische Landeskonferenz der Hochschulpräsident*innen) verabschiedet. Die Strategie unterstützt das Ziel, ein institutionalisiertes und nachhaltiges Forschungsdatenmanagement (FDM) an den brandenburgischen Hochschulen zu etablieren.

>> mehr: Forschungsdatenstrategie | Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (brandenburg.de)

publish.UP Handlungs- und Implementierungsempfehlungen zum Forschungsdatenmanagement in Brandenburg (uni-potsdam.de)

Bibliotheken der TU und der UdK als „Bibliothek des Jahres 2022“ ausgezeichnet

(Quelle: Berliner Zeitung, 20.7.2022)

Die Universitätsbibliotheken der Technischen Universität Berlin und der
Universität der Künste Berlin werden gemeinsam „Bibliothek des Jahres“ 2022.

Der mit 20.000 Euro dotierte nationale Bibliothekspreis wird vom Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv) und der Deutsche Telekom Stiftung verliehen.
Die Universitätsbibliotheken, die sich unter anderem ein Gebäude teilen und sich gemeinsam für den Preis beworben haben, erhalten die Auszeichnung für ihr vorbildliches Engagement in den Bereichen digitale Services und Openness sowie für ihre strukturellen Veränderungen bei der Personal- und Organisationsentwicklung. Die Förderung der digitalen Medien- und Informationskompetenz sowie ihre Publikationsdienstleistungen setzen die Bibliotheken in kreativen Formaten um, die sie über verschiedene Kanäle nutzerorientiert kommunizieren.
Zu ihren digitalen Angeboten gehören die „Teaching Library“ mit verschiedenen Lern-Apps, digitale Infotage und Hausrundgänge, regelmäßige „Coffee Lectures“ sowie eTutorials, die Studierenden und weiteren Zielgruppen die Nutzung der Bibliotheksdienstleistungen von zu Hause aus erleichtern sollen.
Zudem leisten sie in den Bereichen Forschungsdatenmanagement und Open Access in den von ihnen vertretenen Wissenschaften und Künsten Pionierarbeit und ermöglichen mit Open-Source-Softwarelösungen für digitalisierte Printbestände und „born digital“-Dokumenten eine nachhaltige Infrastruktur.
Der Preis wird am 24.Oktober, dem bundesweiten Tag der Bibliotheken, verliehen.

>> mehr: 20220719_Bekanntgabe Bibliotheken des Jahres 2022_final.pdf
https://www.tu.berlin/ueber-die-tu-berlin/profil/pressemitteilungen-nachrichten/bibliothek-des-jahres-2022

Historische Handschiften: Nachlass von Christian und Gotthold digital zugänglich und beschrieben

(nach idw)

Mit dem digitalisierten Nachlass von Christian und Gotthold Schwela / Kito und Bogumił Šwjela ist nun ein bedeutender Bestand des sorbischen Kulturerbes online zugänglich, im sorabistischen Wissensportal des Sorbischen Instituts SORABICON ebenso wie im überregionalen Kalliope-Verbund für Nachlässe und Autographen. Die Präsentation aller Dokumente mit Bild, Metadaten und zusätzlichen Informationen ist das Ergebnis eines kürzlich abgeschlossenen Digitalisierungsprojekts am Sorbischen Kulturarchiv, gefördert durch die DFG.
Der Nachlass enthält zumeist handschriftliche Dokumentensammlungen zur staatlichen und kirchlichen Politik gegenüber den Sorben, zur Selbstorganisation sorbischen Kulturlebens, sprachhistorische Sammlungen zu Flurnamen, Familien- und Ortsnamen, Grammatik, eine Wörterbuchsammlung sowie eine ethnologisch-sprachliche Sammlung zu allen Facetten der niedersorbischen Volkskultur. Die Digitalisierung und Erschließung dient einerseits der Dokumentation der akut gefährdeten niedersorbischen Sprache und baut andererseits die sprachliche Barriere für die Benutzung des Materials durch nicht-sprachkundige kulturwissenschaftlich orientierte Forschende oder für die historische Minderheitenforschung in Deutschland ab.

>> mehr: Serbski institut / Sorbisches Institut – DFG-Projekt „Archivische Findmittel und Quellen: Digitalisierung und Tiefenerschließung des Nachlasses von Gotthold Schwela“ (serbski-institut.de)

Projekt zur Archiv-Digitalisierung sucht Berliner, die ihr Wissen über Bauten teilen

(nach idw)
Die Wissenschaftlichen Sammlungen zur Bau- und Planungsgeschichte der DDR am Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) in Erkner sind ein kleines, in ihren Beständen jedoch stetig wachsendes Spezialarchiv, das Bau- und Planungsdokumente überwiegend aus der DDR, zum Teil aber auch aus Westdeutschland und dem wiedervereinigten Deutschland sammelt. Für eine vollständige Digitalisierung, Erschließung und Nutzbarmachung dieser Bestände für die breite Öffentlichkeit fehlen den Sammlungen jedoch die personellen und finanziellen Mittel. Damit stehen sie exemplarisch für unzählige kleine, spezialisierte Archive, die zwar einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung des kulturellen Gedächtnisses leisten, häufig aber auf nur geringe oder unregelmäßige finanzielle Mittel zurückgreifen können. So bleiben viele kulturelle und historische Schätze zwangsläufig ungehoben und unzugänglich für Bildung, Forschung und Öffentlichkeit.

Unter der Leitung von Dr. Rita Gudermann wird nun im Rahmen des Projekts „CitizenArchives“ eine Wissens- und Kommunikationsplattform entwickelt, mit deren Hilfe sich interessierte und fachkundige Bürger*innen und Forschende von außen an der Erschließung von Sammlungsbeständen beteiligen können. Auf diese Weise sollen das Wissen und Engagement interessierter und fachkundiger Personen nutzbar gemacht und bisher unzugängliches Archivmaterial schon in der frühen Phase der Erschließung öffentlich zugänglich gemacht werden.

Auf der diesjährigen Langen Nacht der Wissenschaften am Samstag dem 2. Juli ab 17 Uhr präsentieren sich die Sammlungen im Atrium des Hauses der Leibniz-Gemeinschaft in der Chausseestraße in Berlin-Mitte.

>> mehr: https://leibniz-irs.de/aktuelles/meldungen/06-1/grosswohnsiedlungen-gestern-heute-und-morgen

Publikationsfonds für Open-Access-Monografien des Landes Brandenburg

Das Land Brandenburg hat jetzt einen Monografienfonds für seine acht Hochschulen eingerichtet und ihn für die Jahre 2021 bis 2023 mit jährlich 100.000 Euro ausgestattet. Die Förderkriterien wurden von der Arbeitsgruppe OA-Monografien-Publikationsfonds Brandenburg, in der Vertreter der Hochschulen gemeinsam mit der Vernetzungs- und Kompetenzstelle Open Access Brandenburg arbeiten, entwickelt.
Bereits 2015 wurde an der Universität Potsdam ein DFG-geförderter Publikationsfonds eingerichtet, der bis heute Zuwächse aufweist. Allerdings fördert der Publikationsfonds nur Artikel, keine Monografien, die in einigen Disziplinen tonangebend sind. Mit dem neuen Monografienfons wird die bisher bestehende Finanzierungslücke nun geschlossen.
>> mehr: Neues aus der UP – Universität Potsdam (uni-potsdam.de)

Ein Blick in die Schatzkammern der deutschen Herbarien: www.herbarium.gbif.de geht online

(nach idw)

Mit rund 23 Millionen getrockneten Pflanzen, Pilzen und Algen in über 70 Herbarien verfügt Deutschland über den weltweit drittgrößten Bestand. Das Onlineportal https://herbarium.gbif.de zeigt nun mit einer Million digital vernetzten Belegen, welches Wissen in ihnen schlummert. Die Schätze von 22 bedeutenden deutschen Herbarien können hier erstmals als Gesamtschau eingesehen werden. Kuratiert wird das Virtuelle Herbarium Deutschland vom Botanischen Garten Berlin der Freien Universität Berlin, der gemeinsam mit der internationalen Open Data-Plattform Global Biodiversity Information Facility (GBIF) auch die Software hinter dem Portal entwickelt hat.

Auf www.herbarium.gbif.de können Botanik-Interessierte neben den hochaufgelösten Fotografien von 300.000 historischen Belegen – unter ihnen Originalbelege von Alexander von Humboldt oder Carl Ludwig Willdenow – auch die genauen Fundorte auf einer digitalen Weltkarte entdecken. Das Portal bietet Hobby-Botanikerinnen und Pflanzenliebhabern ebenso wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern erstmals einen anschaulichen Schnelleinstieg in die digitalisierten Belege der deutschen Herbarien. Neben seltenen Typus-Exemplaren (erstmalig botanisch beschriebene Arten) finden sich auch Belege zu Pflanzen, die heute gefährdet oder vom Aussterben bedroht sind: so eine Form des Königsfarns (Osmunda regalis f. crispa Willd), die Humboldt in der Nähe des Humboldt-Schlösschens in Berlin gesammelt hat. Das Virtuelle Herbarium Deutschland präsentiert bisher über zwanzig Sammlungen von Universitäten, Museen und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen – zu den teilnehmenden Partnern gehören unter anderem das Herbarium Senckenbergianum Frankfurt/Main und das Herbarium Haussknecht der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

s.a. Pressefotos | Botanischer Garten Berlin

Berliner Staatsbibliothek jetzt auch sonntags geöffnet

Quelle: https://blog.sbb.berlin/pm_sonntagsoeffnung/

Am 15. Mai 2022 öffnet die Berliner Staatsbibliothek ihre beiden großen Standorte Unter den Linden 8 und Potsdamer Straße 33 erstmals auch sonntags.

Dazu erklärt Achim Bonte, Generaldirektor der Staatsbibliothek: „Es war seit meinem Amtsantritt im September letzten Jahres eines meiner Herzensanliegen, diese großartige Bibliothek so rasch wie möglich auch regelmäßig sonntags zugänglich zu machen. Ich betrachte es als unsere Pflicht, die Öffentlichkeit von den von ihr finanzierten Gütern maximal profitieren zu lassen. Zudem halte ich in einer „Bildungsrepublik“ Deutschland den Bibliotheksbesuch auch am Sonntag für eine höchst sinnvolle Freizeitbeschäftigung.“

Die beiden Häuser sind mit den Allgemeinen Lesesälen und den Freihandbeständen von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Die Nutzung ist kostenfrei möglich. Eine vorherige Registrierung wird empfohlen, um die Angebote der Staatsbibliothek in vollem Umfang nutzen zu können.

Weiter Achim Bonte: „In zentraler Lage Berlins werden alle Interessierten das in den Museen Gesehene vertiefen, ihre Wochenlektüre fortsetzen oder einfach einmal schlicht einen Ort aufsuchen können, an dem man noch unbekannte Wissenswelten entdeckt. Nicht zuletzt in Zusammenarbeit mit Partnereinrichtungen aus Kultur und Wissenschaft soll der Leistungsumfang am Sonntag schrittweise ausgebaut werden. Das Haus Unter den Linden 8 ist Teil der Kultur- und Wissenschaftsmeile, die sich vom Berliner Dom über die Museumsinsel, das Deutsche Historische Museum, die Staatsoper und die Humboldt-Universität erstreckt. Das Haus Potsdamer Straße 33 ist Bestandteil des Kulturforums mit Philharmonie, Gemäldegalerie, Neuer Nationalgalerie und anderen Museen.

Die digitale Transformation des Handschriftenerbes geht weiter

(nach  idw)

Seit 2019 bauen die Staatsbibliotheken in Berlin und München, die Universitätsbibliothek Leipzig und die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel mit Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ein bundesweites Webportal auf, das Informationen zu Handschriften des Mittelalters und der Neuzeit in deutschen Sammlungen zentral bündelt. Nun hat die DFG fast 5 Millionen Euro für die dreijährige Weiterführung dieses innovativen Vorhabens bewilligt. Neu in der Projektgruppe ist das Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin, dessen Begleitung eine optimale Usability des neuentwickelten Portals gewährleistet.

Das Handschriftenportal öffnet mittels modernster Suchmaschinen- und Präsentationstechnologie den Weg zu wissenschaftlichen Erschließungsdaten und digitalen Reproduktionen der unikalen handschriftlichen Kulturzeugnisse Deutschlands. Forscher:innen und interessierte Öffentlichkeit können weltweit ungehindert die kostbaren Manuskripte vergangener Epochen betrachten und den aktuellen Kenntnisstand zu diesen einmaligen Buchobjekten recherchieren. Mit Forschungsdaten zu bereits mehr als 70.000 Handschriften ist das Portal der führende Anbieter im internationalen Vergleich.

Im Sommer 2022 wird das Portal mit den grundlegenden Funktionen von Datenhaltung und -eingabe, Datenverbesserung und Online-Präsentation zum Abschluss der 1. Projektphase live gehen. In der nun bewilligten 2. Förderphase kann sich das innovative Potenzial des Systems breit entfalten. So werden interaktive Elemente es Fachleuten künftig ermöglichen, das digitale Wissen über die historischen Handschriften anzureichern und kooperativ zu bearbeiten. Eine konsequente Nutzung verlinkter Normdaten wird nicht nur neue Suchperspektiven auf das Datenmaterial, sondern auch Nutzungsszenarien für die Digital Humanities eröffnen. Durch die Integration von Informationen aus anderen Portalen des deutschen Sprachraums und mit Beratungs- und Hostingservices für Handschriftensammlungen wird die Rolle des Handschriftenportals als wichtiger Baustein in der digitalen Forschungsinfrastruktur gestärkt.

Das Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft unterstützt die Entwicklung des Portals durch die systematische Einbeziehung von Aspekten der Usability und User Experience. Projektziel ist die intuitive und zufriedenstellende Bedienbarkeit des Portals für Forschende und Personen der interessierten Öffentlichkeit mit sehr unterschiedlichen Bedürfnissen.

Onlineportal „Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten“ gestartet

Quelle: Aktuelle Pressemitteilung & Materialien – Deutsche Digitale Bibliothek (deutsche-digitale-bibliothek.de)

Die Deutsche Digitale Bibliothek hat am 30.11.2021 das Onlineportal „Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten“ unter der Domain ccc.deutsche-digitale-bibliothek.de freigeschaltet. Damit ist Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten von 25 Piloteinrichtungen innerhalb der Deutschen Digitalen Bibliothek online verfügbar. Zunächst als Prototyp entwickelt, soll das Portal künftig zu einer umfassenden zentralen Veröffentlichungsplattform für Informationen über Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten in deutschen Kultur- und Wissenseinrichtungen ausgebaut werden.

Zum Start steht das Portal in deutscher und englischer Sprache mit Informationen zu rund 8.000 Nachweisen zu Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten zur Verfügung, wobei Beschreibungen in der Regel zunächst nur auf Deutsch vorliegen. In einem nächsten Schritt werden relevante Daten, die bereits jetzt in der Deutschen Digitalen Bibliothek enthalten sind, als „Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten“ gekennzeichnet, damit sie künftig ebenfalls im Portal auffindbar sind. Perspektivisch soll das Portal in weiteren Sprachen angeboten sowie mit Daten von weiteren Kultur- und Wissenseinrichtungen bereitgestellt werden.

Die Entwicklung des neuen Portals geht auf die von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden im Oktober 2020 vereinbarte „3 Wege-Strategie zur Erfassung und digitalen Veröffentlichung von Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten in Deutschland“ zurück. Ziel der „3 Wege-Strategie“ ist es, im Hinblick auf Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten größtmögliche Transparenz herzustellen. Die Aufbauphase des heute gestarteten Portals wird von der Bundesregierung aus dem Etat für Kultur und Medien finanziert

Die Deutsche Physikalische Gesellschaft veröffentlicht Positionspapier zur Zukunft des wissenschaftlichen Publikationswesens

Quelle: 2021 — DPG (dpg-physik.de)

Aus Sicht praktizierender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bezieht die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) Stellung zu den Rahmenbedingungen für ein wissenschaftliches Publikationswesen, um den Anliegen ihrer Mitglieder Gehör zu verschaffen. Kurz und bündig werden zentrale Themengebiete behandelt: die allgemeine Zugänglichkeit, die Kosten- und Datentransparenz im Publikationswesen, das Absenken der Eintrittsschwelle für Innovationen und neue Marktteilnehmer sowie die Rolle der wissenschaftlichen Gemeinschaft bei der Zukunftsgestaltung.

Die DPG vertritt das Ziel, innovative und qualitätssichernde Publikationsmodelle zu fördern. Dies ist im gegenwärtigen Transformationsprozess zur allgemeinen Verfügbarkeit von Forschungsergebnissen (Stichwort: Open Access) umso dringlicher, damit die damit einhergehenden neuen Strukturen wissenschaftsorientiert, zukunftsfähig und – nicht zuletzt aus Sicht der Geldgeber – effizient sind.

Dabei sollen die Entscheidungskompetenz und Verantwortung wieder stärker von der wissenschaftlichen Gemeinschaft übernommen werden. Ziel von Reformen muss sein, die Stellung publizierender Forscherinnen und Forschern gegenüber den Verlagen zu stärken. Gleichzeitig erfordert solch ein Wandel auch den Verzicht auf unmittelbare Kenngrössen und Reputationskriterien, wie z. B. des Journal Impact Factors, bei Berufungs- und Evaluationsverfahren. Dies wiederum verlangt von allen Beteiligten, den erforderlichen Aufwand für eine inhaltliche Qualitätsbewertung zu übernehmen.

>> Positionspapier

Die Deutsche Digitale Bibliothek startet das Deutsche Zeitungsportal mit zentralem Zugang zu historischen Zeitungen von 1671 bis 1950

Quelle: Die Deutsche Digitale Bibliothek startet das Deutsche Zeitungsportal mit zentralem Zugang zu historischen Zeitungen von 1671 bis 1950  – Deutsche Digitale Bibliothek (deutsche-digitale-bibliothek.de)

Die Deutsche Digitale Bibliothek schaltet mit dem Deutschen Zeitungsportal einen zentralen Zugang zu digitalisierten historischen Zeitungen aus deutschen Kultur- und Wissenseinrichtungen frei: es führt digitale Zeitungsbestände gebündelt zusammen, macht sie online sichtbar und kostenfrei zugänglich.

Nutzer*innen können Zeitungen über Titel, Verbreitungsort oder Erscheinungsdatum finden und nach verschiedenen Kriterien sortieren. Ein Kalender zeigt an, wann welche Zeitung erschienen ist. Mit beliebigen Stichwörtern kann nach Zeitungen oder in Zeitungen, einzelnen Ausgaben oder Seiten gesucht, die Suchergebnisse nach Erscheinungszeitraum oder Ort, Sprache oder Bibliothek gefiltert werden. Während die stufenlos vergrößerbare Originalabbildung angezeigt wird, ist eine Recherche im Text möglich. Ganze Ausgaben oder einzelne Seiten sind überdies als Download verfügbar. Über eine öffentliche Programmierschnittstelle (API) kann auf Bilder, Volltexte und Metadaten zugegriffen werden. Alle Zeitungsausgaben sind mit einer Lizenz oder einem Rechtehinweis versehen, so dass Nutzer*innen jederzeit wissen, wie die Zeitungen verwendet werden dürfen.

Das Deutsche Zeitungsportal startet mit 247 Zeitungen aus neun Bibliotheken, die einen Zeitraum von fast drei Jahrhunderten umfassen und zu einem Anteil von 84% über eine Volltexterschließung verfügen. Die älteste Zeitung „Il corriere ordinario“ ist 1671 erschienen, die jüngste, die „Badische Neuesten Nachrichten“, am 30. Dezember 1950.

Das Angebot wird fortlaufend ausgebaut, so dass die Anzahl der Zeitungen stetig wächst. Langfristig soll das Deutsche Zeitungsportal alle digitalisierten historischen Zeitungen zugänglich machen, die in deutschen Kultur- und Wissenseinrichtungen aufbewahrt werden.

Das Deutsche Zeitungsportal ist ein Sub-Portal der Deutschen Digitalen Bibliothek und führt wie sie digitale Sammlungen – in diesem Fall historische Zeitungen – aus unterschiedlichen Einrichtungen auf einem Portal zusammen.

Das Zeitungsportal ist ohne Registrierung kostenfrei nutzbar. Kultur- und Wissenseinrichtungen, die sich mit ihren Zeitungsbeständen beteiligen möchten, sind sehr willkommen.

Das Deutsche Zeitungsportal wird von vier Projektpartnern aufgebaut: der Deutschen Nationalbibliothek (Projektleitung), der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB), der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz und dem FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur. Der Aufbau des Deutschen Zeitungsportals wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sowie den vier Projektpartnern finanziert. Nach Freischaltung werden in einer Ausbauphase Inhalte und Funktionen optimiert und ausgebaut.

 

 

 

Erste virtuelle Open Access Week in Berlin und Brandenburg

Quelle: Quo vadis offene Wissenschaft. Eine Virtuelle Open-Access-Woche für Berlin-Brandenburg – Open Access Blog Berlin (fu-berlin.de)

Open Access ist seit vielen Jahren eine Herzensangelegenheit der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg und bestimmt den Diskurs über Einzeldisziplinen hinaus. Beide Bundesländer setzen sich seit Jahren durch die Schaffung von strategischen Rahmenbedingungen und die zusätzliche Finanzierung dafür notwendiger Ressourcen aktiv für die Open-Access-Transformation ein.

Gerade vor dem Hintergrund der tiefgreifenden Veränderungen des wissenschaftlichen Publikationswesens durch das „Projekt DEAL“ scheint die Zeit reif für eine erste Bilanz und für Reflexionen darüber, was man mit welchem Weg erreicht hat und was man in Zukunft erreichen will. Ebenfalls steht die Frage im Raum, wie sich das Geschäftsfeld und die entsprechenden Arbeitsprozesse der Informationseinrichtungen nicht nur im Zuge der Digitalisierung, sondern insbesondere durch die Open-Access-Transformation und Open Science verändern werden.

Einige dieser Fragen will die erste virtuelle Open Access Week in Berlin und Brandenburg – fünf Veranstaltungen in verschiedenen Formaten an je einem anderen Werktag zwischen November 2021 und März 2022 – aufwerfen und zumindest ansatzweise zu beantworten versuchen. Das Programm will damit Denkanstöße geben und Möglichkeiten des Austausches eröffnen.

Programm: https://blogs.fu-berlin.de/open-access-berlin/2021/09/09/quo-vadis-offene-wissenschaft-eine-virtuelle-open-access-woche-fuer-berlin-brandenburg/

Alle Veranstaltungen finden online statt. Für eine Teilnahme können Sie sich direkt im Webex anmelden, sobald der jeweilige Link zur Veranstaltung freigeschaltet ist. Die Veranstaltungen werden zudem aufgezeichnet und nachnutzbar zur Verfügung gestellt.

Open-Access-Anteil bei Zeitschriften an den Berliner Hochschulen steigt weiter deutlich an

Quelle: Pressemitteilung der FU, Nr. 167/2021

Der Anteil der über das Internet frei zugänglichen Artikel in Fachzeitschriften von Berliner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ist weiter deutlich angestiegen. Wie das Open-Access-Büro Berlin in Zusammenarbeit mit einem Team von Mitarbeitenden verschiedener Hochschulbibliotheken ermittelte, sind rund 51,6 Prozent der von Forscherinnen und Forschern an Universitäten und Fachhochschulen des Landes Berlin im Erhebungszeitraum 2019 veröffentlichten Artikel im Sinne von Open Access verfügbar. Der Anteil der offen zugänglichen Artikel ist damit nochmals deutlich um mehr als zehn Prozentpunkte gegenüber dem Jahr 2018 angestiegen (41,5 Prozent). 24 Prozentpunkte entfallen auf Publikationen, die in Open-Access-Zeitschriften erschienen sind („Goldener Weg“), bei 17,1 Prozent handelt es sich um eine Parallelveröffentlichung im Open Access („Grüner Weg“). 10,5 Prozent der Artikel wurde als Open-Access-Version in sogenannten Closed-Access-Zeitschriften veröffentlicht (hybrider Weg); dabei handelt es sich um subskriptionsbasierte Zeitschriften, die einzelne Artikel gegen Zahlung einer Gebühr Open Access verfügbar machen.

>> mehr: https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2021/fup_21_167-open-access-bueros/index.html

Neue DIN-Norm für Anforderungen an Messverfahren in Archiven, Bibliotheken und Museen

Quelle: dbv-Newsletter Nr. 203 2021, https://bibliotheksportal.de/2021/06/18/

Zum Ausgabedatum Juli 2021 ist der neue Norm-Entwurf „E DIN 31640 – Digital Audience Measurement in Archiven, Bibliotheken und Museen – Anforderungen an Messverfahren“ erschienen.

Dieses Dokument legt Anforderungen an die Vergleichbarkeit von Messergebnissen im Bereich der Online-Nutzung von digitalen Angeboten und Dienstleistungen von Informationseinrichtungen wie Archive, Bibliotheken und Museen fest. Es werden Festlegungen zu Umfang, Inhalt, Durchführung, Qualität, Vergleichbarkeit und zur Dokumentation der Messergebnisse getroffen.

An der Erarbeitung beteiligt waren Expert*innen sowohl aus dem Bibliotheksbereich, als auch aus den Bereichen Archive, Museen sowie Dienstleister zur Nutzungsmessung.

Der Entwurf ist bei DIN nach Registrierung auf dem Norm-Entwurfs-Portal frei einsehbar und kann bis 04. Oktober 2021 öffentlich kommentiert werden.

 

TU Berlin unterzeichnet San Francisco Declaration on Research Assessment

(nach idw)

Mit der Unterzeichnung der San Francisco Declaration on Research Assessment (DORA) am 14. Juli 2021 schließt sich die Technische Universität (TU) Berlin einer internationalen Bewegung von Forscher*innen und Institutionen an, die sich für mehr Gleichberechtigung und Transparenz bei der Evaluation wissenschaftlicher Forschungsergebnisse einsetzt. Stand Mitte Juli 2021 haben weltweit 2.251 Organisationen und 17.721 Personen die Erklärung unterzeichnet, darunter die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG).

Dem Journal Impact Factor (JIF) kommt bei der Bewertung wissenschaftlicher Qualität ein zu großes Gewicht zu. Der JIF wurde entwickelt, um die Relevanz einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift in einem bestimmten Themengebiet zu indizieren. Für Aussagen über die Qualität der einzelnen Fachartikel sollte der JIF jedoch nicht herangezogen werden. Das würde zu einer Überbewertung dieses Indikators führen, so dass Forscher*innen die Publikation in Journals mit einem hohen JIF (also Zeitschriften mit durchschnittlich hohen Zitationszahlen) anstrebten. Andere Faktoren, ob der Artikel fei zugänglich, also Open Access, publiziert wird oder ergänzende Forschungsdaten veröffentlicht werden, würden vernachlässigt werden. Das würde die Entwicklung von frei zugänglicher Open Science hemmen.

Dass die Wissenschaft selbst wieder stärker an kooperativen, statt kompetitiven Prozessen ausgerichtet werden muss, hat unter anderem die Europäische Kommission in ihrem Dokument „Evaluation of Research Careers fully acknowledging Open Science Practices“ betont. Auch im Kontext der Berlin University Alliance wird insbesondere unter dem Fokus „Advancing Research Quality and Value“ zur Entwicklung neuer Bewertungsverfahren geforscht.

>> mehr: https://www.tu.berlin/ueber-die-tu-berlin/profil/pressemitteilungen-nachrichten/2021/august/tu-berlin-unterzeichnet-san-francisco-declaration-on-research-assessment/

„DORA’s five design principles“ stehen online zur Verfügung:
https://sfdora.wpengine.com/resource/rethinking-research-assessment/

Kommission für Forschungsinformationen in Deutschland (KFiD) übernimmt Verantwortung für den Kerndatensatz Forschung

(nach idw)

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat in ihrer Sitzung am 02.07.2021 die Einrichtung und Förderung einer Kommission für Forschungsinformationen in Deutschland (KFiD) beschlossen. Sie folgt damit einer Empfehlung des Wissenschaftsrats aus dem Jahr 2020. Die KFiD soll die Verantwortung für den Kerndatensatz Forschung – Standard für Forschungsinformationen in Deutschland (KDSF-Standard) übernehmen und seine flächendeckende Implementierung und Nutzung befördern.

Der KDSF-Standard ist ein zwischen zentralen Akteuren des Wissenschaftssystems stetig konsentierter, lebender Standard. Zentrale Aufgabe der KFiD wird es sein, die Pflege und bedarfs-orientierte Weiterentwicklung des KDSF-Standards unter Berücksichtigung aktueller und strategischer Herausforderungen zu übernehmen. Die KFiD wird sich dabei am Interesse des gesamten Wissenschaftssystems ausrichten und deshalb unterschiedliche Interessenlagen von daten-bereitstellenden und datenanfordernden Akteuren angemessen berücksichtigen. Sie wird unter-schiedliche Beratungs-, Informations- und Unterstützungsangebote schaffen, die der Intensivierung der Nutzung des KDSF-Standards dienen werden. Bei ihrer Aufgabenerfüllung wird sie von einer Geschäftsstelle unterstützt werden.
Die KFiD wird sich aus insgesamt 17 ehrenamtlich tätigen Expertinnen und Experten zusammensetzen, wobei die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz in ihrer heutigen Sitzung zunächst neun von der Allianz der Wissenschaftsorganisationen vorgeschlagene und vier von Bund und Ländern benannte Mitglieder berufen hat, darunter Frau Prof. Dr. Vivien Petras, Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der HUB.

>>mehr: Pressemitteilung der GWK (pdf)

NFDI für Datenwissenschaften und Künstliche Intelligenz

(nach idw)

Am 2. Juli hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) beschlossen, den Antrag der Initiative NFDI for Data Science and Artificial Intelligence (NFDI4DataScience) zu fördern. Ziel von NFDI4DataScience ist der Aufbau einer Community-getriebenen Forschungsdateninfrastruktur für Data Science und Artificial Intelligence. Koordiniert wird das Konsortium vom Berliner Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS).

NFDI4DataScience konzentriert sich auf verschiedene Arten von Daten und Artefakten, die sich innerhalb der wissenschaftlichen Community etabliert haben. Dazu zählen Veröffentlichungen, Daten, Modelle und Code.

NFDI4DataScience wird alle Schritte des interdisziplinären Forschungsdatenlebenszyklus unterstützen, einschließlich der Sammlung/ Erstellung, Verarbeitung, Analyse, Veröffentlichung, Archivierung und Wiederverwendung von Ressourcen im Bereich Data Science und Artificial Intelligence. In den letzten Jahren fand ein Paradigmenwechsel statt: Berechnungsmethoden arbeiten zunehmend mit datengetriebenen und oft auf Deep Learning basierten Ansätzen. Das führt zu einer zunehmenden Etablierung und Sichtbarkeit von Data Science als einer Disziplin, die vom technischen Fortschritt auf dem Gebiet der Informatik angetrieben wird und gleichzeitig von großer Relevanz für viele weitere wissenschaftliche Disziplinen ist. Transparenz, Reproduzierbarkeit und Fairness sind aufgrund der Komplexität moderner Data Science-Methoden, die oft auf einer Kombination aus Code, Modellen und Daten für das Training basieren, zu entscheidenden Herausforderungen für Data Science und Artificial Intelligence geworden.

NFDI4DataScience wird von Fraunhofer FOKUS koordiniert, das Konsortium umfasst 15 Partner, darunter die Berliner Konsortialpartner TU und FOKUS

>> mehr: Fraunhofer FOKUS | NFDI für Datenwissenschaften und Künstliche Intelligenz

baureka.online – Forschungsdatenportal für die Historische Bauforschung

(nach idw)

FIZ Karlsruhe baut gemeinsam mit der TU Berlin und der RWTH Aachen  eine bedarfsgerechte digitale Forschungsdateninfrastruktur für die Historische Bauforschung auf.

Karlsruhe, 19.05.2021. Die „Historische Bauforschung“ untersucht Bauwerke und beschäftigt sich dabei intensiv mit dem historischen Objekt: Sie vermisst, zeichnet, analysiert und interpretiert es. Auf diese Weise werden große Mengen an Forschungsdaten erzeugt. Diese Disziplin hat dabei im Laufe der Zeit wichtige Methoden für den wissenschaftlichen, denkmalpflegerischen und planerischen Umgang mit dem historischen Baubestand entwickelt.

Bisher fehlt eine fachspezifische Forschungsdateninfrastruktur für die Historische Bauforschung. Die Plattform baureka.online wird diese Lücke schließen. Sie ist als zentrale Forschungsdatenplattform für die thematisch international aufgestellte Historische Bauforschung im deutschsprachigen Raum konzipiert. Die Fachcommunity umfasst Architekt/innen, Architektur- und Kunsthistoriker/innen sowie Denkmalpfleger/innen aus Behörden, Forschungsinstituten, baukulturellen Stiftungen sowie Architektur- und Ingenieurbüros. Diese Heterogenität erschwert die fachinterne Kommunikation und den Austausch über die Grenzen von Wissenschaft und Praxis hinweg. Die zentrale Online-Plattform baureka.online wird diesen Austausch von Forschungsdaten und Informationen fördern und das vernetzte Arbeiten maßgeblich erleichtern. In Zukunft wird die Plattform auch das Open-Access-Publizieren der Forschungsergebnisse realisieren. Für die historische Bauforschung stellt baureka.online einen wichtigen Schritt ins digitale Zeitalter dar.

Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Neben FIZ Karlsruhe sind die RWTH Aachen und die TU Berlin Projektpartner. baureka.online umfasst zunächst die Module baureka.index als zentrale Anlaufstelle zur Recherche von Forschungsdaten und baureka.storage für die Archivierung, Veröffentlichung und Zitierbarkeit von Forschungsdaten.

>>mehr: baureka.online – Forschungsdatenportal für die Historische Bauforschung | FIZ Karlsruhe (fiz-karlsruhe.de)

Neue „Vernetzungs- und Kompetenzstelle zu Open Access in Brandenburg“ (VuK)

(nach idw)

Startschuss für die neue ‘Vernetzungs- und Kompetenzstelle zu Open Access in Brandenburg‘: Sie unterstützt ab sofort die Hochschulen des Landes bei der Entwicklung des freien, digitalen Zugangs zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen.
Hier können sich Hochschul-Akteure gezielt zu finanziellen, rechtlichen oder organisatorischen Fragen der Umstellung auf Open Access beraten lassen.

Die Einrichtung der ‘Vernetzungs- und Kompetenzstelle zu Open Access in Brandenburg‘ ist eine der wesentlichen Maßnahmen der Open Access-Strategie des Landes. Zu ihren Aufgaben zählt unter anderem, brandenburgische Open Access-Aktivitäten sichtbar zu machen, Akteure zu beraten und zu vernetzen sowie einen Publikationsfonds für Open-Access-Monographien aufzubauen. Das Wissenschaftsministerium finanziert die an der Fachhochschule Potsdam angesiedelte Stelle und den Publikationsfonds mit jährlich 300.000 Euro.

Die Open Access-Strategie des Landes Brandenburg wurde von einer Projektgruppe unter der Leitung von Prof. Ellen Euler von der Fachhochschule Potsdam entwickelt. Die Strategie beschreibt, wie Open Access ausgebaut und der Wandel im wissenschaftlichen Publikationsbereich erfolgreich gestaltet werden kann. An der Erarbeitung waren in einem partizipativen Prozess neben den brandenburgischen Hochschulen auch außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und kulturelle Institutionen sowie externe Expert*innen beteiligt.

>> mehr: Startschuss Open Access | Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (brandenburg.de)

dbv veröffentlicht Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2021

(Quelle: Pressemitteilung des dbv)

Im Vorfeld der Bundestagswahlen am 26. September 2021 hat der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) Wahlprüfsteine mit seinen wichtigsten bibliothekspolitischen Anliegen an die politischen Parteien veröffentlicht. Anhand von sieben Themenschwerpunkten werden die im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien gebeten, darzulegen, wie sie sich in der nächsten Legislaturperiode für diese Themen einsetzen werden.

Die Wahlprüfsteine des dbv behandeln folgende Themenbereiche:

1. Bibliotheken als öffentliche Orte der Begegnung und des Austauschs
2. Bibliotheken als Orte digitaler Bildung
3. Bibliotheken als Orte digitaler Teilhabe
4. Urheberrecht in Wissenschaft und Forschung
5. Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele durch Einbindung von Bibliotheken
6. Erhalt des schriftlichen Kulturguts in Bibliotheken
7. Digitales Kulturerbe in Bibliotheken

Dazu Prof. Dr. Andreas Degkwitz, Bundesvorsitzender des dbv: „Bibliotheken vermitteln Zugang zu Informationen und Wissen sowie Lese-, Informations- und Medienkompetenz und ermöglichen damit Teilhabe an Bildung, Gesellschaft und Kultur. Um ihr Potenzial ausschöpfen und ihre Vorhaben umsetzen zu können, brauchen sie politische Unterstützung sowie gesicherte rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen. Die Wahlprüfsteine 2021 zeigen die Themen auf, die den Bibliotheken besonders auf den Nägeln brennen und für die sie auf Unterstützung aus der Politik angewiesen sind.“

Auch wenn Bibliotheken aufgrund des föderalen Prinzips in die unmittelbare politische Zuständigkeit der Länder und Kommunen fallen, wirkt die Bundespolitik durch ihre Gesetzgebungen auf die Arbeit der Bibliotheken ein und kann wichtige Impulse für eine moderne Bibliotheksentwicklung setzen.

Die Wahlprüfsteine können auf der Webseite des dbv als pdf heruntergeladen werden:

Die Antworten der Parteien werden dort ab Juli veröffentlicht.

Kick-Off des BUA-Projektes: „Distributed Network of Publication Services“

(Quelle: OABB-Newsletter, 29.04.2021)

Am 16.4.2021 fand das Kick-off-Meeting des BUA-Projektes „Distributed Network of Publication Services“ statt. Der geplante gemeinsame Verlag von HU, FU, TU und Charité soll die Lücke zwischen den Publikationsmöglichkeiten in kommerziellen Verlagen und den bisherigen Veröffentlichungsmöglichkeiten an Universitäten schließen. Der BUA-Verlag versteht sich als ein wichtiger Baustein, um die flächendeckende Finanzierbarkeit der Open-Access-Transformation möglich zu machen.

HIIG veröffentlicht neues Platform Governance Archive

(nach idw)

Mit dem Platform Governance Archive (PGA) unternimmt das Berliner Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) einen wegweisenden Schritt in der kollaborativen Forschung zu Online-Plattformen und deren Governance. Das Archiv ist offen für Forschende, Bürger*innen und Journalist*innen aus aller Welt. Es sammelt und ordnet Dokumente der Plattformen Facebook, Instagram, Twitter und YouTube zur Regulierung und Governance und macht sie über Open Access zugänglich.

Wie können Richtlinien für Fehlinformationen oder Hassrede auf Online-Plattformen auf einfache Weise verglichen werden? Was sind die Faktoren, die Plattformen dazu bewegen, im Laufe der Zeit unterschiedliche Richtlinien zu ändern? Mit der Beta-Version des Platform Governance Archivs (PGA) stellen HIIG-Forschende ein neues interaktives Tool vor, das einen vergleichenden Einblick in historische und aktuelle Richtlinien von vier großen Social-Media-Plattformen bietet. Gesammelt durch manuelle und automatisierte Methoden, zielt das PGA darauf ab, das erste benutzungsfreundliche Online-Archiv zu sein, das von Bürger*innen, Journalist*innen und Forschenden gleichermaßen eingesetzt werden kann.

Die einzelnen Dokumente werden zum direkten Vergleich parallel angezeigt und können innerhalb einer Zeitleiste betrachtet werden. Ziel ist, die kritische Auseinandersetzung mit Plattformen und den Firmen, die sie kontrollieren, zu erleichtern. Bislang können Nutzer*innen die Dokumente von Facebook, Instagram, Twitter und YouTube – wie Community-Richtlinien, Datenschutzrichtlinien und Allgemeine Geschäftsbedingungen – einsehen. Die historischen Daten wurden größtenteils über die Wayback Machine des Internet Archive erfasst; Änderungen im Laufe der Zeit wurden teils manuell, teils automatisch markiert.

„Wir möchten mit dem Archiv eine wichtige Ressource für alle bereitstellen, die die oft undurchsichtige Regelsetzungsmacht von Plattformen verstehen und hinterfragen möchten. Bislang mussten Forscher*innen, Journalist*innen, NGOs und politische Entscheidungsträger aufwändig diese Regelungen zusammensuchen“, erläutert Forschungsleiter Christian Katzenbach das Ziel des neuen Archivs. Laut dem leitenden Forscher João Carlos Magalhães sind die „größten Fortschritte des PGA die Kombination aus rechnerischer und manueller Kuratierung und das Werkzeug zum Textvergleich“.

Das Tool wird in den kommenden Monaten erheblich erweitert und verbessert werden. Derzeit ist die Sammlung aufgrund des Fehlens umfangreicher Archive seitens der Plattformen, der Einschränkungen der WayBack Machine sowie möglicher menschlicher Fehler noch nicht vollständig.

Das Archiv wurde auf der ersten Jahreskonferenz des Platform Governance Research Network vorgestellt, einer Zusammenarbeit von Institutionen und Einzelpersonen aus über zehn Ländern. Das Netzwerk hatte seinen Ursprung in einem Workshop des HIIG im Jahr 2020. Finanziert wird das Archiv durch das HIIG und den Horizon2020-Förderrahmen der EU, das Forschungskonsortium reCreating Europe. Wikimedia Deutschland hat das Projekt außerdem mit einem Open-Science-Stipendium unterstützt.

Einbruch mit erheblichem Schaden in der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung in Berlin

Mit Entsetzen hat der Vorstand des BAK Information die Nachricht über den Einbruch in der Berliner Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung am 26./27. Februar 2021 erhalten, bei dem nicht nur die Bibliotheksräume schwer geschädigt wurden, sondern auch viele Bücher.

Die genauen Hintergründe können Sie auf der Webseite des BBF lesen:

https://bbf.dipf.de/de/aktuell/aktuelles-aus-der-bbf/nach-einbruch-erheblicher-schaden-in-der-bibliothek-fuer-bildungsgeschichtliche-forschung

und/oder im Tagesspiegel vom 01.03.2021

Unsere Solidarität gilt den Kolleginnen und Kollegen der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung. Darum möchten wir Sie bitten, dem Spendenaufruf zur Restaurierung der geschädigten Bestände zu folgen:

Spenden zur Restaurierung von Beständen der Bibliothek sind über deren Förderkreis möglich:

https://bbf.dipf.de/de/die-bbf/foerderkreis-der-bbf

Spendenkonto:

Förderkreis Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung e.V.
IBAN: DE80 1203 0000 0000 4465 42
BIC/SWIFT: BYLADEM 1001

Der Vorstand des BAK Information

Nachhaltige Open-Access-Zeitschriftenfinanzierung durch konsortiale Unterstützungsstrukturen

(nach idw)
Im Verbundprojekt arbeiten das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) und Knowledge Unlatched (KU) gemeinsam daran, die Publikationssituation von verlagsunabhängigen, gebührenfreien Open-Access-Zeitschriften durch eine konsortiale Unterstützungsstruktur zu verbessern. Der thematische Fokus liegt auf kleinen, trans- und interdisziplinären Fachzusammenhängen, da hier etablierte Finanzierungsmöglichkeiten nicht greifen und die Zuständigkeiten der Fachcommunities oft unklar sind. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt ab April 2021 für 24 Monate und unterstützt so die Transformation des wissenschaftlichen Publizierens hin zu Open Access.

Das Projekt entwickelt ein nachhaltiges Modell für verlagsunabhängige, qualitätsgesicherte Open-Access-Zeitschriften in kleinen, trans-/interdisziplinären Fachzusammenhängen. Es schließt damit an ein wesentliches Ergebnis des Verbundprojektes „Innovatives Open Access im Bereich Small Sciences“ an (2019-2021, DFG-gefördert). Darüber hinaus verbessert Scholar-led+ die Kommunikation zwischen zentralen Akteur*innen des Open-Access-Ökosystems: Fördernde und forschende Einrichtungen, Fachgesellschaften, Open-Access-Zeitschriften und neue qualitätsgesicherte Publikationsprojekte werden aktiviert und in die Gestaltung einer nachhaltigen Unterstützungsstruktur einbezogen.

>> mehr: https://www.hiig.de/hiig-und-knowledge-unlatched-erhalten-foerderung-durch-bmbf/
Im Überblick: 20 innovative Open Access Projekte – BMBF Digitale Zukunft (bildung-forschung.digital)

EU setzt für die Weiterentwicklung des Europäischen Datenportals auf Datentechnologie von Fraunhofer FOKUS

(nach idw)

Die neue Plattform Data.Europa.EU wird die beiden bestehenden europäischen Datenportale und ihre Bestrebung im Sinne einer Vereinfachung der Veröffentlichung und Wiederverwendung offener Daten in Europa zusammenführen. Das neue Portal basiert auf technologischen Datenlösungen von Fraunhofer FOKUS Berlin.
Data.Europa.EU, das im Frühjahr 2021 eingeführt werden soll, wird das bereits bestehende Europäische Datenportal und das Open Data Portal der Europäischen Union in eine zentrale, kohärente Kernkomponente der Dateninfrastruktur des öffentlichen Sektors integrieren, die von der Europäischen Union, ihren Institutionen und Mitgliedsstaaten entwickelt wurde. Wie bereits seine Vorgänger, wird das neue Portal auf drei Säulen aufbauen:

  • – Zugang zu öffentlichen Datenressourcen in ganz Europa über die zentrale Anlaufstelle, das Portal selbst, das über 1 Million Datensätze aus 36 Ländern, 6 EU-Institutionen und 79 anderen EU-Einrichtungen und -Behörden bereitstellt;
  • – Unterstützung der EU-Institutionen und der Mitgliedstaaten durch die Einrichtung von »Communities of Practice« für nationale Open-Data-Portal-Betreiber und Richtliniengeber, sowie Schulungen und Beratung zur Verbesserung, zum Erhalt und zur Dokumentation von Datenveröffentlichungspraktiken;
  • – Nachweis der sozioökonomischen Vorteile der Wiederverwendung öffentlicher Datenressourcen und verschiedener Anreize zur Förderung und Veranschaulichung von Akzeptanz und Wertschöpfung.

Das Ziel von Data.Europa.EU ist es, diesen Drei-Säulen-Ansatz zu nutzen, um die Schaffung und Verbesserung von Prozessen, Produkten und Dienstleistungen zu unterstützen, die öffentliche Datenressourcen wiederverwenden, um wirtschaftliche, gesellschaftliche, politische und ökologische Effekte und Mehrwerte zu erzielen.
Fraunhofer FOKUS verfügt über langjährige Erfahrung in der Konzeption und Implementierung nationaler und internationaler Datenportale. Als weltweit führender Technologieanbieter setzen wir auf modernste Lösungen, die auf unseren innovativen und vernetzten Datentechnologien basieren und den technologischen Kern des Europäischen Datenportals bilden. Data.Europa.EU ist die neue zentrale Anlaufstelle für hochwertige Daten innerhalb Europas.

>> mehr: Fraunhofer FOKUS | Die Europäische Union setzt für die Weiterentwicklung des Europäischen Datenportals auf Datentechnologie von Fraunhofer FOKUS

Förderprogramm von Digitalisierungsprojekten im Rahmen von NEUSTART KULTUR

Quelle: inetbib.de

die Corona-Pandemie hat auch die Kultur- und Wissenseinrichtungen in Deutschland hart getroffen. Um die Folgen der pandemiebedingten Maßnahmen und Einschränkungen abzufedern, hat die Beauftragte für Kultur und Medien (BKM) das Rettungs- und Zukunftsprogramm NEUSTART KULTUR ins Leben gerufen, in dessen Rahmen auch die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) gefördert wird.

Für Digitalisierungsprojekte von Kultur- und Wissenseinrichtungen aus Deutschland stehen insgesamt mehr als zwei Millionen Euro in Form von Zuwendungen bereit. Um sich auf die Förderung zu bewerben, muss eine Einrichtung bei der DDB registriert sein. Ich möchte Sie einladen, sich an dieser einmaligen Förderung zu beteiligen.
Anträge werden ab dem 25.02.2021, 10:00 Uhr, entgegengenommen und in der Reihenfolge ihres Eingangs zur Förderung ausgewählt.

>> mehr:

Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung des Urheberrechts an die Erfordernisse des digitalen Binnenmarktes erschienen

Quelle: BMJV | Aktuelle Gesetzgebungsverfahren | Gesetz zur Anpassung des Urheberrechts an die Erfordernisse des digitalen Binnenmarktes

Das Bundeskabinett hat heute (03.02.2021) den von der Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz vorgelegten Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung des Urheberrechts an die Erfordernisse des digitalen Binnenmarkts beschlossen.

Der Gesetzentwurf ändert das geltende deutsche Urheberrecht an zahlreichen Stellen. Folgende Regelungen sind besonders hervorzuheben:

  • – Ein eigenständiges neues Gesetz regelt die urheberrechtliche Verantwortlichkeit von Upload-Plattformen. Es enthält außerdem Vorschriften zu Nutzerrechten und zu Vergütungsansprüchen der Kreativen für Nutzungen auf Plattformen (Urheberrechts-Diensteanbieter-Gesetz [UrhDaG-E], Artikel 3 des Entwurfs).
  • – Der Entwurf sieht die Einführung eines Presseverleger-Leistungsschutzrechtes vor. Das neue Presse-Leistungsschutzrecht schützt die wirtschaftlich-organisatorische und technische Leistung der Presseverleger bei der Erstellung von Presseveröffentlichungen (§§ 87f bis 87k UrhG-E).
  • Die bereits bestehenden Vorschriften des Urhebervertragsrechts, also die Regeln für Verträge zwischen Kreativen und Verwertern, werden angepasst (§§ 32 ff. UrhG-E) und der kollektive Rechtsschutz gestärkt (§ 36d UrhG-E). Die europäischen Vorgaben beruhen weithin auf bereits geltendem deutschen Urhebervertragsrecht.
  • – Der Entwurf enthält Regelungen zu gesetzlichen Nutzungserlaubnissen für das Text und Data Mining, einer Schlüsseltechnologie für maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz (§§ 44b, 60d UrhG-E). Darüber hinaus beinhaltet der Entwurf Regelungen für den digitalen und grenzüberschreitenden Unterricht und die Lehre sowie für die Erhaltung des Kulturerbes (§§ 60e, 60f UrhG-E).
  • – Im Interesse der Nutzerinnen und Nutzer ist die Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke zu den Zwecken der Karikatur, der Parodie und des Pastiches erlaubt (§ 51a UrhG-E). Der Entwurf reagiert damit auch auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs im Verfahren „Metall auf Metall“, das Sampling zum Thema hatte.
  • – Künftig können Verwertungsgesellschaften kollektive Lizenzen mit erweiterter Wirkung vergeben. Dies ist ein neues Element im deutschen Urheberrecht (Extended Collective Licences, ECL, siehe § 51 VGG-E). Die Sondervorschriften für die Online-Nutzung von vergriffenen Werken, insbesondere von nicht mehr erhältlichen Büchern, werden reformiert (§ 51b VGG-E).
  • – Auch die Verlegerbeteiligung wird neu geordnet: Verleger werden künftig wieder an der Vergütung für gesetzlich erlaubte Nutzungen (z. B. Privatkopie) beteiligt (§ 63a UrhG-E, §§ 27 bis 27b VGG-E). Dies gewährleistet insbesondere den Fortbestand der VG Wort als gemeinsamer Verwertungsgesellschaft von Autoren und Verlegern.
  • – Vervielfältigungen eines gemeinfreien visuellen Werks, z. B. Fotos alter Gemälde, genießen künftig keinen Leistungsschutz mehr. Dadurch verbessern wir den Zugang zum Kulturerbe (§ 68 UrhG-E).
  • – Neue Bestimmungen regeln die Online-Verbreitung von Fernseh- und Radioprogrammen, z. B. per Livestream und über Mediatheken (§§ 20b bis 20d, 87 UrhG-E).

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung wird nun dem Bundesrat zur Stellungnahme zugeleitet und nach einer Gegenäußerung der Bundesregierung an den Deutschen Bundestag weitergeleitet und dort beraten. Die Richtlinien sind bis zum 7. Juni 2021 in deutsches Recht umzusetzen.

Der Entwurf sowie ein FAQ-Dokument sind hier abrufbar.

Brandenburgisches Hauptarchiv im Open Access

Quelle: Berliner Zeitung, 08.02.2021

Das Brandenburgische Hauptarchiv macht seine Publikationen kostenfrei digital zugänglich. Mehr als 70 Bände stehen im Open Access zum Herunterladen bereit, zunächst die Grundlagenwerke der landesgeschichtlichen Forschung. Weitere Bände folgen. Bereits verfügbar: die Traditionsreihe „Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs“ und die mit der Historischen Kommission zu Berlin herausgegebene Schriftenreihe „Bibliothek der Brandenburgischen und Preußischen Geschichte“.

 

FU Berlin geht Bibliothekspartnerschaft mit „Open Library of Humanties“ ein

Quelle: Pressemitteilung der Freien Universität Berlin, 04.02.2021

Die Freie Universität Berlin ist dem Förderprogramm der „Open Library of Humanities“ (OLH) beigetreten, einer gemeinnützigen Organisation, die als wissenschaftlich geführter Open-Access-Verlag keine Autorengebühren erhebt. Anfänglich durch die Andrew W. Mellon Foundation finanziert, werden die Kosten der Plattform inzwischen durch Zahlungen eines internationalen Bibliothekskonsortiums gedeckt, zu dem seit 2020 auch die Universitätsbibliothek der Freien Universität gehört.

>> mehr: Freie Universität Berlin geht Bibliothekspartnerschaft mit „Open Library of Humanties“ ein • Stabsstelle Presse und Kommunikation • Freie Universität Berlin (fu-berlin.de)

Open Access • Freie Universität Berlin (fu-berlin.de)

Das Datenportal des Museums für Naturkunde Berlin eröffnet erste Einblicke in die Sammlung

(nach idw)
Im neu entwickelten, webbasierten Datenportal des Museums für Naturkunde Berlin warten unter anderem aufbereitete Tonaufnahmen von Tierstimmen darauf, entdeckt zu werden. Mit der Umsetzung des Zukunftsplans wird die für die Forschung und Gesellschaft relevante Sammlung des Museums nachhaltig erschlossen mit dem Ziel, eine offene, digital-analoge Sammlungsinfrastruktur bereitzustellen. Als Komponente der Sammlungserschließung im Zukunftsplan soll das Datenportal wissensbasierte Debatten um die gesellschaftliche Zukunft und das Verhältnis von Mensch und Natur fördern. Das Datenportal wird als Beta-Version veröffentlicht und zukünftig sowohl inhaltlich als auch in seinen Funktionen ausgebaut.

>> mehr: Das Datenportal des Museums für Naturkunde Berlin eröffnet erste Einblicke in die Sammlung | Museum für Naturkunde (museumfuernaturkunde.berlin)

Staatsbibliothek zu Berlin erstmals am digiS-Förderprogramm beteiligt

Quelle: Newsletter Open-Access-Büro Berlin Januar 2021)

Die Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz ist erstmals mit zwei Vorhaben am digiS-Förderprogramm beteiligt. Einmal die Digitalisierung und Präsentation des Briefwechsels der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm als Modul einer digitalen Edition der Einzelbriefe. Diese Sammlung befindet sich im Besitz der Staatsbibliothek zu Berlin. Zum anderen Die Sichtbarmachung des Sichtbaren – Berlins typografisches Kulturerbe im Open Access, zusammen mit der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin.

Für Forschung und Kultur: Haus Unter den Linden der Staatsbibliothek zu Berlin wiedereröffnet

Die Wiedereröffnung des Hauses Unter den Linden der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, wird heute (25.01.2021) von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, der Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, dem Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, und der Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Barbara Schneider-Kempf, feierlich begangen.

Aufgrund der Pandemielage findet diese Feierstunde in sehr kleinem Rahmen statt, online jedoch ist die Teilnahme via Internet unbegrenzt: Eröffnung des Hauses Unter den Linden der Staatsbibliothek zu Berlin – YouTube

Virtueller Rundgang durch das Haus: Rundgang durch das Haus Unter den Linden der Staatsbibliothek – YouTube

>> mehr: Für Forschung und Kultur: Haus Unter den Linden der Staatsbibliothek zu Berlin wiedereröffnet – SBB aktuell

 

Zeitungsmetropole Berlin – DFG fördert die Digitalisierung der historischen Hauptstadtpresse

Quelle: https://blog.sbb.berlin/zeitungsmetropole/
Aufgrund von Umfang und Qualität ihrer historischen Zeitungssammlung sowie als Mitbetreiberin der nationalen Nachweisdatenbank für Periodika engagiert sich die Staatsbibliothek zu Berlin seit vielen Jahren für die Digitalisierung dieser in ihrer spezifischen Materialität so herausfordernden Gattung, z.B. im Rahmen von Europeana Newspapers. Mit dem DFG geförderten Projekt „Die deutschsprachige Presselandschaft im ‚langen‘ 19. Jahrhundert – ein Beitrag zur Digitalisierung überregionaler Tages- und Wochenzeitungen aus Berlin und dem deutschen Osten“ beteiligt sich die Staatsbibliothek zu Berlin an der Entwicklung eines nationalen Masterplans zur Zeitungsdigitalisierung.

>> mehr:  Blog-Netzwerk für Forschung und Kultur der SBPK

Deutsche Nationalbibliothek und Wikimedia Deutschland veröffentlichen WikiLibrary-Manifest

(Quelle: DGI-News)
Die Deutsche Nationalbibliothek veröffentlichte am 17.11.2020 gemeinsam mit der Wikimedia Deutschland e.V. das WikiLibrary-Manifest. Mit diesem Manifest setzen die Partner ein Zeichen für ein zukunftsgewandtes, frei zugängliches und offenes Semantic Web. Die Deutsche Nationalbibliothek unterstützt damit den Aufbau eines Daten-Ökosystems, das vor allem die nachhaltige Nutzung von Kultur- und Forschungsdaten ermöglicht.

Fundament des WikiLibrary-Manifests sind Erkenntnisse einer von der Deutschen Nationalbibliothek durchgeführten Softwareevaluation von Wikibase als alternative und nutzerfreundliche technische Basis für die 8 Millionen Datensätze der Gemeinsamen Normdatei (GND). Die Evaluation fand im engen Austausch mit weiteren europäischen Nationalbibliotheken statt, die ebenfalls Wikibase implementieren wollen. Perspektivisch eröffnet eine GND-Wikibase-Instanz die Chance zu zahlreichen neuen Verknüpfungen und Erweiterungen. Mit Wikibase kann zudem ein Zugang zur GND für Interessengruppen geschaffen werden, für die bibliothekarische Redaktionsoberflächen nicht geeignet erscheinen.

Das Manifest richtet sich an alle Einrichtungen, die an einem umfassenden Daten-Ökosystem nach den FAIR-Data-Prinzipien zum vereinfachten Erfassen, Verknüpfen und Erschließen von Wissen interessiert sind.

Weiterführende Informationen
• WikiLibrary-Manifest auf der Wikibase-Projektseite: https://www.wikimedia.de/projects/wikilibrary-manifest/
• Gemeinsamen Normdatei GND: https://www.dnb.de/gnd
• Projekt „GND meets Wikibase“: https://wiki.dnb.de/pages/viewpage.action?pageId=167019461
• FAIR Data Principles: https://www.forschungsdaten.org/index.php/FAIR_data_principles

Verbundprojekt FDNext fördert spezifisches Forschungsdatenmanagement

(nach idw)

Sechs Universitäten in Berlin und Brandenburg bündeln ihre Forschungsdatenexpertise für neue Verfahren und Maßnahmen.

Wissenschaftliche Einrichtungen generieren viele digitale Forschungsdaten. Die große Herausforderung für wissenschaftliche Einrichtungen ist der systematische Umgang mit diesen Daten – von der Erhebung über die Verarbeitung und Analyse bis hin zur Archivierung und Nachnutzung.

Das Forschungsprojekt FDNext entwickelt in den kommenden drei Jahren zentrale Aspekte des Forschungsdatenmanagements weiter. Neben der Konzeption einer Kontaktstelle zu rechtlichen Fragen im Umgang mit Forschungsdaten (First-Level-Support), geht es um den fachspezifischen Ausbau des Qualifizierungs- und Schulungsangebots für Forschende, die Entwicklung fachspezifischer Strategien und projektbezogener Forschungsdaten-Policies sowie eine Analyse und Zusammenstellung passender Services von Zentraleinrichtungen. Dabei ist die Anschlussfähigkeit an zukünftige Strukturen, wie die im Aufbau befindliche Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI), von grundsätzlicher Bedeutung, ebenso wie die Förderung der Zusammenarbeit auf internationaler Ebene.

Die DFG fördert FDNext in den nächsten drei Jahren.

>> mehr: https://www.forschungsdaten.org/index.php/FDNext

Autor Götz Aly erhält Max-Herrmann-Preis

(Quelle: Berliner Zeitung, 22.10.2020)

Am 21. Oktober 2020 erhielt der Historiker und Journalist Götz Aly den Max-Herrmann-Preis, die wichtigste Auszeichnung, die in Deutschland für Verdienste um das Bibliothekswesen vergeben wird. Die Laudatio hält Norbert Lammert, Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Seit dem Jahr 2000 verleihen die Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e.V. mindestens alle zwei Jahre den Max-Herrmann-Preis an eine Persönlichkeit, die sich in besonderer Weise um das Bibliothekswesen und die Staatsbibliothek zu Berlin verdient gemacht hat.

>> mehr: https://blog.sbb.berlin/max-herrmann-preis-2020-an-goetz-aly/

Umfangreicher Bestand des Sorbischen Kulturarchivs wird digitalisiert

(nach idw)

Einmaliges Zeugnis der Zeitgeschichte wird digital zugänglich gemacht. Seit 1.10. wird der Nachlass von Gotthold Schwela (Bogumił Šwjela, 1873-1948) am Sorbischen Institut in Bautzen digitalisiert und detailliert erschlossen. Schwela war Pfarrer, Sprachwissenschaftler, Publizist, Schriftsteller, Übersetzer und Kulturpolitiker in der Niederlausitz.

Der Nachlass beinhaltet Dokumentensammlungen zur staatlichen und kirchlichen Politik gegenüber den Sorben, zur Selbstorganisation sorbischen Kulturlebens, sprachhistorische Sammlungen zu Flurnamen, Familien- und Ortsnamen, eine Grammatik, eine Wörterbuchsammlung und eine ethnologisch-sprachliche Sammlung zu allen Facetten der niedersorbischen Volkskultur.

Das Ziel des Projekts ist die Zugänglichmachung dieser einmaligen Quellen zur Zeitgeschichte in entsprechenden Online-Portalen (Kalliope) im Bild und mit detaillierten inhaltlichen Erschließungsinformationen. Nach Projektabschluss sollen die Materialien im Wissensportal SORABICON veröffentlicht werden, vgl. https://www.sorabicon.de/

>> mehr: https://www.serbski-institut.de/de/Presse_2/4596/#q4596

Eine Million Datensätze zur Erforschung mariner Mikrofossilien am Naturkundemuseum Berlin

(nach idw)

Eine aktuelle Studie in der renommierten Fachzeitschrift Science nutzt eine Datenbank für marine Mikrofossilien mit fast einer Million Datensätzen, die vom Museum für Naturkunde in Berlin erstellt und betrieben wird. Diese Studie ist ein Beispiel dafür, wie das Forschungsmuseum seine Infrastruktur global in die aktuelle Forschung einbringt, die zunehmend durch Analysen großer Datenmengen vorangetrieben wird.

Die Forscher stützten  sich auf eine einzigartige Datenbank,  die NSB-Datenbank für marine Mikrofossilien, die vom Museum für Naturkunde in Berlin erstellt und betrieben wird. Diese Datenbank synthetisiert die Vorkommen von tausenden fossilen Arten aus hunderten von Tiefseesedimentabschnitten – insgesamt fast eine Million Datensätze.

Diese Studie ist ein Beispiel dafür, wie das Museum für Naturkunde Berlin Ressourcen und eine moderne Forschungsinfrastruktur in die weltweite, aktuelle Forschung einbringt, die zunehmend durch Analysen großer Datenmengen vorangetrieben wird.

Das Museum für Naturkunde Berlin beherbergt viele andere große wissenschaftliche Datenbanksysteme, die in einem breiten Spektrum der Forschung eingesetzt werden, oder trägt zu diesen bei. Die NSB-Datenbank wird zum Beispiel von Forschenden weltweit für Studien über Ökologie, Evolution und Klimawandel genutzt. Über Internetverknüpfungen trägt sie wesentliche Informationen zur Erforschung der Taxonomie von für Mikrofossilien und Biodiversitäts-Referenzdatenbanken bei.

>> mehr: https://www.museumfuernaturkunde.berlin/de/presse/pressemitteilungen/eine-million-datensaetze-zur-erforschung-mariner-mikrofossilien-am

Wikimedia Deutschland e. V. erhält die Karl-Preusker-Medaille 2020

(Quelle: Pressemitteilung des BID, 09.10.2020)

Der Dachverband der Bibliotheksverbände, Bibliothek & Information Deutschland (BID) e.V., verleiht die Karl-Preusker-Medaille 2020 an den gemeinnützigen Verein Wikimedia Deutschland e. V. Die Bundesvereinigung würdigt damit die jahrzehntelange Partner­schaft, die Bibliotheken und Wikimedia seit der Gründung des Vereins 2004 verbindet.
Wikime­dia und Bibliotheken stehen für ähnliche Werte in der Informati­onsgesellschaft, indem sie sich für einen freien Zugang zu Wissensinhal­ten und für offene Bildungs­angebote einsetzen, so die Begründung der Jury. Wikimedia tritt seit vielen Jahren dafür ein, dass digitalisierte Archiv- und Bibliotheksbestände, öffentlich beauftragte Soft­warelösungen und Inhalte der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten allen Nutzenden grundsätzlich frei zur Verfügung gestellt und die dafür nötigen rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Die­ses Engagement sieht die Jury als wichtigen Beitrag für mehr Bildungs­gerechtigkeit.

Der Verein wird die Karl-Preusker-Medaille am 18. November in Rostock entgegennehmen. Die Veran­staltung wird ab 15:00 Uhr gestreamt, so dass alle Wikipedianerinnen und Wikipe­dianer wie auch die gesamte Bibliothekswelt daran teilnehmen können.

s.a. https://www.bideutschland.de/de_DE/karl-preusker-medaille

Neue Website „bildungsgeschichte.de“

(nach idw)

Die Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung des DIPF stellt mit der Website bildungsgeschichte.de eine zentrale Plattform für digitale Wissensressourcen zur Bildungsgeschichte zur Verfügung. Das Angebot richtet sich vor allem an die mit den Methoden der digitalen Geisteswissenschaften (Digital Humanities) arbeitende Forschungscommunity.

Beiträge für bildungsgeschichte.de können Bildungshistoriker*innen einreichen, die Angebote für die Forschung beschreiben möchten. Solche Angebote wären etwa Datenbanken zu einzelnen Themenbereichen (zum Beispiel zur historischen Kindersachliteratur), Quellensammlungen aus Forschungsprojekten oder Volltextdatenbestände, die sich über Computerschnittstellen automatisch auswerten lassen.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die sich durch wissenschaftliche Qualität und Relevanz auszeichnen. Das für die Plattform verantwortliche BBF-Team begutachtet alle Einreichungen aus bildungshistorischer und informationswissenschaftlicher Perspektive. Alle veröffentlichten Texte stehen frei zugänglich (Open Access) unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung 4.0 International“ (CC BY 4.0) zur Verfügung. Die Lizenz bietet alle Möglichkeiten, das Material zu teilen und zu bearbeiten, und verlangt nur, Angaben zu den Urheber*innen und zu den Rechten zu machen. Jeder Beitrag erhält zudem einen dauerhaften digitalen Identifikator (DOI), worüber die Texte leichter aufzufinden und zu zitieren sind.

 

Zukunftsperspektiven für die Berliner Öffentlichen Bibliotheken

(Quelle: Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, 27.08.2020)

Angesichts der dynamischen wie auch vielfältigen technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen sind die Öffentlichen Bibliotheken gefordert, die eigenen Angebote und Services aktiv an den sich ändernden Bedarfen der Berlinerinnen und Berliner auszurichten und permanent weiterzuentwickeln.

Im September 2018 wurde der Senat durch das Berliner Abgeordnetenhaus beauftragt, ein partizipatives Verfahren zur Erarbeitung eines gesamtstädtischen Bibliotheksentwicklungskonzeptes für die Öffentlichen Bibliotheken Berlins auf den Weg zu bringen.

Die Ergebnisse wurden in einem Rahmenkonzept zusammengeführt, das als fachliches Referenzdokument die Grundlage für das gesamtstädtische Bibliotheksentwicklungskonzept bilden wird.

>>mehr: https://www.berlin.de/sen/kulteu/aktuelles/pressemitteilungen/2020/pressemitteilung.981490.php

Das Rahmenkonzept Bibliotheksentwicklungsplanung Berlin finden Sie hier:
https://www.berlin.de/sen/kultur/kultureinrichtungen/bibliotheken-und-archive/bibliotheksent-wicklungsplanung/

Landeshauptarchiv Potsdam stellt 8.000 Urkunden hochauflösend ins Netz

Quelle: Brandenburgisches Landeshauptarchiv Potsdam

Das Brandenburgische Landeshauptarchiv (BLHA) hat m 25.08.2020 rund 8.000 Urkunden aus seinen ältesten Beständen online veröffentlicht. Es handelt sich dabei um insgesamt 51.300 Scans in der Archivdatenbank, die es ermöglichen, auch kleinste Details der Urkunden und ihrer Siegel zu erkennen. Weitere Urkunden sollen in den nächsten Monaten folgen.

Das Brandenburgische Landeshauptarchiv (BLHA) hat heute rund 8.000 Urkunden aus seinen ältesten Beständen online veröffentlicht. Es handelt sich dabei um insgesamt 51.300 Scans in der Archivdatenbank, die es ermöglichen, auch kleinste Details der Urkunden und ihrer Siegel zu erkennen. Weitere Urkunden sollen in den nächsten Monaten folgen.

Die Urkunden geben Auskunft zur Gründung und frühen Geschichte zahlreicher brandenburgischer Burgen, Städte und Klöster. Die älteste Urkunde stammt aus dem Jahr 1160, ausgestellt von Albrecht dem Bären. Darin schenkt der erste Markgraf von Brandenburg dem Johanniterorden eine Liegenschaft in Werben an der Elbe. Eine der jüngsten Urkunden ist ein prunkvolles Grafendiplom für Dietrich Ernst Otto Albrecht von der Schulenburg aus dem Jahr 1790.

>> mehr: https://blha.brandenburg.de/index.php/2020/08/25/das-landeshauptarchiv-stellt-8-000-urkunden-hochaufloesend-ins-netz/

Historische Telefonbücher Berlins jetzt online

(mitgeteilt von Claudia Loest, Museum für Kommunikation)

Die Bibliothek des Museums für Kommunikation hat jetzt die ersten Berliner Telefonbücher von 1881 bis 1902  (analog schon seit ca. 10 Jahren aus der Nutzung genommen, weil besorgniserregend vom Zahn der Zeit „benagt“) online gestellt. Sie sind recherchierbar unter https://www.historische-telefonbuecher.de/

Kurzer Exkurs:
Berlins Stadtgebiet war in diesen Jahren sehr viel kleiner (quasi innerhalb der noch vorhandenen Tore :Brandenburger, Oranienburger, Rosenthaler, Frankfurter, Schlesisches, Hallesches…. ) als vor der genau vor 100 Jahren erfolgten Ausweitung zu Groß-Berlin. Umliegend gab es Städte und Gemeinden, die mit der Fusion als Groß-Berlin eingemeindet wurden.

Daraus ergab sich für die Bearbeiter die Schwierigkeit, wie  die immer weiter wachsenden Anhänge der Städte und Gemeinden, die in den Berliner Telefonbüchern dieser Jahre vorhanden sind, leichter recherchierbar und DFG-Viewer-DDB-bibliotheks-Metadaten-konform intergiert werden sollten. In dieser Zeit waren beispielsweise die Potsdamer „Theilnehmer“ mit in den Berliner Telefonbüchern verzeichnet und auch die von Nowawas-Neuendorf (also später Babelsberg, heute Potsdam-Babelsberg) oder auch ein Jahr mal Stettiner. So finden sich auch Magdeburger oder Hallenser darunter.

Der Transfer der Fernsprech-/Telefonbücher-METS/MODS-Dateien in die Deutsche Digitale Bibliothek erfolgt noch. Dann sind sie auch dort zu finden.

Aktueller Datenschutz-Wegweiser für die empirische Forschung veröffentlicht

(nach idw)

Der Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD) hat seine erstmals 2017 erschienene Handreichung Datenschutz grundlegend überarbeitet und an die EU-weit geltende Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und die novellierten deutschen Datenschutzgesetze angepasst. Die Aktualisierung bildet den derzeitigen Stand des juristischen Diskurses ab, der aufgrund des Umfangs und der Aktualität der EU-Datenschutzreform auch weiterhin sehr dynamisch bleiben wird.

Die Publikation bietet eine knappe Übersicht der datenschutzrechtlich relevanten Aspekte in der sozial-, verhaltens- und wirtschaftswissenschaftlichen Forschungspraxis. Hierzu erläutert sie die datenschutzrechtlichen Grundsätze nach der Europäischen Datenschutzgrundverordnung, die wichtigsten anwendbaren rechtlichen Regelungen neben der DSGVO, die Grundbegriffe des Datenschutzes in der Forschung und die Pflichten des Datenverarbeitenden. Am Forschungsalltag orientiert, widmet sich die Handreichung datenschutzrechtlichen Aspekten bei der Akquise, Aufbereitung, Publikation, Archivierung und Nachnutzung von Daten. Weiterführende Literaturhinweise ermöglichen eine Vertiefung der aufgezeigten Aspekte.

Die Handreichung unterstreicht, dass die datenschutzrechtliche Prüfung bei jedem empirischen Forschungsprojekt unabdingbar – und bewältigbar – ist. Ein Ziel der Publikation ist es, den Weg für eine rechtskonforme Datennachnutzung zu öffnen.

>> mehr: Die Handreichung Datenschutz kann kostenfrei über die Webseite des RatSWD bezogen werden: https://www.ratswd.de/publikation/output-series/0806

TU Berlin: Den nationalen Datenschatz heben

(nach idw)

Forschungsdaten sind heute einer der wertvollsten Ressourcen für die Wissenschaft. Insgesamt 30 fachspezifische Konsortien sollen in Deutschland die Etablierung einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) etablieren. Jetzt haben Bund und Länder in der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) die Förderentscheidung für die ersten neun NFDI-Konsortien getroffen. An zwei dieser neun Konsortien ist die Technische Universität Berlin beteiligt: an der „Nationalen Forschungsdateninfrastruktur für Wissenschaften mit Bezug zur Katalyse“ (NFDI4Cat) sowie an der „Nationalen Forschungsdateninfrastruktur für die Ingenieurwissenschaften“ (NFDI4Ing).

Die NFDI ist eine Innovation in der deutschen Wissenschaftslandschaft. Mit ihr sollen die heute oft dezentral, projektzentriert und temporär gelagerten Datenbestände von Wissenschaft und Forschung für das deutsche Wissenschaftssystem systematisch erschlossen werden. Die NFDI wird von verschiedenen Nutzer*innen von Forschungsdaten und von Infrastruktureinrichtungen entwickelt, die dazu innerhalb und zwischen Konsortien zusammenarbeiten. Die NFDI soll Standards im Datenmanagement setzen und als digitaler, regional verteilter und vernetzter Wissensspeicher Forschungsdaten nachhaltig sichern und nutzbar machen.

>> mehr: https://www.tu.berlin/forschen/themenportal-forschen/2020/juli/den-nationalen-datenschatz-heben/

TU Berlin: Ein Manifest für das Web der Zukunft

(nach idw)
Das Web wird von mehr als vier Milliarden Menschen in allen Lebensbereichen genutzt, greift in das Leben aller ein und prägt die globalen Märkte, die Klimawissenschaft, politische Konflikte, Krieg, das soziale Gefüge sowie Ethik und Moral der verschiedensten Gesellschaften.

„Informationsfreiheit versus Informationsqualität, Personalisierung versus Datenschutz und Privatsphäre, Massenbeteiligung versus Manipulation der Massen, Inklusivität und Fairness versus Ausbeutung, Nachhaltigkeit versus Wachstum – diese Ambivalenzen charakterisieren das heutige Web. Künstliche Intelligenz kann diese Ambivalenzen verstärken, zum Guten wie zum Schlechten.
Nun hat ein Team internationaler Wissenschaftler*innen das „2020 Manifesto for Web Science“ veröffentlicht, in dem sie die Frage untersuchen, was getan werden kann, um das Web so zu entwickeln, dass es für die Menschheit seine positiven Potenziale entfaltet und zu den bestmöglichen Ergebnissen führt. Zu den Autor*innen des Manifests gehört Prof. Dr. Bettina Berendt, Leiterin des Fachgebietes „Internet und Gesellschaft“ an der TU Berlin und Direktorin des Weizenbaum-Instituts.
„In unserem Manifest befassen wir uns mit den Zukunftsmöglichkeiten, die sich daraus ergeben. Wir skizzieren Wege, wie das Web weiter entwickelt werden kann, wie Individuen, Gruppen, Organisationen und Staaten lokal und in globaler Kooperation die Ziele für ein ‚gutes‘ Web bestimmen und dazu beitragen können, es zu realisieren“, sagt Prof. Dr. Bettina Berendt.

In ihrem Manifest betonen die Wissenschaftler*innen zudem die Notwendigkeit, Web Science als die Wissenschaft zu erweitern, die sich der Analyse und Entwicklung des Web widmet, um ihre Rolle bei der Gestaltung der Zukunft des Web zu stärken.

Das Manifest für Web Science 2020 ist das Ergebnis des Workshops „10 Years of Web Science“, der im Juni 2018 im Leibniz-Zentrum für Informatik im saarländischen Dagstuhl stattfand.

Link zum Manifest: https://www.webscience.org/2020/07/09/the-2020-manifesto-for-web-science/

Nachruf Prof. Dr. Robert Funk (1942 – 2020)

Mit großer Bestürzung haben wir die traurige Nachricht erhalten, dass unser langjähriges BAK-Mitglied Prof. Dr. Robert Funk am 5. März verstorben ist.
Prof. Funk war einer der wichtigsten Initiatoren für die Aktivitäten vom und im BAK. Er arbeitete jahrelang im Vorstand des BAK und organisierte u.a. viele Exkursionen in externe Bibliotheken und Großbetriebe , aber auch unvergessene Studienreisen im In- und Ausland. Neben seiner Lehrtätigkeit am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität wirkte er u.a. lange Jahre im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Information und Wissen (DGI).
Wir verlieren mit Prof. Funk ein engagiertes BAK-Mitglied, einen Ratgeber und Freund.

Quelle: Tagesspiegel, 15.03.2020

s.a. Nachruf der DGI als PDF-Datei
in: IWP, 71(2020)4-5, S. 258, DOI: https://doi.org/10.1515/iwp-2020-2098

Technologiestiftung Berlin stellt Überichtskarte mit digitalen Bildungsangeboten ins Web

(nach idw)

Am 03.03.2020 ging  edutech.technologiestiftung-berlin.de online. Die neue Seite bietet einen Überblick über digitale Angebote im Bildungsbereich, von der Lernapp für Grundschüler*innen bis zum Managementtool für Bildungseinrichtungen aller Art und dem Hardwareverleih für private Initiativen.

Auf der neuen Seite sind zurzeit 130 Angebote aus der Hauptstadtregion aufgeführt, die in vier Kategorien eingeordnet sind. Da die Interessen am Thema bei Lehrer*innen anders gelagert sein dürften als bei Eltern, wurde viel Sorgfalt auf eine zielgruppengerechte Aufbereitung gelegt. Zu jedem Angebot sind umfassende Informationen aufgeführt. Interessantes kann man sich auf einer Liste merken und wiederfinden. Das Angebot lässt sich auf einer Karte zudem nach Bezirken filtern.

Die Technologiestiftung schafft mit der EduTechMap einen Überblick über eine Szene, die bisher nur Fachleuten umfassend bekannt ist. Da viele digitale Lehr- und Lernmaterialien aus der Praxis heraus entwickelt wurden und keine kommerziellen Interessen verfolgen, sind sie häufig nur lokal bekannt oder nur Fachleuten verständlich. Dabei ist der Einsatz von digitalem Material und digitalen Tools in der Schule heute sinnvoll, um Schüler*innen auf das Leben in der digitalisierten Welt vorzubereiten. Die Seite vermittelt zwischen den beiden Welten der Entwickler*innen und Nutzer*innen.

Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit stellt Lagerdatenbank online

(Quelle: Berliner Zeitung, 17.02.2020)

Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit hat eine  Lagerdatenbank für Berlin und Umgebung auf seiner Website online gestellt. Sie enthält derzeit etwa 1400 verifizierte Standorte von ehemals etwa 3000 Sammelunterkünften für die rund 500 000 NS-Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter im Berliner Stadtraum. Die Datenbank wird kontinuierlich erweitert. Eine Volltextsuche ermöglicht die Recherche nach Straßen, Firmen, Nationalitäten und Bezirken oder nach Art der Zwangsarbeit wie zivile Zwangsarbeit oder Kriegsgefangenschaft.

https://www.ns-zwangsarbeit.de/recherche/lagerdatenbank/